
Pakistans Verteidigungsminister torpediert eigene Vermittlerrolle mit antisemitischer Hasstirade
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Land, das sich als neutraler Vermittler zwischen den USA und dem Iran inszeniert, lässt seinen Verteidigungsminister ungehindert israelfeindliche Tiraden auf der Plattform X abfeuern – und wundert sich dann über die internationale Empörung. Was sich in Islamabad kurz vor dem geplanten Beginn hochsensibler Verhandlungen abgespielt hat, spottet jeder diplomatischen Vernunft.
Wenn der „Friedensstifter" zum Brandstifter wird
Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif bezeichnete Israel öffentlich als „böse" und als „Fluch für die Menschheit". Damit nicht genug: Er äußerte die Hoffnung, dass jene, die diesen – wie er es nannte – „krebsartigen Staat" geschaffen hätten, „in der Hölle schmoren" mögen. Worte, die an Schärfe kaum zu überbieten sind. Und das ausgerechnet von einem Regierungsvertreter jenes Landes, das die heikle Aufgabe übernommen hat, zwischen Washington und Teheran zu vermitteln.
Die Reaktion aus Jerusalem ließ nicht lange auf sich warten. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte den Ausfall „empörend" und mit der Rolle eines Friedensvermittlers schlicht unvereinbar. Israels Außenminister Gideon Sa'ar ging noch weiter und sprach von „unverhohlen antisemitischen Ritualmordlegenden". Eine Einschätzung, die angesichts der gewählten Rhetorik Asifs durchaus nachvollziehbar erscheint.
Der Libanon-Konflikt als Pulverfass
Hintergrund der Eskalation ist die dramatische Lage im Libanon. Seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor mehr als fünf Wochen hat die Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und Bodeneinsätzen. Allein am Mittwoch sollen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bei israelischen Angriffen mehr als 300 Menschen getötet worden sein. Zahlen, die – sofern sie zutreffen – das Ausmaß der Gewalt in erschreckender Weise verdeutlichen.
US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Telefoninterview, er habe mit Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Angriffe zugesagt. Der israelische Regierungschef selbst bestätigte diese Darstellung allerdings nicht. Stattdessen betonte er, Israel werde die Hisbollah weiter „mit Härte" bekämpfen. Wörtlich hieß es: „Es gibt keine Waffenruhe im Libanon." Ein Satz, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.
Diplomatisches Tauziehen um Waffenruhe
Gleichzeitig nehmen die diplomatischen Bemühungen an Fahrt auf. Ein Beamter des US-Außenministeriums bestätigte, dass in der kommenden Woche in Washington Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon über eine Waffenruhe stattfinden sollen. Details zu Termin und Teilnehmern blieben zunächst offen. Berichten zufolge hätten Trump und sein Sondergesandter Steve Witkoff erheblichen Druck auf Netanjahu ausgeübt, die militärischen Operationen zurückzufahren.
Aus libanesischen Regierungskreisen verlautete hingegen, Verhandlungen könnten nur unter der Voraussetzung einer Waffenruhe stattfinden. Netanjahu selbst kündigte am Abend an, Gespräche mit dem Libanon „so bald wie möglich" beginnen zu wollen. Ziel sei ein „historisches, dauerhaftes Friedensabkommen". Ob diese Worte mehr als bloße Rhetorik sind, wird sich zeigen müssen.
Ein Grundproblem westlicher Nahost-Politik
Der Vorfall offenbart einmal mehr ein fundamentales Problem der internationalen Diplomatie: Wer als Vermittler auftreten will, muss ein Mindestmaß an Neutralität wahren. Pakistan hat diese Grundregel in spektakulärer Weise verletzt. Dass ausgerechnet ein Atomstaat mit eigener islamistischer Problematik als Brückenbauer zwischen den USA und dem Iran fungieren soll, war von Anfang an eine fragwürdige Konstruktion.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die Eskalation im Nahen Osten – vom Iran-Krieg über den Libanon-Konflikt bis hin zu den jüngsten Angriffen auf das israelische Konsulat in Istanbul – zeigt, wie fragil die geopolitische Ordnung geworden ist. In solchen Zeiten braucht es keine ideologisch verblendeten Vermittler, sondern nüchterne Realpolitik. Doch davon ist man in vielen westlichen Hauptstädten leider meilenweit entfernt.
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