
Kubas Todeskampf: Müllberge, Blackouts und Moskaus verzweifelte Bitte an Washington
Während die westliche Welt sich mit Gendersternchen und Klimaklebern beschäftigt, spielt sich nur wenige Flugstunden von der US-Küste entfernt ein Drama ab, das die geopolitischen Machtverhältnisse unserer Zeit wie unter einem Brennglas offenlegt. Kuba, die letzte kommunistische Bastion in der westlichen Hemisphäre, steht am Rande des totalen Zusammenbruchs – und Russland fleht die Vereinigten Staaten regelrecht an, Gnade walten zu lassen.
Trumps Embargo zeigt verheerende Wirkung
Präsident Trump brüstete sich Anfang dieser Woche an Bord der Air Force One mit den Ergebnissen seines verschärften Embargos gegen die Karibikinsel. Die Strategie sei aufgegangen: Venezolanische Öllieferungen seien abgewürgt, Mexiko unter Druck gesetzt worden, seine Rohölexporte nach Kuba einzustellen. Die Konsequenzen sind verheerend. „Kuba ist jetzt eine gescheiterte Nation, und sie haben nicht einmal Kerosin, damit Flugzeuge abheben können – die Rollbahnen sind verstopft", so Trump wörtlich.
Was sich auf der Insel abspielt, erinnert an dystopische Szenarien. Nur 44 von 106 Müllfahrzeugen in Havanna können noch betrieben werden, weil schlicht der Treibstoff fehlt. Der Rest steht mit leeren Tanks herum, während sich an den Straßenecken der kubanischen Hauptstadt und anderer Städte die Abfallberge türmen. Aus einer Treibstoffkrise ist längst eine Gesundheitskrise geworden – ein Teufelskreis, der die ohnehin gebeutelte Bevölkerung in die Knie zwingt.
Rubios doppeltes Spiel im Weißen Haus
Besonders brisant sind die Enthüllungen über ein mutmaßliches Täuschungsmanöver innerhalb der Trump-Administration selbst. Während der Präsident behauptet, seine Regierung befinde sich in Gesprächen mit kubanischen Offiziellen, soll Außenminister Marco Rubio diese Kontakte aktiv blockieren – und Trump gleichzeitig vorgaukeln, die Verhandlungen liefen. Ein hochrangiger Trump-Beamter wird mit den Worten zitiert: „Er sagt das, weil Marco ihm genau das erzählt." Die Strategie dahinter sei perfide kalkuliert: In einigen Wochen oder Monaten könne Rubio dann behaupten, die Gespräche seien an Kubas Sturheit gescheitert – und einen Regimewechsel als einzig verbliebene Option präsentieren.
Das State Department wies die Vorwürfe zurück und beharrte darauf, dass Verhandlungen stattfänden. Allerdings – und das ist bezeichnend – nannte es weder teilnehmende Beamte, noch Termine, noch Orte etwaiger Treffen. Eine bemerkenswert dünne Beweislage für angeblich „ernsthafte Verhandlungen".
Moskau spielt die Bruderschaftskarte
In diese explosive Gemengelage platzte am Mittwoch der russische Außenminister Sergei Lawrow mit einem bemerkenswerten Appell. Bei einem Treffen mit seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodríguez in Moskau bezeichnete er Kuba als „brüderliche Nation" und forderte die USA auf, „gesunden Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein zu zeigen" sowie von Plänen einer Seeblockade der „Insel der Freiheit" abzusehen. Eine Formulierung, die in ihrer pathetischen Überhöhung kaum zu überbieten ist.
Lawrow wies zudem „unbegründete Anschuldigungen gegen Russland und Kuba" kategorisch zurück. Washington warnt seit Langem vor russischen und chinesischen geostrategischen Vorstößen in Amerikas Hinterhof über Kuba. Moskau bestreitet dies vehement – doch die Tatsache, dass Kubas Außenminister ausgerechnet jetzt nach Moskau reist, spricht eine eigene Sprache.
Die geopolitische Dimension
Man muss kein Kalter-Krieger sein, um die Brisanz dieser Entwicklung zu erkennen. Nach dem Sturz Maduros in Venezuela hat Kuba einen seiner letzten verbliebenen Verbündeten in der Region verloren. Gleichzeitig demonstriert das Pentagon im Nahen Osten gegenüber dem Iran militärische Stärke. Kuba steht isolierter da als je zuvor seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion – mit Russland als letztem großen Verbündeten, der selbst durch seinen Krieg in der Ukraine gebunden ist.
Die Situation offenbart einmal mehr die brutale Realität der Machtpolitik. Während europäische Politiker sich in moralischen Sonntagsreden ergehen, schaffen die USA Fakten. Ob man Trumps Kuba-Politik nun für richtig oder falsch hält – sie zeigt, was entschlossenes Handeln in der Außenpolitik bewirken kann. Eine Lektion, die man sich auch in Berlin hinter die Ohren schreiben sollte, wo man seit Jahren eine Außenpolitik betreibt, die zwischen Naivität und Selbstaufgabe changiert.
Ein Volk leidet – und die Welt schaut zu
Am Ende sind es wie immer die einfachen Menschen, die den Preis zahlen. Die Kubaner, die seit über sechs Jahrzehnten unter einem kommunistischen Regime leben, das ihnen weder Wohlstand noch Freiheit gebracht hat, stehen nun vor leeren Tankstellen, dunklen Wohnungen und stinkenden Müllbergen. Es ist die tragische Ironie der Geschichte: Ein System, das einst versprach, das Paradies der Arbeiter zu errichten, kann nicht einmal mehr den Müll abholen lassen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Kubas kommunistische Führung einlenkt – oder ob die Insel tatsächlich in einen vollständigen Kollaps schlittert. Eines steht fest: Die Zeiten, in denen sich kleine Diktaturen hinter dem Schutzschild einer Supermacht verstecken konnten, neigen sich dem Ende zu. Für Kuba könnte das Befreiung bedeuten – oder Chaos. Vermutlich beides.
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