
Inflation trifft Ostdeutschland mit voller Wucht – und die Politik schaut zu

Während Politiker in Berlin nicht müde werden, den wirtschaftlichen Aufschwung im Osten zu beschwören, zeichnet eine aktuelle Auswertung des Ifo Dresden ein ernüchterndes Bild: Die Inflation hat in den vergangenen fünf Jahren die ostdeutschen Bundesländer deutlich härter getroffen als den Westen der Republik. Ein Befund, der einmal mehr die wachsende Kluft zwischen Ost und West offenlegt – über 35 Jahre nach der Wiedervereinigung.
Brandenburg an der Spitze – Hamburg am anderen Ende
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Bundesweit lag die kumulierte Inflation im Zeitraum von 2020 bis 2025 bei stolzen 21,8 Prozent. Doch während Hamburg mit einem um 2,1 Prozentpunkte niedrigeren Wert noch vergleichsweise glimpflich davonkam, mussten die Brandenburger einen Preisanstieg hinnehmen, der fast vier Prozentpunkte über dem der Hansestadt lag. Brandenburg übertraf den Bundesdurchschnitt um 1,8 Prozentpunkte, dicht gefolgt von Bremen und Sachsen mit jeweils 1,7 sowie Sachsen-Anhalt mit 1,6 Prozentpunkten über dem Schnitt.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In Regionen, in denen die Löhne traditionell niedriger sind, in denen die Kaufkraft ohnehin schwächer ist, schlägt die Teuerung am brutalsten zu. Das ist keine statistische Fußnote – das ist sozialer Sprengstoff.
Wohnen als Preistreiber Nummer eins
Als wichtigsten Treiber für die regionalen Unterschiede identifizierte das Ifo Dresden die Kosten für Wohnen im weiteren Sinne – also inklusive Wasser, Strom und Brennstoffen. Gerade hier zeigen sich die verheerenden Folgen einer Energiepolitik, die jahrelang auf ideologische Experimente statt auf Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise gesetzt hat. Die Energiewende, so wie sie von der Ampelregierung vorangetrieben wurde, hat ihre Spuren hinterlassen. Und wer zahlt die Zeche? Nicht die gut situierten Bewohner der Hamburger Elbchaussee, sondern die Familien in Cottbus, Halle und Bremerhaven.
Schleswig-Holstein blieb immerhin einen Prozentpunkt unter dem Durchschnitt, Hessen um 0,8 und das Saarland um 0,7 Prozentpunkte. Die westdeutschen Flächenländer kamen also insgesamt deutlich besser weg – ein Muster, das nachdenklich stimmen sollte.
Berlin als Ausnahme – aber warum?
Interessanterweise ist Berlin das einzige ostdeutsche Bundesland, das eine unterdurchschnittliche Inflation verzeichnete. Die Differenz zum Bundesschnitt betrug minus 0,6 Prozentpunkte. Ob dies an der besonderen Marktstruktur der Hauptstadt liegt, an regulierten Mieten oder schlicht an der massiven Subventionierung durch den Bund, sei dahingestellt. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hingegen verzeichneten überdurchschnittliche Preissteigerungen von 0,8 beziehungsweise 0,6 Prozentpunkten über dem Bundesdurchschnitt.
Die schleichende Enteignung der Bürger
Eine kumulierte Inflation von über 21 Prozent in nur fünf Jahren – das bedeutet nichts anderes als eine massive Entwertung der Ersparnisse und Einkommen der deutschen Bürger. Wer sein Geld auf dem Sparbuch liegen ließ, hat real ein Fünftel seiner Kaufkraft verloren. Und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz? Sie plant ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur, das über Schulden finanziert werden soll. Schulden, die unweigerlich zu weiterer Inflation führen werden. Schulden, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden tilgen müssen – obwohl Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen die schleichende Geldentwertung abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Inflationsschutz bewährt. Während Papiergeld an Wert verliert und Sparguthaben dahinschmelzen, behalten Edelmetalle ihren inneren Wert – eine Erkenntnis, die gerade in der aktuellen Lage wichtiger denn je erscheint.
Die regionalen Inflationsunterschiede sind letztlich nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems: einer Politik, die seit Jahren die Interessen der arbeitenden Bevölkerung aus den Augen verloren hat. Wer glaubt, dass sich daran unter der neuen Regierung grundlegend etwas ändern wird, dürfte bitter enttäuscht werden.
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