
Kahlschlag in der Autoindustrie: Deutschland verliert seine industrielle Basis
Die Zahlen sind erschütternd, und doch überraschen sie niemanden, der die wirtschaftspolitische Entwicklung der letzten Jahre mit offenen Augen verfolgt hat. Jedes zweite Unternehmen der deutschen Automobilbranche baut derzeit Stellen ab. Die Beschäftigung in der einst stolzesten Industriebranche des Landes ist auf den niedrigsten Stand seit 2011 gefallen. Was einmal das Rückgrat der deutschen Wirtschaftskraft war, wird systematisch ausgehöhlt – und die politisch Verantwortlichen schauen zu.
Die Flucht des Kapitals ins Ausland
Eine aktuelle Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA) unter 124 kleinen und mittleren Zulieferern zeichnet ein verheerendes Bild. 49 Prozent der Betriebe reduzieren ihre Belegschaft in Deutschland. Im Ausland? Gerade einmal sieben Prozent. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, was diese Diskrepanz bedeutet: Deutschland ist als Produktionsstandort schlicht nicht mehr wettbewerbsfähig.
Noch dramatischer wird der Blick nach vorn. 72 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Investitionen in Deutschland zurückzufahren. Mehr als ein Viertel will Investitionen gleich ganz ins Ausland verlagern, ein weiteres Viertel verschiebt Projekte auf unbestimmte Zeit, und fast jedes fünfte Unternehmen streicht geplante Vorhaben komplett. Das ist keine konjunkturelle Delle. Das ist eine strukturelle Abwanderung.
Hausgemachte Misere statt Schicksalsschlag
VDA-Präsidentin Hildegard Müller sprach bei der Vorstellung der Ergebnisse von einer „enormen Krise" des Wirtschaftsstandorts Deutschland. 87 Prozent der Unternehmen nennen Wettbewerbsnachteile als Hauptgrund für den Stellenabbau. Explodierende Strompreise, erdrückende Bürokratie, sinkende Auftragseingänge und ein verschärfter internationaler Wettbewerb – die Liste der Standortnachteile liest sich wie ein Sündenregister verfehlter Wirtschaftspolitik.
Und wer trägt die Verantwortung? Jahre einer ideologiegetriebenen Energiepolitik, die den Industriestandort Deutschland sehenden Auges an die Wand gefahren hat, fordern nun ihren Tribut. Die Abschaltung der Kernkraftwerke, die exorbitanten Energiekosten, die regulatorische Gängelung – all das hat die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie systematisch untergraben. Während andere Länder ihre Unternehmen mit günstiger Energie und schlanker Bürokratie locken, hat man hierzulande offenbar geglaubt, die Gesetze der Ökonomie ließen sich durch guten Willen und Klimaziele außer Kraft setzen.
Auch die Großen wanken
Die Krise trifft längst nicht mehr nur die kleinen Zulieferer. Volkswagen, Mercedes-Benz, Bosch, ZF Friedrichshafen – sie alle haben den Abbau Zehntausender Stellen angekündigt. Der erzwungene Umbau hin zur Elektromobilität, den die Politik mit Verboten und Subventionen vorangetrieben hat, vernichtet klassische Arbeitsplätze in einem Tempo, das die Schaffung neuer Jobs bei Weitem übersteigt. Bereits im vergangenen Jahr hatten knapp zwei Drittel der befragten Firmen Stellen in Deutschland gestrichen.
Man fragt sich unweigerlich: Wie viele Arbeitsplätze müssen noch verloren gehen, bevor die Politik begreift, dass eine Industrienation ohne wettbewerbsfähige Industrie nur noch eine Nation ist? Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar Besserung versprochen, doch das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Probleme kaum lösen – im Gegenteil: Die damit verbundene Schuldenlast dürfte die Steuerzahler auf Jahrzehnte belasten und die Standortbedingungen weiter verschlechtern.
Gold als Fels in der Brandung
Für Arbeitnehmer und Sparer, die angesichts dieser Entwicklung um ihre wirtschaftliche Zukunft bangen, bleibt die Frage nach der Absicherung des eigenen Vermögens drängender denn je. In Zeiten, in denen ganze Industriezweige wegbrechen und die Inflation durch schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme weiter angeheizt wird, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und Gold sowie Silber als Beimischung nutzt, schützt sich zumindest teilweise vor den Verwerfungen einer Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand einer ganzen Generation aufs Spiel setzt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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