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Kettner Edelmetalle
18.03.2026
07:04 Uhr

Ölpreise geben nach, Asien-Börsen atmen auf – doch die Fed könnte die Euphorie jäh beenden

Während der Nahe Osten weiterhin in Flammen steht und die Welt gebannt auf die Straße von Hormus blickt, gönnten sich die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch eine seltene Verschnaufpause. Der Grund: Ein vorübergehender Rückgang der Ölpreise, der wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde wirkt. Doch die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor – die US-Notenbank Federal Reserve tagt, und ihre Entscheidungen könnten die fragile Marktstimmung in Sekundenschnelle kippen.

Ölpreise: Trügerische Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Die Rohölsorte Brent fiel um 2,2 Prozent auf 101,09 Dollar pro Barrel, während das amerikanische WTI sogar um 3,3 Prozent auf 93,05 Dollar nachgab. Auslöser dieser kurzfristigen Entspannung war eine Einigung zwischen der irakischen Regierung und den kurdischen Behörden, die Ölexporte über den türkischen Hafen Ceyhan wieder aufzunehmen. Ein Tropfen auf den heißen Stein, möchte man meinen – denn die strategisch bedeutsame Straße von Hormus bleibt weitgehend geschlossen.

Natasha Kaneva, Leiterin der globalen Rohstoffforschung bei JPMorgan, warnte eindringlich: Die scheinbare Stabilität der Ölpreise spiegele lediglich einen temporären Puffer wider, geschaffen durch regionale Lagerbestände und politische Interventionen. Sollte die Meerenge nicht wiedereröffnet werden, würden Brent und WTI unweigerlich deutlich höher notieren, sobald die atlantischen Lagerbestände aufgebraucht seien und der globale Markt bei einem materiell engeren Angebotsniveau räumen müsse.

Asiens Börsen im Höhenflug – China tanzt aus der Reihe

Die Erleichterung an den Rohstoffmärkten schlug unmittelbar auf die Aktienmärkte durch. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan legte um beachtliche 1,6 Prozent zu. Südkorea schoss regelrecht nach oben – ein Plus von mehr als vier Prozent. Japans Nikkei-Index kletterte um 2,6 Prozent. Selbst die US-Futures zeigten sich freundlich: S&P-500-Futures stiegen um 0,4 Prozent, Nasdaq-Futures um 0,5 Prozent.

Chinas Blue-Chip-Index CSI 300 hingegen fiel um 0,5 Prozent und tanzte damit aus der Reihe. Ein Zeichen dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit ganz eigenen strukturellen Problemen kämpft, die sich nicht durch einen vorübergehenden Ölpreisrückgang lösen lassen.

Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Technologiewerte durch Berichte, wonach Nvidia eine chinesische Genehmigung für den Verkauf seiner zweitstärksten KI-Chips erhalten habe. Auch die Erwartung starker Quartalszahlen des Chipherstellers Micron Technology stützte die Stimmung.

Die Fed am Scheideweg: Zinssenkungen ade?

Doch das eigentliche Großereignis des Tages steht noch bevor. Nachdem die australische Zentralbank bereits mit einer Zinserhöhung vorgelegt hatte, richtet sich nun alle Aufmerksamkeit auf die Federal Reserve. Die Kernfrage lautet: Wie balanciert die mächtigste Notenbank der Welt zwischen Wachstumsrisiken und Inflationsdruck – in einer Zeit, in der ein eskalierender Nahostkonflikt die globale Energieversorgung bedroht?

Besonders brisant dürfte der sogenannte „Dot Plot" werden – jene Grafik, in der die Fed-Mitglieder ihre Zinserwartungen für die kommenden Jahre einzeichnen. Die Gefahr ist real, dass die Notenbanker für das laufende Jahr überhaupt keine Zinssenkungen mehr prognostizieren könnten. IG-Analyst Tony Sycamore formulierte es treffend: Der Konsens deute zwar noch auf eine einzelne Zinssenkung um 25 Basispunkte für 2026 hin, doch es bestehe eine „anständige Chance", dass die Prognosen in Richtung null Senkungen kippen könnten – sollte der Ölpreisschock zu hartnäckigerer Inflation führen.

Fed-Chef Jerome Powell wird zudem eine Pressekonferenz abhalten. Die Märkte werden jedes seiner Worte auf die Goldwaage legen – nicht zuletzt, weil seine Amtszeit als Vorsitzender im Mai endet und Spekulationen kursieren, ob er als einfaches Vorstandsmitglied im Board verbleiben werde.

Das Schreckgespenst der Stagflation

Was die Märkte wirklich fürchten, ist ein Szenario, das Ökonomen seit den 1970er-Jahren kennen: Stagflation – eine toxische Mischung aus wirtschaftlicher Stagnation und steigenden Preisen. Der Nahostkonflikt, bei dem Israel seine Offensive durch die Tötung des iranischen Sicherheitschefs intensivierte und Iran mit Angriffen auf Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten reagierte, treibt genau dieses Szenario voran. Ein hochrangiger iranischer Beamter habe erklärt, der neue Oberste Führer habe Deeskalationsangebote von Vermittlern zurückgewiesen – ein schnelles Ende des Konflikts sei damit nicht in Sicht.

Für Deutschland und Europa sind diese Entwicklungen von besonderer Brisanz. Die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft, die unter den Folgen einer jahrelangen energiepolitischen Geisterfahrt leidet, kann sich einen weiteren Ölpreisschock schlicht nicht leisten. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt und damit die Schuldenlast künftiger Generationen weiter aufbläht, droht von der Energiepreisfront neues Ungemach. Die EUROSTOXX-50-Futures legten zwar um 0,6 Prozent zu, doch diese Gewinne könnten sich als ebenso flüchtig erweisen wie die Entspannung am Ölmarkt.

Währungen und Anleihen: Flucht in sichere Häfen

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar zum dritten Mal in Folge nach und fiel um 0,2 Prozent auf 158,7 Yen. Der Euro hielt sich stabil bei 1,1541 Dollar. Bei den Staatsanleihen setzten sich die Kursgewinne fort – die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank um zwei Basispunkte auf 4,179 Prozent und entfernte sich damit weiter vom jüngsten Hoch bei 4,29 Prozent.

Diese Bewegungen zeigen deutlich: Investoren suchen Sicherheit. Und genau hier lohnt sich der Blick auf physische Edelmetalle. In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, drohender Stagflation und einer Geldpolitik, die zwischen allen Stühlen sitzt, haben Gold und Silber historisch stets ihre Rolle als Krisenwährung unter Beweis gestellt. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten dieser zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, findet in physischen Edelmetallen eine bewährte Ergänzung zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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