
Irans Außenminister trotzt dem Westen: „Regimewechsel ist unmöglich"
Während amerikanische und israelische Luftangriffe auf Teheran auch am Samstagnachmittag und in die Abendstunden hinein andauerten, zeigte sich Irans Außenminister Abbas Araghchi demonstrativ unbeeindruckt. In einem bemerkenswerten Interview mit dem US-Sender NBC erklärte er, ein Regimewechsel im Iran sei schlicht „Mission Impossible". Eine Aussage, die man als Durchhalteparole abtun könnte – oder als nüchterne Analyse der geopolitischen Realität.
Gerüchte um Khamenei – und die Grenzen der Luftkriegsführung
Den ganzen Tag über kursierten Gerüchte, Ayatollah Ali Khamenei sei bei den Angriffen getötet worden. Iranische Offizielle dementierten dies vehement. Araghchi selbst erklärte, der oberste Führer sei „soweit ich weiß" am Leben. Tatsächlich dürfte nur der engste Zirkel um Khamenei wissen, wo sich dieser aufhält. Seit der Eskalation des Nahostkonflikts im Juni hätten die Iraner ausreichend Zeit gehabt, Notfallpläne für den Kriegsfall zu entwickeln. Der Ayatollah befehlige die Revolutionsgarden vermutlich aus einem verborgenen unterirdischen Bunker – irgendwo in einem Land, das halb so groß wie der europäische Kontinent ist.
Viele Militäranalysten sind sich einig: Ein vollständiger Regimewechsel im Iran lässt sich nicht allein aus der Luft erzwingen. Dafür wären amerikanische Bodentruppen erforderlich – ein Szenario, das in der US-Bevölkerung auf massiven Widerstand stoßen würde. Die Erinnerungen an die desaströsen Bodenkriege im Irak und in Afghanistan sind noch zu frisch.
Millionen auf den Straßen – eine unbequeme Wahrheit
Araghchi verwies auf die Millionen von Iranern, die anlässlich des Jahrestages der Revolution von 1979 auf die Straßen gegangen seien, um ihre Unterstützung für das System zu demonstrieren. „Man kann keinen Regimewechsel durchführen, wenn Millionen von Menschen das sogenannte Regime unterstützen", so der Chefdiplomat. Eine Feststellung, die westliche Medien nur ungern aufgreifen. Denn wie schon im Falle Syriens unter Assad werden pro-gouvernementale Massenkundgebungen in der westlichen Berichterstattung systematisch ausgeblendet – sie passen schlicht nicht in das vereinfachte Narrativ von „Gut gegen Böse", das man dem Publikum seit Jahrzehnten serviert.
„Ja, es gibt auch Menschen, die sich beschweren, aber es gibt starke Unterstützer des Regimes. Und wir haben eine sehr gut etablierte politische Struktur."
Zwei Spitzenkommandeure tot – doch das System steht
Bestätigt wurde indes der Tod zweier hochrangiger Militärs: des iranischen Verteidigungsministers sowie des Oberbefehlshabers der Revolutionsgarden. Doch wie bei früheren Eliminierungen dieser Art dürften die Positionen rasch nachbesetzt werden. Der Iran verfügt über eine tiefe Kommandostruktur, die auf genau solche Szenarien vorbereitet ist.
Was sich hier vor unseren Augen abspielt, ist nichts weniger als eine der gefährlichsten Eskalationsspiralen der jüngeren Geschichte. Ein Flächenbrand im Nahen Osten hätte verheerende Konsequenzen für die globale Energieversorgung, die Weltwirtschaft und damit auch für jeden einzelnen deutschen Bürger. Die Ölpreise könnten explodieren, Lieferketten erneut zusammenbrechen, und die ohnehin fragile europäische Konjunktur würde einen weiteren schweren Schlag erleiden.
Edelmetalle als Krisenversicherung
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenversicherung unverzichtbar sind. Wenn geopolitische Pulverfässer hochgehen und Papierwährungen unter Druck geraten, bewährt sich das, was seit Jahrtausenden als sicherer Hafen gilt. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung im Portfolio kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.












