
Pentagon zieht die Zügel an: Amerika zuerst – und Europa soll endlich liefern

Die Vereinigten Staaten haben mit ihrer neuen Nationalen Verteidigungsstrategie 2026 ein unmissverständliches Signal an die Welt gesendet. Was Kriegsminister Pete Hegseth auf 34 Seiten präsentierte, ist nichts weniger als eine fundamentale Neuausrichtung amerikanischer Sicherheitspolitik. Der Kern der Botschaft: Washington wird seine eigenen Interessen künftig kompromisslos in den Vordergrund stellen – und erwartet von seinen Verbündeten, dass sie endlich erwachsen werden.
Schonungslose Abrechnung mit der Vergangenheit
Das Pentagon nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Vorgängerregierungen hätten amerikanische Interessen sträflich vernachlässigt, die Weisheit der Monroe-Doktrin vergessen und die eigene Industrie ins Ausland abwandern lassen. Regimewechsel und sogenannte Staatsbildungsprojekte in aller Welt hätten die USA in eine Reihe sinnloser Kriege verwickelt. Eine bittere Bilanz, die man so deutlich selten aus offiziellen Dokumenten herausliest.
Besonders brisant: Die Strategie kritisiert explizit, dass sich Verbündete nicht wie Partner, sondern wie Abhängige verhalten hätten. Diese Haltung habe die Allianzen insgesamt geschwächt und die Gefahr erhöht, dass Amerika in einen dritten Weltkrieg hineingezogen werden könnte. Ein Weckruf, der vor allem in europäischen Hauptstädten für Unruhe sorgen dürfte.
Die vier Säulen der neuen Strategie
An erster Stelle steht der Schutz der eigenen Heimat. Der sogenannte „Golden Dome" soll den amerikanischen Luftraum vor Drohnen und Raketen schützen. Die Grenzen und Küsten werden verteidigt, die nukleare Abschreckung ausgebaut. Terroristen, die eine Gefahr für die USA darstellen, will man weltweit bekämpfen – ohne Rücksicht auf diplomatische Befindlichkeiten.
Die zweite Priorität gilt der Abschreckung Chinas im Indopazifik. Präsident Trump setze dabei auf „Frieden durch Stärke", nicht auf Konfrontation um jeden Preis. Doch die Botschaft ist klar: Die erste Inselkette bleibt amerikanisches Interessengebiet, und Peking sollte sich keine Illusionen machen.
Europa muss endlich auf eigenen Beinen stehen
Die dritte Säule betrifft unmittelbar den alten Kontinent. Die USA kündigen an, ihren Verbündeten nur noch „entscheidende, aber begrenzte Unterstützung" zu gewähren. Europa soll mehr Verantwortung übernehmen – und zwar zeitnah. Israel wird dabei als Musterbeispiel genannt: Der jüdische Staat habe nach dem Massaker vom 7. Oktober bewiesen, dass er willens und fähig sei, sich selbst zu verteidigen.
Für Deutschland und die europäischen NATO-Partner bedeutet dies einen fundamentalen Paradigmenwechsel. Jahrzehntelang hat man sich bequem unter dem amerikanischen Schutzschirm eingerichtet, während die eigenen Verteidigungsausgaben chronisch unterfinanziert blieben. Diese Zeiten scheinen nun endgültig vorbei zu sein.
Russland: Gefährlich, aber beherrschbar
Bemerkenswert nüchtern fällt die Einschätzung Russlands aus. Das Pentagon stuft Moskau als „dauerhafte, aber beherrschbare Bedrohung" ein. Zwar verfüge Russland über das weltweit größte nukleare Arsenal und habe im Ukrainekrieg industrielle Reserven bewiesen. Doch demografische und ökonomische Schwierigkeiten würden das Land daran hindern, eine Hegemonie in Europa zu errichten.
Die europäischen NATO-Partner allein hätten deutlich mehr an wirtschaftlichen, konventionellen militärischen und bevölkerungsmäßigen Kapazitäten als Russland.
Diese Analyse ist ein deutlicher Fingerzeig an jene europäischen Politiker, die seit Jahren die russische Bedrohung als Argument für amerikanische Dauerpräsenz instrumentalisieren. Washington sagt im Grunde: Ihr könnt das selbst – also tut es auch.
Was bedeutet das für Deutschland?
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur wird kaum ausreichen, um gleichzeitig die marode Bundeswehr auf Vordermann zu bringen. Die Amerikaner werden künftig genau hinschauen, ob Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommt – oder weiterhin auf Kosten anderer lebt.
Die vierte Priorität der US-Strategie, der Wiederaufbau der heimischen Verteidigungsindustrie, unterstreicht zudem, dass Amerika seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zurückgewinnen will. Für europäische Rüstungsunternehmen könnte dies bedeuten, dass lukrative Aufträge aus Übersee künftig ausbleiben.
Die Botschaft aus Washington ist unmissverständlich: Die Ära des bequemen Trittbrettfahrens ist vorbei. Europa muss endlich erwachsen werden – ob es will oder nicht.
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