
Ölpreise steigen: Iran-Proteste und Venezuela-Krise sorgen für Nervosität an den Märkten

Die globalen Ölmärkte zeigen sich zum Wochenausklang nervös. Während in Iran die Proteste gegen das Regime an Fahrt gewinnen und die USA ihre Kontrolle über Venezuelas Ölsektor ausweiten, klettern die Rohölpreise deutlich nach oben. Ein Szenario, das einmal mehr die fragile Abhängigkeit der westlichen Welt von politisch instabilen Förderregionen offenbart.
Unruhen im Iran treiben die Preise
Die Brent-Futures legten am Freitag um 0,8 Prozent auf 62,49 US-Dollar pro Barrel zu, während das amerikanische WTI-Rohöl um 0,9 Prozent auf 58,27 Dollar stieg. Beide Referenzwerte hatten bereits am Vortag mehr als drei Prozent zugelegt – nach zwei Tagen des Rückgangs. Auf Wochensicht steht Brent damit bei einem Plus von drei Prozent, WTI bei knapp zwei Prozent.
Ole Hansen, Rohstoffanalyst bei der Saxo Bank, bringt die Lage auf den Punkt:
„Die Iran-Proteste scheinen an Dynamik zu gewinnen, was den Markt wegen möglicher Lieferunterbrechungen beunruhigt."
Tatsächlich meldete die Internetüberwachungsgruppe NetBlocks am Donnerstag einen landesweiten Internetausfall im Iran. Die Proteste in Teheran, Mashhad und Isfahan richten sich gegen die wirtschaftliche Misere des Landes – ein Pulverfass, das jederzeit explodieren könnte und die Ölexporte des wichtigen OPEC-Mitglieds gefährden würde.
Trumps Venezuela-Strategie: Kontrolle über den Ölsektor
Parallel zu den Entwicklungen im Nahen Osten sorgt die aggressive Venezuela-Politik der Trump-Administration für zusätzliche Marktspannung. Das Weiße Haus hat für Freitag Vertreter großer Ölkonzerne und Handelshäuser eingeladen, um über die Vermarktung venezolanischer Ölreserven zu verhandeln.
Nach der Festnahme von Präsident Nicolas Maduro am vergangenen Samstag fordert Trump den vollständigen Zugang zum venezolanischen Ölsektor. US-Beamte haben bereits angekündigt, dass Washington die Ölverkäufe und Einnahmen des südamerikanischen Landes auf unbestimmte Zeit kontrollieren werde. Eine bemerkenswert direkte Machtdemonstration, die zeigt, wie entschlossen die neue Administration ihre Interessen durchsetzt.
Wettlauf um 50 Millionen Barrel
Der Ölgigant Chevron, die globalen Handelshäuser Vitol und Trafigura sowie weitere Unternehmen konkurrieren nun um Regierungsaufträge zur Vermarktung von bis zu 50 Millionen Barrel Öl. Diese Bestände hat der staatliche Ölkonzern PDVSA angehäuft, während ein strenges Embargo – inklusive der Beschlagnahmung von mittlerweile fünf Tankern – die Exporte praktisch zum Erliegen brachte.
Russland eskaliert: Hyperschallrakete auf Ukraine
Als wäre die geopolitische Gemengelage nicht bereits angespannt genug, feuerte das russische Militär am Freitag seine Hyperschallrakete Oreshnik auf Ziele in der Ukraine ab. Laut Verteidigungsministerium wurden Energieinfrastrukturen getroffen, die den ukrainischen Militär-Industrie-Komplex unterstützen. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts und möglichen Auswirkungen auf russische Ölexporte schwingt am Markt deutlich mit.
Überangebot könnte Preisrally begrenzen
Trotz aller geopolitischen Risiken mahnen Analysten zur Vorsicht. Die globalen Ölbestände steigen weiter an, und das strukturelle Überangebot bleibt der dominierende Faktor, der weitere Preisgewinne begrenzen dürfte. Das chinesische Analysehaus Haitong Futures warnt: Solange die Risiken rund um den Iran nicht weiter eskalieren, sei die aktuelle Erholung wahrscheinlich nur von kurzer Dauer.
Für Anleger bedeutet dies einmal mehr: Die Ölmärkte bleiben ein Spielball geopolitischer Unwägbarkeiten. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, sollte über eine Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem breit gestreuten Portfolio darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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