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09.10.2026
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KI-generiert

Metall-Alarm: Kupfer und Nickel droht bis 2035 die Preisverdopplung!

Metall-Alarm: Kupfer und Nickel droht bis 2035 die Preisverdopplung!
Symbolbild: KI-generiert

Der Kreditversicherer Coface warnt vor einem Engpass bei Industriemetallen. In einer neuen Studie kommen die Ökonomen zu dem Ergebnis, dass sich Kupfer und Nickel innerhalb von zehn Jahren ungefähr im Preis verdoppeln könnten. Der Grund: Die Nachfrage steigt deutlich schneller, als die Minen der Welt liefern können.

Die Rechnung geht nicht mehr auf

Die Studie trägt den Titel „Back to the Future (Cycle)“. Sie stützt sich auf Daten der London Metal Exchange, der Weltbank und der Internationalen Energieagentur. Untersucht wurden Stahl, Aluminium, Kupfer, Zink und Nickel. Diese fünf Metalle machen der Analyse zufolge rund 95 Prozent der weltweiten Metallnachfrage nach Volumen aus.

Die Zahlen sind ernüchternd. Das Angebot an Kupfer soll pro Jahr nur um 1,0 Prozent wachsen, bei Nickel um 1,5 Prozent und bei Aluminium sogar nur um 0,4 Prozent. Die Nachfrage steigt dagegen jährlich um mindestens 1,8 Prozent. Wenn die Welt ihre strengen Netto-Null-Ziele tatsächlich verfolgt, wächst sie bei Kupfer um 2,2 Prozent und bei Nickel um bis zu 4,5 Prozent.

  • Kupfer: Das Defizit bei raffiniertem Metall könnte bis 2035 von 1,5 auf bis zu 6,5 Millionen Tonnen wachsen. Das wären 11 bis 17 Prozent des Weltbedarfs.
  • Nickel: Im Klimaneutralitäts-Szenario droht eine Lücke von rund 35 Prozent, vor allem wegen der Batterieproduktion.
  • Aluminium: Hier fehlen 5 bis 15 Millionen Tonnen. Schuld ist laut der Studie aber nicht die Geologie, sondern ein Mangel an günstigem Strom und an Schmelzkapazitäten.

Energiewende und KI fressen das Kupfer

Laut Coface fließen schon heute fast drei Viertel des weltweiten Kupferbedarfs in die Elektrifizierung. Dazu gehören Stromnetze, Elektroautos, Batteriespeicher und die schnell wachsende Zahl an KI-Rechenzentren. Bis 2035 könnten saubere Energietechnologien allein etwa 35 Prozent der Nachfrage nach Kupfer und Nickel ausmachen.

Für Deutschland ist das eine bittere Botschaft. Die Bundesregierung hat die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz festgeschrieben und will Hunderte Milliarden Euro in Infrastruktur stecken. Für Netzausbau und Wärmepumpen braucht sie Unmengen an Metall. Ein Land ohne eigene Kupferminen kauft sich damit tief in genau den Markt ein, der laut der Studie knapp wird. Wer die Rohstoffpolitik nicht mitdenkt, plant am Ende teurer, als er es den Bürgern verspricht.

15 bis 20 Jahre bis zur ersten Tonne

Lässt sich die Lücke mit höheren Preisen schnell schließen? Kaum. Von der Entdeckung einer Lagerstätte bis zur kommerziellen Förderung vergehen laut der Analyse heute 15 bis 20 Jahre. Gründe dafür sind langwierige Genehmigungen, unsichere Explorationsergebnisse und geringe Anreize, die Förderkapazitäten auszubauen. Bei Kupfer und Nickel fehlt es den Analysten zufolge schlicht an genug abbaubaren Erzvorkommen.

Dazu kommt die Geopolitik. Die Zahl der Ex- und Importbeschränkungen für mineralische Rohstoffe ist binnen eines Jahrzehnts von 357 auf 1.138 gestiegen, Stand Ende 2025. Coface-Ökonom Marcos Carias sieht die US-Zölle als Teil dieses größeren Umbruchs im Metallhandel. Verarbeiter und Industrie müssten sich deshalb auf dauerhaft höhere Metallkosten einstellen und sollten nicht auf Entlastung durch neue Handelsabkommen hoffen.

Was das für Sparer bedeutet

Die Studie beschreibt keine kurzfristige Preisspitze, sondern einen tiefgreifenden Wandel. Knappe Rohstoffe, Handelsbarrieren und politisch gewollte Nachfrage treiben die Kosten nach oben, und am Ende zahlen Industrie und Verbraucher. Sparer, die ihr Vermögen gegen solche Inflationsrisiken absichern wollen, sollten sich daran erinnern, dass sich Sachwerte in solchen Phasen historisch bewährt haben.

Gold und Silber stehen derzeit auf hohem Niveau. Silber ist dabei nicht nur Wertspeicher, sondern auch selbst ein gefragtes Industriemetall für Solartechnik und Elektronik. Physische Edelmetalle können deshalb eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sein, ohne dass man auf einzelne Minenprojekte oder Bergbauaktien setzen muss.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Rohstoffen oder Edelmetallen dar. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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