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08.04.2026
05:58 Uhr

Mundtot gemacht: LMU München entsorgt unbequemen Corona-Kritiker in den Ruhestand

Was in einer funktionierenden Demokratie eigentlich undenkbar sein sollte, ist an der Ludwig-Maximilians-Universität München offenbar gelebte Praxis geworden: Ein Professor, der es wagte, die Corona-Politik und die zunehmende Einseitigkeit der deutschen Medienlandschaft zu kritisieren, wurde kurzerhand vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Michael Meyen, bis vor kurzem noch Inhaber eines Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft, erhielt Ende März per Postzustellungsurkunde die Nachricht, dass seine Karriere an der LMU zum 1. April beendet sei.

Ein unbequemer Geist wird kaltgestellt

Die Universität hüllt sich derweil in Schweigen. Man könne sich „aus datenschutzrechtlichen Gründen" nicht äußern, ließ die Presseabteilung verlauten. Datenschutz als Schutzschild gegen unbequeme Fragen – man kennt das Muster. Meyen selbst, der seit September 2024 krankgeschrieben war, kommentierte die Entscheidung auf seinem Blog „Freie Medienakademie" mit den Worten, sie komme „nicht überraschend". Und tatsächlich: Wer die Chronologie der Ereignisse betrachtet, erkennt ein systematisches Vorgehen, das an dunklere Kapitel deutscher Universitätsgeschichte erinnert.

Zwei Disziplinarverfahren, beide mit Gehaltskürzungen geahndet. Der Vorwurf einer angeblichen „Delegitimierung des Staates". Die Feststellung einer „bestimmten Neigung des Beamten, einer bestimmten Charaktereigenschaft" durch die Landesanwaltschaft Bayern. Man reibt sich die Augen. Sind wir hier noch in einem Rechtsstaat, oder befinden wir uns bereits in einem Gesinnungsstaat, in dem nicht mehr die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit zählt, sondern die politische Konformität?

Vom DDR-Journalismus zur westdeutschen Meinungsenge

Die Biografie Meyens liest sich wie eine bittere Ironie der Geschichte. 1967 in der DDR geboren, studierte er Journalistik an der berüchtigten Karl-Marx-Universität Leipzig – einer Kaderschmiede für systemtreue Journalisten des SED-Regimes. Doch Meyen verstand sich nie als Sprachrohr der Macht. Nach der Wende widmete er sich der Wissenschaft, getrieben von der Überzeugung, dass in einer freien Gesellschaft alle Meinungen und Interpretationen offen diskutiert werden müssten. 2002 erhielt er seinen Posten an der LMU München.

Dass ausgerechnet ein Mann, der die Unfreiheit eines totalitären Systems am eigenen Leib erfahren hat, nun im wiedervereinigten Deutschland mundtot gemacht wird, weil er unbequeme Wahrheiten ausspricht – das ist mehr als nur ein akademischer Einzelfall. Es ist ein Symptom einer Gesellschaft, die sich in einem besorgniserregenden Tempo von den Grundprinzipien der Meinungsfreiheit entfernt.

Die Vorwürfe: Ein Sammelsurium an Absurditäten

Was genau wird Meyen eigentlich vorgeworfen? Die Reihe der Anschuldigungen beginnt 2019 mit einer privaten Spendensammlung für die Rote Hilfe – eine Organisation, die man durchaus kritisch sehen kann und muss, die aber legal operiert. Meyen erklärte, die Spenden seien zweckgebunden für Verfahren gewesen, in denen die Meinungsfreiheit im Fokus stand. Die Landesanwaltschaft monierte, er habe die Verwendung der Gelder nicht ausreichend überprüft. Ein Vorwurf, der in seiner Kleinteiligkeit fast schon komisch anmutet – wäre die Konsequenz nicht so gravierend.

Dann die Sache mit dem „Demokratischen Widerstand": Im Frühjahr 2023 wurde Meyen in zwei Ausgaben als Mitherausgeber der maßnahmenkritischen Zeitung geführt. Er habe sich schnell wieder zurückgezogen, da sich das Blatt nicht in die gewünschte Richtung entwickelt habe, erklärte er. Doch der Stempel der „Delegitimierung des Staates" war bereits aufgedrückt. Eine Markierung, die in ihrer Unschärfe an Begriffe erinnert, mit denen man in der DDR politisch Unliebsame brandmarkte.

Besonders perfide mutet das zweite Disziplinarverfahren an: Während seiner Krankschreibung veröffentlichte Meyen Texte und Videos im Rahmen seiner Freien Medienakademie. Dies wurde ihm als Verletzung der „Gesunderhaltungspflicht für Beamte" ausgelegt. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein kranker Professor, der von zu Hause aus publiziert, wird dafür bestraft, dass er seinen Geist nicht ruhen lässt. Als ob das Schreiben von Texten und das Aufnehmen von Videos eine körperliche Schwerstarbeit wäre, die der Genesung im Wege stünde.

Zweierlei Maß an deutschen Universitäten

Was den Fall Meyen besonders brisant macht, ist der eklatante Doppelstandard, der an deutschen Hochschulen herrscht. Während ein Professor für seine – wohlgemerkt überwiegend private – Kritik an der Corona-Politik und der Medienlandschaft aus dem Dienst entfernt wird, dulden dieselben Institutionen seit Monaten weitaus gravierendere Zustände.

An Berliner Universitäten wurden monatelang Protestcamps errichtet, Vorlesungssäle verwüstet und Räumlichkeiten besetzt. Die Präsidentin der TU Berlin steht seit Langem in der Kritik. An der Humboldt-Universität forderten über 350 Wissenschaftler einen wissenschaftlichen Boykott Israels. Konsequenzen? Fehlanzeige. Doch ein Kommunikationswissenschaftler, der die Einseitigkeit der Medien erforscht und die Verhältnismäßigkeit staatlicher Corona-Maßnahmen hinterfragt, wird mit der vollen Härte des Disziplinarrechts überzogen.

Die „Propaganda-Matrix" und ihre Wächter

Meyens wissenschaftliches Werk ist dabei alles andere als randständig. In zahlreichen Publikationen, darunter das vielbeachtete Buch „Die Propaganda-Matrix", untersuchte er die zunehmende Gleichförmigkeit der deutschen Medienlandschaft. Er übte deutliche Kritik an öffentlich-rechtlichen wie privaten Medienkonzernen und legte den Finger in eine Wunde, die viele Bürger längst spüren: die schleichende Erosion journalistischer Vielfalt und Unabhängigkeit.

Dass ausgerechnet ein Medienwissenschaftler, dessen Kernkompetenz die kritische Analyse von Medienstrukturen ist, für eben diese Arbeit bestraft wird, offenbart ein erschreckendes Selbstverständnis der akademischen und staatlichen Institutionen. Es entsteht der Eindruck, dass Medienkritik nur so lange erwünscht ist, wie sie sich gegen die „richtigen" Ziele richtet – nicht aber gegen das eigene System.

Ein Warnsignal für die Wissenschaftsfreiheit

Der Fall Meyen ist kein isoliertes Ereignis. Er reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Vorfällen, bei denen Wissenschaftler, die während der Corona-Pandemie abweichende Meinungen vertraten, berufliche Konsequenzen zu spüren bekamen. Die Botschaft, die von solchen Fällen ausgeht, ist verheerend: Wer als Akademiker den Konsens der politischen und medialen Eliten infrage stellt, riskiert seine Karriere.

Dabei war es gerade die Corona-Zeit, die gezeigt hat, wie wichtig ein offener wissenschaftlicher Diskurs ist. Viele der damals als „Verschwörungstheorien" abgetanen Positionen – von der Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen bis hin zu den Nebenwirkungen der Impfstoffe – haben sich im Nachhinein als zumindest diskussionswürdig erwiesen. Doch statt eine ehrliche Aufarbeitung zu betreiben, werden diejenigen, die frühzeitig Zweifel anmeldeten, weiterhin bestraft.

Meyen klagt derzeit noch gegen beide Disziplinarverfügungen; sie sind daher formal noch nicht in Kraft getreten. Ob die Gerichte ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen, bleibt abzuwarten. Doch unabhängig vom juristischen Ausgang sendet dieser Fall eine unmissverständliche Botschaft an alle Wissenschaftler in Deutschland: Denke frei, aber schweige – oder trage die Konsequenzen. Dass ein solcher Zustand im Jahr 2026 in einem Land herrscht, das sich als Hort der Meinungsfreiheit und der akademischen Unabhängigkeit versteht, sollte jeden freiheitsliebenden Bürger zutiefst beunruhigen.

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