
Macheten-Amok in Görlitz: Bewaffneter stürmt durch die Innenstadt
Es sind Szenen, die man eher aus Krisengebieten kennt als aus einer sächsischen Kleinstadt: Am Dienstagnachmittag rannte ein 49-jähriger Mann mit einer Machete durch die Görlitzer Innenstadt und sorgte für einen Großeinsatz der Polizei. Erst auf dem Brautwiesenplatz gelang es den Beamten, den Bewaffneten zu überwältigen und festzunehmen. Dass dabei offenbar niemand verletzt wurde, grenzt an ein Wunder.
Zeugen alarmierten die Polizei
Mehrere Passanten hatten zuvor die Polizei verständigt, nachdem sie einen Mann mit einem „messerähnlichen Gegenstand" auf der Landeskronstraße beobachtet hatten. Was sich zunächst wie eine vorsichtige Umschreibung anhört, entpuppte sich als das, was es war: eine Machete. Ein großes, gefährliches Hiebwerkzeug, mitten in einer deutschen Innenstadt, am helllichten Tag.
Videoaufnahmen, die von der Sächsischen Zeitung veröffentlicht wurden, dokumentieren den Polizeieinsatz in seiner ganzen Dramatik. Mehrfach forderten die Beamten den Mann auf, seine Waffe fallen zu lassen. Erst als mehrere Polizisten gleichzeitig zugriffen, konnte er entwaffnet und zu Boden gebracht werden. Der Mann wurde anschließend medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert.
„Psychischer Ausnahmezustand" – die übliche Beschwichtigung?
Die Polizeidirektion Görlitz teilte mit, ein psychischer Ausnahmezustand könne „derzeit nicht ausgeschlossen werden". Man kennt diese Formulierung mittlerweile zur Genüge. Sie ist zum Standardrepertoire polizeilicher Pressemitteilungen geworden, wann immer jemand mit einer Waffe durch deutsche Städte marodiert. Auslöser des Vorfalls sei eine körperliche Auseinandersetzung des Mannes mit einem 43-Jährigen gewesen, bei der die Machete allerdings noch keine Rolle gespielt haben soll. Der Revierkriminaldienst Görlitz hat die Ermittlungen übernommen.
Bei dem Täter soll es sich laut Polizeiangaben um einen 49-jährigen Deutschen handeln. Weitere Details zur Person wurden – wie so oft – nicht mitgeteilt. Man darf gespannt sein, ob die Ermittlungen hier noch weitere Erkenntnisse zutage fördern werden.
Messerkriminalität in Deutschland: Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Der Vorfall in Görlitz reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Waffen- und Messerattacken, die Deutschland seit Jahren in Atem halten. Die Statistik des Bundeskriminalamts für das Jahr 2024 spricht Bände: 29.014 Fälle von Messerstraftaten wurden erfasst – ein erschreckendes Ausmaß, das noch vor einem Jahrzehnt undenkbar gewesen wäre. Rund 43 Prozent davon waren Gewalttaten, bei 54 Prozent handelte es sich um Bedrohungen. Dass das BKA bei der Messerkriminalität keine differenzierten Zahlen zur Staatsangehörigkeit der Täter liefert, obwohl Ausländer bei Gewaltkriminalität im Allgemeinen deutlich überrepräsentiert sind, wirft Fragen auf, die dringend beantwortet werden müssten.
Ob Machete, Messer oder Axt – die zunehmende Bewaffnung im öffentlichen Raum ist ein Symptom einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Waffenverbotszonen, wie sie in immer mehr deutschen Städten eingerichtet werden, erweisen sich dabei als das, was sie sind: symbolische Maßnahmen, die an den eigentlichen Ursachen nichts ändern. Denn wer bereit ist, mit einer Machete durch eine Innenstadt zu rennen, den wird ein Verbotsschild kaum aufhalten.
Ein Land, das seine Bürger nicht mehr schützen kann?
Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf, sich in ihren Städten sicher zu fühlen. Dass dies immer weniger der Fall ist, liegt nicht an mangelndem Einsatz der Polizeibeamten – die in Görlitz einmal mehr professionell und mutig gehandelt haben –, sondern an einer jahrelangen politischen Fehlsteuerung, die Sicherheit systematisch vernachlässigt hat. Es ist die Meinung nicht nur unserer Redaktion, sondern eines Großteils der deutschen Bevölkerung: Wir brauchen Politiker, die konsequent für die Sicherheit der Bürger eintreten und nicht bei jedem Vorfall reflexartig nach „psychischen Ausnahmezuständen" suchen, anstatt die strukturellen Probleme beim Namen zu nennen. Deutschland verdient eine Politik, die wieder für und nicht gegen die Interessen seiner Bürger arbeitet.

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