
Milliarden für die Truppe: Deutschlands größte Aufrüstungswelle seit dem Kalten Krieg

Während die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht die Gemüter erhitzt, vollzieht sich im Hintergrund eine beispiellose Aufrüstung der deutschen Streitkräfte. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat kurz vor Weihnachten Rüstungsaufträge in einem Umfang von knapp 50 Milliarden Euro freigegeben – eine Summe, die selbst hartgesottene Verteidigungsexperten aufhorchen lässt.
Panzer, Haubitzen und Radfahrzeuge im Großeinkauf
Die Einkaufsliste der Bundeswehr liest sich wie der Wunschzettel eines Militärstrategen aus vergangenen Zeiten. Allein 500 Radhaubitzen des Typs RCH 155 sollen beschafft werden, ein Waffensystem mit einer Reichweite von 40 Kilometern. Die ersten 84 Exemplare im Wert von 1,2 Milliarden Euro werden ab 2028 geliefert. Damit verdoppelt sich die klassische Rohrartillerie der Bundeswehr nahezu.
Doch das ist nur der Anfang. Der finnische Rüstungskonzern Patria erhielt den Auftrag für 349 Radpanzer vom Typ CAVS, die den altersschwachen Transportpanzer Fuchs ersetzen sollen. Kostenpunkt: mehr als eine Milliarde Euro. Besonders ambitioniert erscheint der Plan, die Puma-Flotte von derzeit rund 400 auf bis zu 1.000 Schützenpanzer aufzustocken. Die ersten 200 zusätzlichen Fahrzeuge wurden bereits bei Rheinmetall und KNDS für 4,2 Milliarden Euro bestellt.
Luftverteidigung und Weltraumaufklärung als Prioritäten
Die Bedrohungslage durch russische Raketen hat offenbar auch beim Thema Luftverteidigung zu einem Umdenken geführt. Das in Israel beschaffte Arrow-System wird massiv aufgestockt – die Vertragserweiterung beläuft sich auf stolze 3,1 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt das weltraumgestützte Aufklärungssystem SPOCK, das feindliche Mobilisierungsaktivitäten frühzeitig erkennen soll.
Die Bundeswehr soll zur stärksten konventionellen Armee Europas werden – so lautet das erklärte Ziel der Bundesregierung.
Für vier Milliarden Euro orderte das Beschaffungsamt zudem knapp 3.000 geschützte Fahrzeuge des Typs Eagle V. Die Rahmenverträge sehen sogar eine Bestellung von bis zu 6.000 dieser Geländewagen vor.
Kritische Fragen bleiben unbeantwortet
Man mag diese Aufrüstung angesichts der geopolitischen Lage für notwendig halten. Doch die Frage drängt sich auf: Woher soll das Geld kommen? Ein Staat, der sich von einer Haushaltskrise zur nächsten hangelt, plant die größte Aufrüstung seit Jahrzehnten. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz beschlossen hat, wird künftige Generationen mit Zinszahlungen belasten – trotz aller Versprechen, keine neuen Schulden zu machen.
Und wer soll diese hochmodernen Waffensysteme eigentlich bedienen? Die Bundeswehr kämpft seit Jahren mit Personalmangel. Die neuen Fragebögen an 18-Jährige mögen ein erster Schritt sein, doch ob sie ausreichen werden, um die ambitionierten Ziele zu erreichen, darf bezweifelt werden. Die vorweihnachtliche Einkaufstour war jedenfalls nur der Auftakt – weitere Milliarden-Aufträge werden folgen.
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