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Kettner Edelmetalle
31.08.2026
13:44 Uhr
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G20 in Asheville: Bessent sagt Irans Wirtschaftskollaps voraus

G20 in Asheville: Bessent sagt Irans Wirtschaftskollaps voraus
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein Gipfel unter Hochspannung: In Asheville, North Carolina, sind am Montag die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 zusammengekommen. US-Finanzminister Scott Bessent und der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh eröffneten das zweitägige Treffen. Im Zentrum steht ein Land, das gar nicht am Tisch sitzt: der Iran.

"Innerhalb von Wochen oder Monaten"

Bessent ließ vor Journalisten keinen Zweifel daran, wohin die Reise aus Sicht Washingtons geht. Auf die Frage, wann die iranische Wirtschaft einknicken könnte, antwortete er nach Angaben des Berichts:

"Ich denke, es könnte innerhalb von Wochen oder Monaten sein."

Zugleich schränkte er ein, ein Zusammenbruch sei keine Bedingung für eine Einigung – die Führung in Teheran müsse lediglich "zur Vernunft kommen". Man habe die Blockade und werde den Druck weiter erhöhen. Die jüngsten militärischen Ausfälle Irans deutete Bessent als Zeichen der Schwäche: Wer wirtschaftlich verliere, schlage militärisch um sich.

Brüssel zieht mit – ohne große Debatte

Bemerkenswert ist die europäische Rolle. Bessent dankte der EU ausdrücklich für deren Unterstützung der neuen Sanktionsoffensive mit dem Namen "Operation Economic Outcast", die Irans internationale Helfer mit Sekundärsanktionen treffen soll. Die EU-Kommission erklärte laut dem Bericht, sie begrüße Bemühungen um zusätzlichen wirtschaftlichen Druck und werde eng mit den USA und den G7-Partnern zusammenarbeiten.

Für Europas Industrie ist das kein Randthema. Sekundärsanktionen treffen erfahrungsgemäß auch europäische Banken und Mittelständler, die mit Drittstaaten Geschäfte machen. Medienberichten zufolge plant das US-Finanzministerium sogar wöchentlich neue Strafmaßnahmen – ein Tempo, bei dem Compliance-Abteilungen in Frankfurt und Mailand kaum hinterherkommen dürften.

Warsh, die Inflation – und ein Kanzler in Zinsnot

Der zweite Hauptdarsteller heißt Kevin Warsh. Der Fed-Chef reiste direkt aus Jackson Hole an, wo er vergangene Woche andeutete, dass höhere Zinsen nötig werden könnten, sollte die Inflation nicht Richtung 2 Prozent zurückkehren. In Asheville soll er lediglich Begrüßungsworte sprechen – geldpolitische Signale werden nicht erwartet.

Doch die Botschaft aus Wyoming wirkt nach. Steigende US-Zinsen bei gleichzeitig explodierender amerikanischer Staatsverschuldung – das ist der Cocktail, der Anleger weltweit nervös macht. Auch Deutschland bleibt davon nicht verschont: Wer wie die Bundesregierung ein 500-Milliarden-Sondervermögen auf Pump plant, spürt jeden Zinsaufschlag doppelt.

Streit um die Pressefreiheit

Für Irritationen sorgte am Rande ein Vorgang, den mehrere Redaktionen scharf kritisieren: Das US-Finanzministerium verweigerte Reportern der New York Times, des Wall Street Journal und von Bloomberg die Akkreditierung. Betroffene Häuser sehen darin dem Bericht zufolge den Versuch, öffentliche Kontrolle zu erschweren. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte sinngemäß, Berichterstattung solle informieren statt auf Klicks und Sensationen zu zielen. Rund 300 Medienvertreter seien zugelassen.

Was das für Anleger bedeutet

Krieg am Golf, Sanktionsspiralen, Schuldenberge, hartnäckige Inflation: Selten war die Gemengelage unübersichtlicher. Gold notierte zuletzt Medienberichten zufolge nahe der Marke von 4.600 US-Dollar je Unze – nach einem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar im bisherigen Jahresverlauf. Physische Edelmetalle bleiben in solchen Phasen eine bewährte Ergänzung zur Vermögenssicherung – als Baustein eines breit gestreuten Portfolios, nicht als Wette.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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