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Fort-Hood-Attentäter: Trump schickt Hasan vor ein Erschießungskommando

Fort-Hood-Attentäter: Trump schickt Hasan vor ein Erschießungskommando
Symbolbild: KI-generiert

17 Jahre nach dem Blutbad von Fort Hood hat US-Präsident Donald Trump die Hinrichtung des islamistischen Attentäters Nidal Hasan genehmigt. Der frühere Armeemajor soll von Soldaten der US-Armee erschossen werden. Es wäre die erste Militärhinrichtung in den Vereinigten Staaten seit 1961.

Bekannt gab das Pentagon-Sprecher Sean Parnell am Montagabend auf X. Den Vorschlag habe Verteidigungsminister Pete Hegseth gemacht, Trump habe ihn gebilligt. Parnell schloss mit einem Satz, der in Washington wie ein Paukenschlag wirkte:

„Judgement day for Hasan has finally come.“ („Für Hasan ist der Tag des Jüngsten Gerichts endlich gekommen.“)

Das Massaker vom 5. November 2009

Hasan war Militärpsychiater, also ein Mann, der Soldaten eigentlich helfen sollte. Am 5. November 2009 betrat er auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas eine medizinische Einrichtung, in der Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet wurden. Dann eröffnete er das Feuer auf Wehrlose.

Zwölf Soldaten und ein Zivilist starben, 32 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des Pentagons rief Hasan dabei „Allahu Akbar“. Der Angriff endete erst, als der Täter selbst angeschossen wurde.

Der in den USA geborene Sohn palästinensischer Eltern rechtfertigte seine Tat mit dem Dschihad. Er habe verhindern wollen, dass amerikanische Soldaten in Afghanistan Muslime töten. Vor Gericht stritt er nicht ab, geschossen zu haben. Er sah sich als Soldaten, der schlicht die Seite gewechselt habe.

Dreizehn Jahre Warten auf das Urteil

Ein Militärgericht verurteilte Hasan im August 2013 wegen 13-fachen Mordes und 32-fachen Mordversuchs zum Tode. Danach passierte lange nichts. Militärische Todesurteile dürfen in den USA erst vollstreckt werden, wenn der Präsident sie persönlich bestätigt hat. Weder Barack Obama noch Joe Biden unterschrieben.

Pikant: Die Obama-Regierung hatte den Anschlag jahrelang offiziell als „Gewalt am Arbeitsplatz“ eingestuft und nicht als Terrorakt. Den Hinterbliebenen und Verwundeten blieben dadurch lange Auszeichnungen und Leistungen verwehrt, die Opfern von Kampfhandlungen zustehen. Erst 2015 erhielten sie das Purple Heart. Für viele Angehörige war das ein Schlag ins Gesicht. Kritiker sehen darin bis heute ein Lehrstück dafür, wie politische Rücksichtnahme den klaren Blick auf islamistischen Terror verstellen kann.

Ist die Hinrichtung damit sicher?

Nein. Trumps Unterschrift heißt nicht, dass Hasan bald stirbt. Er kann sich an die zivile Bundesjustiz wenden und die Vollstreckung womöglich weiter verzögern. Wann und wo das Urteil vollstreckt werden soll, legt der Heeresstaatssekretär fest. Beides ist noch nicht bekannt.

Dass ein solcher Fall nicht nur theoretisch ist, zeigt die Geschichte. Im Jahr 2008 bestätigte George W. Bush das Todesurteil gegen den Soldaten Ronald Gray. Ein Richter stoppte die Hinrichtung jedoch. Gray sitzt bis heute im Militärgefängnis Fort Leavenworth.

Die letzte Militärhinrichtung liegt 65 Jahre zurück

Zuletzt richtete das US-Militär 1961 einen Verurteilten hin. Damals wurde der Soldat John Bennett gehängt. Er hatte während seines Einsatzes in Österreich ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt und versucht, es zu töten.

Panne in Tennessee befeuert die Debatte

Trumps Entscheidung fällt in eine aufgeheizte Zeit. Erst am 30. September war in Tennessee eine Hinrichtung gescheitert: Die wegen Mordes verurteilte Christa Pike überlebte zwei Dosen des Mittels Pentobarbital und kam ins Krankenhaus. Gouverneur Bill Lee setzte daraufhin eine weitere für dieses Jahr geplante Hinrichtung aus. Eine unabhängige Untersuchung soll nun klären, ob die vorgeschriebenen Abläufe eingehalten wurden.

Ob Hasan je vor den Gewehrläufen steht, entscheiden am Ende wohl die Gerichte. Eine Botschaft hat Washington aber schon jetzt gesendet: Wer im Namen des Dschihad amerikanische Soldaten ermordet, soll nicht darauf hoffen können, dass die Zeit für ihn arbeitet. Auch in Europa dürften das viele Bürger genau beobachten. Hier steht nach islamistischen Anschlägen oft eher die Frage im Mittelpunkt, warum die Behörden die Täter nicht früher gestoppt haben.

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