
Mehr Schuften für den Staat: CDU-Ministerpräsident fordert Deutsche zur Mehrarbeit auf

Während Millionen Bürger bereits unter der Last von Steuern, Abgaben und explodierenden Lebenshaltungskosten ächzen, setzt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein noch einen drauf. Der CDU-Politiker fordert allen Ernstes, die Deutschen müssten sich daran gewöhnen, wieder mehr zu arbeiten. Die Vier-Tage-Woche sei ein Irrweg, der unseren Wohlstand gefährde, so der Christdemokrat im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Griechenland als leuchtendes Vorbild?
Besonders pikant erscheint dabei Rheins Verweis auf Griechenland als Vorbild. Ausgerechnet jenes Land, das vor wenigen Jahren noch am Tropf europäischer Rettungspakete hing und dessen Schulden zu einem erheblichen Teil vom deutschen Steuerzahler getragen wurden, soll nun als Musterbeispiel für Arbeitsmoral herhalten. Dort diskutiere man bereits über eine Sechs-Tage-Woche, schwärmt der Ministerpräsident. Man fragt sich unwillkürlich, ob Rhein die Ironie seiner eigenen Worte überhaupt bemerkt.
Der CDU-Politiker beklagt, dass Leistung in den vergangenen Jahren einen „negativen Klang" bekommen habe. Das Schlagwort „Work-Life-Balance" scheint ihm regelrecht ein Dorn im Auge zu sein. Stattdessen fordert er einen „neuen Respekt vor Leistung" – wobei sich die Frage aufdrängt, wessen Leistung hier eigentlich gemeint ist.
Die wahren Ursachen der Misere werden verschwiegen
Was Rhein geflissentlich verschweigt: Die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands sind nicht etwa auf faule Arbeitnehmer zurückzuführen. Sie sind das direkte Ergebnis einer jahrelangen politischen Fehlsteuerung, an der auch seine eigene Partei maßgeblich beteiligt war. Die überstürzte Energiewende, die Abschaltung funktionierender Kernkraftwerke, eine ausufernde Bürokratie und eine Migrationspolitik, die Milliarden verschlingt – all das hat Deutschland in die gegenwärtige Lage manövriert.
Statt die eigenen Versäumnisse einzugestehen, wird nun der arbeitenden Bevölkerung die Schuld zugeschoben. Eine Taktik, die so durchsichtig wie dreist erscheint. Denn während der einfache Bürger bereits mehr als die Hälfte seines Einkommens an den Staat abführt, werden gleichzeitig Milliarden für fragwürdige Projekte verpulvert – von Radwegen in Peru bis hin zu üppigen Gehältern für öffentlich-rechtliche Intendanten.
Merz legt nach: Arbeitszeitgesetz soll fallen
Bundeskanzler Friedrich Merz steht seinem Parteifreund in nichts nach. Der CDU-Chef hat kürzlich gefordert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und das Arbeitszeitgesetz zu streichen. Jenes Gesetz, das Arbeitnehmer vor Ausbeutung schützt, indem es Höchstarbeitszeiten und Mindestpausen vorschreibt, soll offenbar dem Altar der Wirtschaftlichkeit geopfert werden.
„Mit einer Vier-Tage-Woche und weniger Arbeit werden wir unseren Wohlstand nicht halten."
Diese Aussage Rheins offenbart ein fundamentales Missverständnis. Denn der Wohlstand der Deutschen erodiert nicht, weil zu wenig gearbeitet wird. Er erodiert, weil die Früchte der Arbeit zunehmend in einem aufgeblähten Staatsapparat versickern, der seine Bürger mehr und mehr als Melkkühe betrachtet.
Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet
Warum fordert Rhein eigentlich ausschließlich von den Deutschen mehr Arbeit? Was ist mit den Hunderttausenden, die seit Jahren im Bürgergeld verharren? Was ist mit jenen, die ohne nennenswerte Qualifikation ins Land gekommen sind und sich vom ersten Tag an im sozialen Netz eingerichtet haben? Diese unbequemen Fragen werden wohlweislich nicht gestellt.
Die schwarz-rote Bundesregierung habe bereits eine „echte Wende" eingeleitet, behauptet Rhein. Man sollte häufiger darüber reden, was in Deutschland funktioniere. Der Staat sei nicht dysfunktional, „auch wenn die AfD das immer behauptet". Dieser Seitenhieb auf die Opposition verrät mehr über die Nervosität der Regierenden als über den tatsächlichen Zustand des Landes.
Ein Appell, der ins Leere läuft
Die Forderung nach mehr Arbeit mag in den Ohren mancher Wirtschaftsvertreter wie Musik klingen. Doch sie ignoriert eine fundamentale Wahrheit: Arbeit muss sich lohnen. Solange der Staat jeden zusätzlich verdienten Euro zur Hälfte wieder einkassiert, solange Leistungsträger bestraft und Leistungsverweigerer alimentiert werden, wird kein noch so flammender Appell die Menschen zu mehr Einsatz bewegen.
Die Deutschen sind nicht faul. Sie sind erschöpft – erschöpft von einer Politik, die ihnen immer mehr abverlangt und immer weniger zurückgibt. Vielleicht sollte Herr Rhein einmal darüber nachdenken, bevor er das nächste Mal den Zeigefinger hebt.
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