
Gipfeltreffen in Peking: Trump und Xi verhandeln über Iran, Taiwan, KI und seltene Erden

Wenn sich am Donnerstag und Freitag US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking gegenübersitzen, geht es um nichts weniger als die geopolitische Tagesordnung des 21. Jahrhunderts. Es ist Trumps erster Besuch im Reich der Mitte seit 2017 – und das erste persönliche Treffen der beiden mächtigsten Männer der Weltwirtschaft seit über einem halben Jahr. Während die deutsche Bundesregierung mit innenpolitischen Großbaustellen und ihrem 500-Milliarden-Schuldenpaket beschäftigt ist, werden in Peking Weichen gestellt, die Europa schmerzhaft zu spüren bekommen dürfte.
Worüber tatsächlich verhandelt wird
Auf dem Tisch liegen handfeste Wirtschaftsthemen: Boeing-Flugzeugkäufe, der Import amerikanischer Agrarprodukte und Energieträger sowie die mögliche Verlängerung des im vergangenen Herbst geschlossenen Waffenstillstands im Handelskrieg, der den Fluss seltener Erden aus China in die USA überhaupt erst wieder ermöglicht. Beide Seiten erwägen zudem die Einrichtung eines „Board of Trade" und eines „Board of Investment", also fester Foren für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen. US-Beamte zeigten sich zuversichtlich, dass die Vereinbarung über die strategischen Mineralien letztlich verlängert werde – das genaue Timing bleibe jedoch offen.
Wer in den vergangenen Jahren verstanden habe, wie abhängig der Westen von chinesischen Lieferketten geworden sei, der könne nur den Kopf darüber schütteln, wie blauäugig deutsche Politiker jahrzehntelang ganze Industriezweige in die Hand Pekings gelegt hätten. Während Washington verhandelt, schaut Berlin zu.
Die heißen Eisen: Iran, Taiwan und nukleare Aufrüstung
Deutlich brisanter werden die geopolitischen Konfliktherde. Trump dränge Xi, seinen Einfluss auf Teheran geltend zu machen, um den seit Februar eskalierenden Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden. China bleibe einer der wichtigsten Abnehmer iranischen Öls – und damit ein zentraler Geldgeber des Mullah-Regimes. Auch die russische Kriegswirtschaft, so die US-Seite, profitiere von chinesischen Dual-Use-Gütern und möglichen Waffenexporten.
Xi wiederum dürfte beim Reizthema Taiwan die Stimme heben. Die Volksrepublik habe ihre militärische Präsenz rund um die demokratisch regierte Insel massiv hochgefahren. Washington stelle jedoch klar: An der bisherigen Taiwan-Politik werde nicht gerüttelt. Beim Thema nukleare Rüstungskontrolle blockiere Peking weiterhin – China habe der amerikanischen Seite hinter verschlossenen Türen mitgeteilt, kein Interesse an entsprechenden Gesprächen zu haben.
Künstliche Intelligenz als neues Schlachtfeld
Erstmals rückt die rasante Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle in China ins Zentrum. Die Trump-Administration zeige sich zunehmend besorgt und wolle einen Kommunikationskanal etablieren, um Konflikte aus dem militärischen oder geopolitischen Einsatz dieser Technologien zu vermeiden. Wie dieser Kanal konkret aussehen werde, sei noch offen. Klar sei jedoch: Wer in der KI-Technologie führt, schreibt die Regeln des kommenden Jahrzehnts.
Was das für Anleger bedeutet
Während die zwei Supermächte um Einflusssphären, Rohstoffe und Technologie ringen, bleibt der europäische Kontinent geopolitisch zunehmend Statist. Die Eskalationsrisiken – sei es im Nahen Osten, in der Taiwanstraße oder durch einen erneuten Bruch des Handelsfriedens – treffen vor allem exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland mit voller Wucht. In Zeiten, in denen Lieferketten als Waffe eingesetzt werden, in denen Schuldenberge explodieren und Inflation die Kaufkraft der Bürger zermürbt, gewinnt die Frage nach werthaltigen, krisenfesten Vermögensanlagen an Brisanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als unbestechlicher Anker im Vermögensportfolio bewährt – unabhängig davon, wie das Pokerspiel zwischen Washington und Peking ausgeht.
Hinweis in eigener Sache
Die in diesem Beitrag enthaltenen Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Wir empfehlen ausdrücklich, eigenständig zu recherchieren und für individuelle Anlageentscheidungen einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Jeder Leser trägt die Verantwortung für seine Investmententscheidungen selbst.
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