
Fratzschers gefährlicher Griff nach Deutschlands Goldschatz: Wenn Ökonomen das Tafelsilber verscherbeln wollen

Es ist eine dieser Forderungen, bei denen einem als Bürger schlicht die Spucke wegbleibt. Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat die geniale Idee aus dem Hut gezaubert, Deutschland möge doch bitte einen Teil seiner Goldreserven verscherbeln, um die selbstverschuldete Energiekrise zu bekämpfen. Ein Vorschlag, der so absurd ist, dass man ihn nur als Symptom einer politisch-ökonomischen Klasse begreifen kann, die ihre Probleme nicht lösen, sondern lediglich kaschieren will.
Das Sparschwein, das keines ist
Rund 440 Milliarden Euro – so viel sollen die deutschen Goldreserven nach Fratzschers Rechnung wert sein. Ein „riesiges Sparschwein für Krisen“, wie er es in einem Interview mit dem Nachrichtenportal t-online formulierte. Doch genau hier offenbart sich der fatale Denkfehler: Goldreserven sind eben kein Sparschwein, das man bei jeder politisch herbeigeführten Misere zertrümmern kann. Sie sind die ultimative Vermögenssicherung einer Nation – das letzte Bollwerk gegen Inflation, Währungsverfall und geopolitische Erschütterungen.
Fratzscher spricht davon, mit einem „Tabu“ brechen zu wollen. Doch dieses vermeintliche Tabu hat einen guten Grund: Wer das Tafelsilber verscherbelt, um laufende Rechnungen zu bezahlen, der hat wirtschaftspolitisch bereits kapituliert. Es wäre, als würde ein Hauseigentümer das Fundament seines Gebäudes herausreißen, um damit die Heizkosten zu begleichen.
Die wahren Ursachen werden elegant übergangen
Bemerkenswert ist auch, was Fratzscher in seinem Vorstoß nicht erwähnt: Die Energiekrise ist kein Naturereignis. Sie ist das Ergebnis einer ideologisch verbohrten Energiepolitik, die in den vergangenen Jahren zuverlässige Energieträger abgeschaltet, sich von russischem Gas abhängig gemacht und die Industrie mit immer neuen Auflagen drangsaliert hat. Anstatt die strukturellen Ursachen anzugehen – überzogene Klimaziele, ideologische Atomausstiegsromantik, marode Infrastruktur durch jahrelange Vernachlässigung – soll nun das Volksvermögen als Pflaster auf eine selbstgeschlagene Wunde geklebt werden.
Während Deutschland verkaufen soll, kaufen andere
Besonders pikant wird die Forderung im internationalen Kontext. Während ein deutscher Top-Ökonom überlegt, wie man die Reserven der Bundesbank am elegantesten verscherbeln könnte, gehen andere Nationen genau den umgekehrten Weg. China etwa hat seine Goldbestände im März deutlich aufgestockt – und das mit System. Peking will seine Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren und sich gegen die Verwerfungen des westlichen Finanzsystems wappnen.
Auch zahlreiche andere Notenbanken weltweit haben in den vergangenen Monaten massiv Gold gehortet. Die Logik dahinter ist simpel: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, eskalierender Konflikte im Nahen Osten und einer dauerhaft labilen Weltwirtschaft ist physisches Gold der ultimative Anker. Wer jetzt verkauft, gibt diese Sicherheit aus der Hand – und das in einer Phase, in der die Krisen sich häufen wie nie zuvor.
Die zweitgrößten Reserven der Welt – ein Erbe der Stabilität
Die Bundesbank verwaltet stolze 3.350 Tonnen Gold und liegt damit weltweit auf Platz zwei hinter den USA. 1.710 Tonnen lagern in Frankfurt, 1.236 Tonnen in New York und weitere 404 Tonnen in London. Diese Reserven sind nicht über Nacht entstanden, sondern Ergebnis jahrzehntelanger Wirtschaftsdisziplin, der Wirtschaftswunderjahre und einer Geldpolitik, die einst auf Stabilität ausgerichtet war. Sie sind das Fundament des deutschen Wohlstandes – und damit eben kein politischer Spielball, den man je nach Tageslaune in Bewegung setzen sollte.
Fratzscher selbst gibt zu, dass eine Bundesregierung das Gold gar nicht so einfach verkaufen könnte: „Selbst ein Bundeskanzler kann nicht einfach sagen: Ihr müsst jetzt das Gold verkaufen.“ Genau so soll es auch bleiben. Die Unabhängigkeit der Bundesbank ist eine der wichtigsten institutionellen Errungenschaften der deutschen Nachkriegsordnung. Sie schützt das Volksvermögen vor genau jenen politischen Zugriffen, die Fratzscher nun salonfähig machen möchte.
Was Bürger aus dieser Debatte lernen sollten
Für den aufmerksamen Bürger ist dieser Vorstoß ein Weckruf. Wenn schon ein renommierter Ökonom öffentlich darüber sinniert, das Gold der Bundesbank anzutasten, dann zeigt das, in welcher Schieflage sich die deutschen Staatsfinanzen befinden. Die geplanten 500 Milliarden Euro Sondervermögen für Infrastruktur, die explodierenden Sozialausgaben, die wirtschaftliche Schwäche – all das schafft einen Begehrlichkeitsdruck, der irgendwann auch die letzten Tabus zu Fall bringen könnte.
Wer sein eigenes Vermögen schützen will, sollte sich an dem orientieren, was Notenbanken weltweit machen – und nicht an dem, was deutsche Ökonomen predigen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende ihre Funktion als Wertspeicher bewiesen. Sie sind unabhängig vom Zugriff politischer Entscheidungsträger, immun gegen Inflation und nicht durch Schuldenpapiere irgendeiner Regierung gedeckt. Wer einen Teil seines Vermögens in Edelmetalle investiert, betreibt aktive Vermögenssicherung – und folgt damit dem Beispiel kluger Notenbanken auf der ganzen Welt.
Fazit: Hände weg vom deutschen Gold
Fratzschers Vorschlag mag gut gemeint sein, ist aber wirtschaftspolitisch grob fahrlässig. Wer die Goldreserven antastet, um aktuelle Krisen zu bewältigen, der hat den Sinn dieser Reserven nicht verstanden. Sie sind eben nicht das Sparschwein der Nation, sondern ihr Notgroschen – die ultimative Reserve für den Fall, dass alle anderen Stricke reißen. Die Energiekrise löst man nicht durch das Verscherbeln des Tafelsilbers, sondern durch eine vernünftige Energiepolitik. Doch dafür bräuchte es Politiker mit dem Mut, ideologische Irrwege zu korrigieren – nicht Ökonomen, die das Volksvermögen als Notnagel missbrauchen wollen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, vor Anlageentscheidungen eigene Recherchen durchzuführen oder einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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