Kostenlose Beratung+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
13.10.2026
04:55 Uhr
KI-generiert

Linke erklärt Clankriminalität zum Mythos – und will weniger Polizei

Linke erklärt Clankriminalität zum Mythos – und will weniger Polizei
Symbolbild: KI-generiert

Erst tauchte ein bekannter Clan-Chef auf der Neuköllner Wahlparty der Linken auf, dann wurden Chats eines Bundestagsabgeordneten mit dessen Sohn öffentlich. Nach der Berlin-Wahl vom 20. September steht die Linkspartei unter Druck. Ihre Antwort: Gegenangriff. Und ein altes Mantra, nach dem schon der Begriff „Clankriminalität“ rassistisch sei.

Die Remmo-Affäre und ein Abgeordneter in Erklärungsnot

Im Mittelpunkt steht der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak. Medienberichten zufolge hatte er freundliche Nachrichten mit Firas Remmo ausgetauscht, dem Sohn von Issa Remmo, der als Oberhaupt des berüchtigten Clans gilt. Koçak soll ihn gebeten haben, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten. Ausgerechnet in dieser Rede wandte er sich gegen die Verurteilung von Menschen „allein aufgrund ihres Nachnamens“.

Später räumte Koçak Fehler ein. Er hätte prüfen müssen, wer ihn kontaktiere, und seine Partei informieren sollen. Seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags hat er abgegeben. Zur Einordnung: Mitglieder der Großfamilie wurden in der Vergangenheit wegen zahlreicher Straftaten verurteilt, darunter laut Berichten der spektakuläre Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum.

Der Spieß wird umgedreht

Statt sich selbstkritisch zu sortieren, keilt die Partei zurück. Die NRW-Linke Cansin Köktürk nannte die „Stiftung Familienunternehmen und Politik“ in einem TikTok-Video einen „Clan“. Das war eine Retourkutsche auf Kanzler Friedrich Merz, der den Linken „Verbindungen in die Clan-Kriminalität“ vorgehalten hatte. Köktürk störte sich daran, dass die Liste der rund 600 Förderunternehmen nicht vollständig öffentlich sei. Vielleicht, so ihre Mutmaßung, gehörten ja Rüstungsfirmen dazu.

Mittelständische Familienbetriebe, die Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, in einem Atemzug mit Großfamilien zu nennen, die Polizei und Justiz seit Jahren beschäftigen: Kritiker sehen darin eine bemerkenswerte Verschiebung der Maßstäbe.

„Weiße Ordnung“ statt Razzien?

Neu ist die Linie nicht. Jorinde Schulz, Vorstandsmitglied der Berliner Landespartei und Sprecherin in Neukölln, schrieb 2023 einen Beitrag für den Sammelband „Generalverdacht: Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird“. Razzien in Shishabars und Barbershops würden demnach „die Vertreibung rassifizierter Menschen aus öffentlichen Räumen“ normalisieren. Dem Staat gehe es um eine „weiße Ordnung“.

Auch Ahmed Abed, der als möglicher künftiger Bezirksbürgermeister von Neukölln gilt, steuerte einen Text bei. Die Polizeizahlen seien „aufgebauscht“, weil Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zusammen erfasst würden. Das Konzept diene dazu, die muslimische und arabische Bevölkerung zu „kriminalisieren“.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Das amtliche Lagebild für 2025, veröffentlicht im Juni 2026, zählt in Berlin 685 Personen zum Phänomenbereich Clankriminalität, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Registriert wurden 952 Straftaten durch 342 Tatverdächtige. Ganz vorn liegen Rohheitsdelikte. Ob man das ein Märchen aus dem Boulevard nennen möchte?

Weniger Polizisten als Wahlprogramm

Brisant wird es dort, wo aus Theorie Programm wird. Auf dem Landesparteitag im April brachte Schulz Anträge ein, um Brennpunkt- und Präsenzeinheiten abzubauen und Verbundeinsätze abzuschaffen. Außerdem sollte die Polizei keine neuen Beamten mehr einstellen. Beide Forderungen finden sich in abgewandelter Form im Wahlprogramm wieder.

Auch außerhalb Berlins klingt es ähnlich. Ulla Jelpke nannte den Begriff 2019 im Bundestag „irreführend und diskriminierend“. Die Niedersachsen-Linke sprach 2023 von einem „rechtspopulistischen Narrativ“. Die hessischen Genossen gingen 2025 noch weiter und behaupteten, die Politik gegen Shishabars habe auch zum Anschlag von Hanau geführt.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das ein gefährliches Signal. Wer Kontrollen als Rassismus brandmarkt und gleichzeitig Polizeistellen streichen will, schwächt genau den Rechtsstaat, auf den gesetzestreue Bürger in Neukölln angewiesen sind, egal welcher Herkunft. Sollte die Linke in Berlin mitregieren, könnten am Ende vor allem jene profitieren, gegen die sich die Razzien richten.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“