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05.03.2026
06:29 Uhr

Iranische Schläferzellen in Deutschland: Dobrindt beschwichtigt – doch die Fakten sprechen eine andere Sprache

Fünf Tage Krieg im Nahen Osten, über 160.000 iranische Staatsangehörige im Land, eine unbekannte Zahl potenzieller Schläfer – und der Bundesinnenminister erklärt den Deutschen, es gebe „keinen zusätzlichen Grund, besorgt zu sein". Man reibt sich verwundert die Augen. Alexander Dobrindt (CSU), der neue Herr über das Innenressort in der Großen Koalition unter Friedrich Merz, präsentierte sich im ZDF-Morgenmagazin betont gelassen. Die Gefährdungslage habe sich seit Kriegsbeginn „nicht deutlich verändert", man kenne „keine konkreten Anschlagspläne". Klingt beruhigend. Ist es das auch?

Das große Schweigen des Innenministeriums

Was bei näherer Betrachtung auffällt, ist weniger das, was Dobrindt sagt – sondern das, was sein Ministerium verschweigt. Auf die Frage, wie viele sogenannte „Schläfer" sich im Dienst des iranischen Regimes auf deutschem Boden befinden könnten, verweigerte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums schlicht die Antwort. Keine Zahl, kein Hinweis, nicht einmal eine vage Einschätzung. Ebenso wenig wollte man sich zum aktuellen Kräfteeinsatz der Sicherheitsbehörden äußern, die potenzielle Anschlagsziele schützen sollen. Auch zur Forderung des Antisemitismusbeauftragten Felix Klein, die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland endlich mit einem Betätigungsverbot zu belegen und ihre Finanzquellen trockenzulegen – eisernes Schweigen.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist dieses Schweigen Ausdruck professioneller Diskretion oder schlicht Ausdruck einer Hilflosigkeit, die man dem Bürger nicht zumuten möchte? Die Revolutionsgarden wurden Ende Januar von den EU-Außenministern zwar als Terrororganisation eingestuft, doch wegen bereits bestehender Sanktionen hat diese Klassifizierung eher symbolischen Charakter. Teheran reagierte prompt mit der Einbestellung europäischer Botschafter und erklärte seinerseits die Armeen der Europäer zu Terrororganisationen. Ein diplomatisches Schattenboxen, das die reale Bedrohungslage in keiner Weise entschärft.

Über 160.000 iranische Staatsangehörige – und eine unsichtbare Dunkelziffer

Die nackten Zahlen sind beeindruckend genug: Zum Stichtag 31. Januar 2026 hielten sich laut Ausländerzentralregister exakt 161.817 iranische Staatsangehörige in Deutschland auf. Iraner mit zusätzlichem deutschem Pass werden dabei nicht mitgezählt. Der Mediendienst Integration spricht sogar von 319.000 Personen mit iranischem Migrationshintergrund – die größte iranische Community in ganz Europa. Rund 128.000 von ihnen hätten in den vergangenen 25 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt.

Selbstverständlich steht die überwältigende Mehrheit dieser Menschen nicht im Verdacht, für das Mullah-Regime zu arbeiten. Viele sind gerade deshalb nach Deutschland gekommen, weil sie vor der Unterdrückung in ihrer Heimat geflohen sind. Doch genau diese Menschen stehen nun selbst im Fadenkreuz: Das Bundesinnenministerium bestätigte, dass Angehörige der iranischen Auslandsopposition „anhaltend im Visier iranischer Nachrichtendienste" stünden. Man gehe davon aus, dass iranische Dienste Kundgebungen in Deutschland beobachteten, um oppositionelle Akteure „auszuspähen und zu identifizieren". Behördenintern nennt man das „transnationale Repression" – ein technokratischer Begriff für etwas zutiefst Bedrohliches.

Vergangene Vorfälle mahnen zur Vorsicht

Wer Dobrindts Beschwichtigungen für bare Münze nehmen möchte, sollte einen Blick in die jüngere Vergangenheit werfen. Erst Anfang November 2025 wurde ein mutmaßlicher Spion afghanischer Herkunft festgenommen, der im Auftrag iranischer Dienste Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Berlin vorbereitet haben soll. Ein zweiter Verdächtiger wurde ebenfalls gefasst. Beide hatten ihren Wohnsitz im dänischen Aarhus – ein Beleg dafür, wie grenzüberschreitend und professionell das iranische Agentennetz operiert.

Bereits im Sommer 2024 hatte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) das Islamische Zentrum Hamburg schließen lassen, einen bekannten Treffpunkt regimetreuer Iraner. Im November desselben Jahres folgte die Schließung der drei iranischen Generalkonsulate in Hamburg, München und Frankfurt – als Reaktion auf die Hinrichtung des deutsch-iranischen Doppelstaatsbürgers Djamshid Sharmahd. Maßnahmen, die längst überfällig waren und die Frage aufwerfen, warum man nicht schon Jahre früher gehandelt hat.

Teherans offene Drohung an Europa

Besonders alarmierend ist die kaum verhüllte Drohung aus Teheran selbst. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei warnte Frankreich, Großbritannien und Deutschland am Dienstag unmissverständlich: Jede Handlung gegen den Iran würde als „Komplizenschaft mit den Aggressoren" und als „Kriegshandlung" betrachtet. Die drei europäischen Militärmächte hatten zuvor angekündigt, im Bedarfsfall mit „verhältnismäßigen Defensivmaßnahmen" zu reagieren, um den Iran am Abfeuern von Raketen und Drohnen auf andere Länder in der Region zu hindern.

Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste im Bundestag, mahnte bereits am Sonntag zu Wachsamkeit. „Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa", seien nicht auszuschließen. Das iranische Regime habe in der Vergangenheit „wiederholt gezeigt, dass es seinen Terror auch außerhalb der eigenen Grenzen austrägt". Eine Einschätzung, die deutlich realistischer klingt als Dobrindts beruhigende Worte von der „abstrakten Bedrohung".

Merz und Wadephul schließen Militäreinsatz aus – vorerst

Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul (beide CDU) haben ein militärisches Eingreifen Deutschlands bislang ausgeschlossen. Gleichzeitig stellte ein Regierungssprecher klar, dass Berlin die Ziele der amerikanisch-israelischen Maßnahmen gegen den Iran teile und sich „politisch und diplomatisch" an der Stabilisierung beteiligen wolle, um die iranische Bedrohung „ein für alle Mal" zu beenden. Große Worte – doch was bedeuten sie konkret für die Sicherheit der Menschen in Deutschland?

Rund 60 Demonstrationen hätten seit dem Wochenende in Deutschland stattgefunden, alle seien ruhig verlaufen, berichtete Dobrindt. Man erstelle mithilfe ausländischer Geheimdienste täglich neue Lagebilder und habe „im besonderen Maße" bereits bekannte Sympathisanten des Regimes und ihre Bewegungsprofile im Blick. Zusätzliche Fluchtbewegungen aus dem Iran seien momentan nicht zu beobachten, diese würden derzeit eher „gehemmt".

Beschwichtigung als Regierungsstrategie

Es gehört zum Standardrepertoire deutscher Innenpolitik, die Bevölkerung in Krisenzeiten zu beruhigen. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar – Panik hilft niemandem. Doch zwischen besonnener Kommunikation und fahrlässiger Verharmlosung verläuft ein schmaler Grat. Wenn das Innenministerium nicht einmal bereit ist, eine ungefähre Einschätzung zur Zahl potenzieller Schläfer abzugeben, wenn es sich zum Kräfteeinsatz der Sicherheitsbehörden ausschweigt und wenn es die Forderung nach einem Betätigungsverbot der Revolutionsgarden kommentarlos ignoriert – dann drängt sich der Verdacht auf, dass man entweder die Lage nicht im Griff hat oder den Bürgern nicht die volle Wahrheit zumutet.

Deutschland hat in den vergangenen Jahren schmerzlich erfahren müssen, wohin eine Politik der offenen Grenzen und der mangelnden Kontrolle führen kann. Die Kriminalitätsstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, die Zahl der Messerangriffe und Gewalttaten hat ein erschreckendes Niveau erreicht. Dass nun auch noch die Gefahr iranischer Terroraktionen auf deutschem Boden im Raum steht, sollte jeden Verantwortungsträger in höchste Alarmbereitschaft versetzen – nicht in den Modus der Beschwichtigung. Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es um ihre Sicherheit tatsächlich bestellt ist. „Kein zusätzlicher Grund, besorgt zu sein" – das klingt weniger nach einer belastbaren Lageeinschätzung als nach dem verzweifelten Versuch, eine zunehmend verunsicherte Bevölkerung ruhig zu halten.

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