
Handwerk am Abgrund: Fast 5.000 Betriebe pleite – und die Politik schaut zu
Es ist ein stiller Niedergang, der sich quer durch die Republik zieht – und der das Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu brechen droht. 4.950 Handwerksbetriebe mussten im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Das sind 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Wer glaubt, das seien nur Zahlen in einer Statistik, der irrt gewaltig. Hinter jeder einzelnen Insolvenz stehen Familien, Existenzen, Lebenswerke – und Millionen Deutsche, die vergeblich auf einen Handwerker warten.
Die Kostenlawine rollt – und begräbt die Kleinen zuerst
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, die diese ernüchternden Daten auf der Internationalen Handwerksmesse in München vorlegte, benennt die Ursachen schonungslos klar: explodierende Energiekosten, steigende Materialpreise, wachsende Lohnforderungen. „Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage", so der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Eine Diagnose, die so nüchtern wie vernichtend ausfällt.
Handwerksbetriebe sind eben keine Großkonzerne mit milliardenschweren Rücklagen. Sie sind klein- und mittelständisch geprägt, oft familiengeführt, oft mit hauchdünnen Margen operierend. Genau diese Betriebe trifft die toxische Mischung aus Kostendruck und schwacher Nachfrage mit voller Wucht. Die lahmende Baukonjunktur, die verhaltene Investitionstätigkeit der Verbraucher – all das summiert sich zu einem perfekten Sturm, der immer mehr Handwerker in den Ruin treibt. Bereits im Vorjahr waren die Insolvenzen um fast 19 Prozent gestiegen. Von einer Trendwende kann also keine Rede sein.
Merz-Regierung in der Kritik: „Der Herbst der Reformen ist ausgefallen"
Besonders bemerkenswert ist die deutliche Kritik, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) an der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz übt. Generalsekretär Holger Schwannecke findet unmissverständliche Worte: Ein selbsttragender Aufschwung zeichne sich nicht ab. Der ZDH habe für 2025 zunächst ein leichtes Umsatzwachstum erwartet – herausgekommen sei lediglich Stagnation. Schwannecke macht dafür explizit die ausgebliebenen Reformen der schwarz-roten Koalition verantwortlich.
Man erinnere sich: Friedrich Merz war mit dem Versprechen angetreten, die Wirtschaft zu entfesseln, den Mittelstand zu stärken, Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Doch was ist davon geblieben? Ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird. Große Ankündigungen, wenig Substanz. „Den großen Ankündigungen müssen auch Taten folgen", appelliert ZDH-Präsident Jörg Dittrich – ein Satz, der wie eine Ohrfeige für die Regierungsbank klingt.
Nachfolgekrise verschärft das Sterben der Betriebe
Doch die Insolvenzwelle ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist mindestens ebenso bedrohlich: Bei jedem sechsten Handwerksbetrieb droht die Stilllegung, weil sich schlicht kein Nachfolger findet. 2018 lag dieser Anteil noch bei zwölf Prozent. Fast ein Viertel aller Inhaber plant, sich innerhalb der nächsten drei Jahre zurückzuziehen. Die klassische Betriebsübergabe innerhalb der Familie – einst das Fundament des deutschen Handwerks – verliert rapide an Bedeutung.
Gleichzeitig fehlen rund 200.000 Fachkräfte. Über 16.000 Ausbildungsplätze blieben 2025 unbesetzt. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In einem Land, das händeringend Handwerker sucht, bleiben Tausende Lehrstellen leer. Jahrzehntelang wurde jungen Menschen eingetrichtert, nur ein Studium führe zum Erfolg. Die Konsequenzen dieser fatalen Fehlsteuerung ernten wir jetzt.
Ein Funken Hoffnung – aber keine Entwarnung
Immerhin: Ein Teil des Handwerks blickt vorsichtig optimistischer auf das laufende Jahr. 27 Prozent der Betriebe erwarten ein Umsatzplus, gegenüber 24,3 Prozent im Vorjahr. Der Anteil jener, die mit Rückgängen rechnen, sank von 22,8 auf 18,4 Prozent. Besonders das Bau- und Ausbauhandwerk zeigt sich etwas zuversichtlicher. Der ZDH rechnet insgesamt mit einem Umsatzplus von rund einem Prozent. Ein Prozent. Das ist keine Erholung – das ist bestenfalls ein Lebenszeichen.
Was Deutschland braucht, sind keine weiteren Ankündigungen, keine neuen Schuldenorgien und keine ideologisch motivierten Regulierungen. Was Deutschland braucht, ist eine Politik, die das Handwerk als das behandelt, was es ist: das Rückgrat unserer Wirtschaft, der Kitt unserer Gesellschaft, die Grundlage unseres Wohlstands. Solange die Politik dies nicht begreift, wird das stille Sterben der Handwerksbetriebe weitergehen – und mit ihm ein Stück deutscher Identität verschwinden.
Für all jene, die angesichts dieser wirtschaftlichen Unsicherheiten nach Stabilität suchen, bleibt der Blick auf physische Edelmetalle als bewährter Baustein der Vermögenssicherung eine Überlegung wert. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen die Politik mit immer neuen Schulden die Kaufkraft des Geldes untergräbt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der dargestellten Informationen übernehmen wir keine Haftung.
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