
Pjöngjang baut Wohnungen für Gefallene: Kims zynisches Trostpflaster für den Ukraine-Krieg

Während westliche Regierungen sich in diplomatischen Floskeln verlieren und die Realitäten des Ukraine-Krieges gerne hinter Sanktionspaketen verstecken, liefert Nordkoreas Diktator Kim Jong Un ein Schauspiel der besonderen Art: Er verschenkt Wohnungen an die Familien jener Soldaten, die im Dienste Moskaus auf ukrainischem – oder vielmehr russischem – Boden ihr Leben ließen. Ein Akt der Großzügigkeit? Oder doch eher ein kalkuliertes Manöver, um den nächsten Nachschub an Kanonenfutter zu sichern?
Feierliche Bandzeremonien für die Hinterbliebenen
Am Montag präsidierte Kim persönlich über die Einweihung eines neuen Wohnblocks in Pjöngjang, der ausdrücklich für die Familien gefallener nordkoreanischer Soldaten errichtet worden sei. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete pflichtschuldig von der Zeremonie, bei der Kim eine Rede hielt, die an Pathos kaum zu überbieten war. Die neue Straße sei dank des „glühenden Wunsches unseres Vaterlandes" entstanden, das wolle, dass seine „hervorragenden Söhne, die das Heiligste verteidigten, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer leben werden".
Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen. Ein Regime, das seine eigene Bevölkerung systematisch hungern lässt, stilisiert den Tod junger Männer in einem fremden Krieg zum heroischen Akt – und belohnt die Hinterbliebenen mit einer Wohnung. In einem Land, in dem selbst grundlegende Versorgung ein Luxusgut darstellt, dürfte diese Geste durchaus ihre Wirkung entfalten.
Nordkoreas Soldaten als Moskaus Hilfstruppen
Die Hintergründe sind mittlerweile hinlänglich bekannt: Schätzungsweise zehn- bis vierzehntausend nordkoreanische Soldaten wurden nach Russland entsandt, wo sie vornehmlich in der Provinz Kursk kämpften. Dort halfen sie, die ukrainische Besetzung des südlichen Grenzgebiets zurückzudrängen, die von 2024 bis 2025 andauerte. Südkoreanische Geheimdienstschätzungen gehen davon aus, dass bislang rund 2.000 nordkoreanische Soldaten im Kampf gefallen seien. Die Ukraine hatte zeitweise behauptet, Nordkorea könnte bis zu 30.000 Soldaten entsenden – belastbare Belege für eine derart hohe Zahl fehlen allerdings bis heute.
Erst vergangene Woche hatte Kim öffentlich erklärt, er sei bereit, „bedingungslos alle Politiken und Entscheidungen" des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterstützen. Eine bemerkenswerte Aussage, die das Ausmaß der Abhängigkeit – oder besser: der strategischen Partnerschaft – zwischen Pjöngjang und Moskau offenbart. Was Nordkorea im Gegenzug erhält, darüber lässt sich nur spekulieren: Technologietransfer, Energielieferungen, militärisches Know-how?
Kims Tochter als stille Botschaft
Ein Detail der Zeremonie verdient besondere Aufmerksamkeit: Kim wurde bei der Besichtigung der neuen Wohnungen von seiner Teenager-Tochter Ju Ae begleitet, die als wahrscheinlichste Nachfolgerin des Diktators gilt. Ihre zunehmende Präsenz bei öffentlichen Anlässen ist kein Zufall. Sie ist eine Botschaft – an das eigene Volk wie an die Welt: Die Kim-Dynastie plant langfristig.
Ein Lehrstück in Machtpolitik
Was sich hier vor unseren Augen abspielt, ist ein Lehrstück in zynischer Realpolitik. Nordkorea exportiert seine jungen Männer in einen Krieg, der nicht der ihre ist, und kompensiert die Verluste mit Betonklötzen. Russland erhält dringend benötigte Verstärkung, ohne die eigene Bevölkerung noch stärker belasten zu müssen. Und der Westen? Der schaut zu, verhängt weitere Sanktionen und wundert sich, warum die Welt nicht nach seinen Regeln spielt.
Für den deutschen Beobachter stellt sich unweigerlich die Frage, wie lange Europa noch glaubt, mit Wirtschaftssanktionen und mahnenden Worten eine Weltordnung aufrechterhalten zu können, die längst von ganz anderen Kräften geformt wird. Während in Berlin über Sondervermögen und Schuldenbremsen debattiert wird, schmieden Moskau und Pjöngjang Fakten – in Stahl, Beton und Blut.
Die Wohnungen in Pjöngjang mögen für die betroffenen Familien ein kleiner Trost sein. Für den Rest der Welt sind sie ein unmissverständliches Signal: Die Achse Russland-Nordkorea ist keine vorübergehende Zweckgemeinschaft. Sie ist eine strategische Allianz, die sich mit jedem gefallenen Soldaten weiter verfestigt – und die der Westen bislang sträflich unterschätzt.
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