
Kindergeld-Rekord: Über eine halbe Milliarde Euro fließt ins Ausland

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache, und sie sollten jeden deutschen Steuerzahler aufhorchen lassen. Im vergangenen Jahr überwies die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit sage und schreibe 528 Millionen Euro an Kindergeld auf ausländische Konten. Ein neuer Rekordwert, der den ohnehin schon beachtlichen Vorjahreswert von 514 Millionen Euro noch einmal deutlich übertrifft.
Ein Anstieg, der seinesgleichen sucht
Wer die Entwicklung der letzten anderthalb Jahrzehnte betrachtet, dem dürfte schwindelig werden. Im Jahr 2010 beliefen sich die Kindergeldzahlungen ins Ausland auf gerade einmal 35,8 Millionen Euro. Innerhalb von nur fünfzehn Jahren hat sich diese Summe also nahezu verfünfzehnfacht. Ein Aufwärtstrend, der sich mit beängstigender Konstanz fortsetzt und keinerlei Anzeichen einer Abschwächung zeigt.
Die Gesamtsumme aller Kindergeldzahlungen belief sich 2025 auf rund 55,3 Milliarden Euro. Der Anteil der Auslandsüberweisungen macht dabei etwa ein Prozent aus – eine Zahl, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, in absoluten Zahlen jedoch eine gewaltige Dimension erreicht hat.
Mehr als jedes fünfte Kind ohne deutschen Pass
Besonders aufschlussreich ist ein Blick auf die Empfängerstruktur. Von den insgesamt 17,57 Millionen Kindern, für die Kindergeld gezahlt wurde, besaßen 3,93 Millionen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das bedeutet: Mehr als 22 Prozent aller Kindergeldzahlungen gehen an Familien ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Eine Quote, die nachdenklich stimmen sollte.
Die Bundesagentur für Arbeit bemüht sich zwar um relativierende Erklärungen. So würden Überweisungen auf ausländische Bankkonten nicht zwangsläufig bedeuten, dass die betroffenen Kinder tatsächlich im Ausland leben. Manche in Deutschland wohnhafte Familien nutzten schlicht Konten außerhalb des Landes. Umgekehrt könne Kindergeld auch auf deutsche Konten fließen, obwohl die Kinder ihren Wohnsitz im Ausland hätten.
Ukraine-Flüchtlinge auf Platz drei
Eine bemerkenswerte Entwicklung zeigt sich bei den ukrainischen Staatsangehörigen. Seit dem Beginn des Krieges und der damit verbundenen Fluchtbewegung haben sich ukrainische Familien auf den dritten Platz der Kindergeldempfänger vorgeschoben – direkt hinter deutschen und türkischen Eltern. Allein im Jahr 2024 flossen für 337.110 ukrainische Kinder Zahlungen in Höhe von mehr als 1,14 Milliarden Euro.
Der Großteil der Auslandsüberweisungen ging erwartungsgemäß in EU-Mitgliedstaaten. An der Spitze stehen Polen, Rumänien, Tschechien, Frankreich, Kroatien, die Slowakei, Ungarn und Bulgarien. Eine detaillierte Jahresstatistik liegt der Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben noch nicht vor.
Ein System, das dringend auf den Prüfstand gehört
Die Frage, die sich unweigerlich stellt: Wie lange kann sich Deutschland diese großzügige Alimentierung noch leisten? Während deutsche Rentner mit kargen Bezügen auskommen müssen und die Infrastruktur des Landes zusehends verfällt, fließen Jahr für Jahr hunderte Millionen Euro an Kindergeld über die Grenzen hinaus. Die CDU hat jahrzehntelang versprochen, die Einwanderung in die Sozialsysteme zu unterbinden. Die Realität sieht anders aus.
Es wäre an der Zeit, dieses System grundlegend zu überdenken. Kindergeld sollte in erster Linie jenen zugutekommen, die tatsächlich in Deutschland leben und hier zum Gemeinwesen beitragen. Doch von der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz sind in dieser Hinsicht kaum mutige Reformen zu erwarten. Im Gegenteil: Die Sozialministerin plant offenbar, das Antragsverfahren noch weiter zu vereinfachen. Der deutsche Steuerzahler darf also weiterhin tief in die Tasche greifen – für Kinder, die er womöglich nie zu Gesicht bekommen wird.

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