
Raketen-Deal mit Kiew: Moskau droht London mit Angriffen auf Fabriken

Der Kreml hat Großbritannien wegen neuer Militärhilfe für die Ukraine scharf angegriffen. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf London am Montag vor, mit der Freigabe geheimer Raketentechnik „Öl ins Feuer zu gießen“. Anlass ist der Antrittsbesuch des britischen Premierministers Andy Burnham in Kiew – ausgerechnet am ukrainischen Unabhängigkeitstag.
Was London der Ukraine wirklich mitgebracht hat
Es ist kein symbolisches Gastgeschenk. Nach Angaben der britischen Regierung darf der Rüstungskonzern MBDA künftig geheime Informationen über britische Komponenten des Marschflugkörpers SCALP – in Großbritannien als Storm Shadow bekannt – an Kiew weitergeben.
Das Ziel: gemeinsam mit Frankreich soll bis Jahresende eine eigene ukrainische Produktionslinie für weitreichende Raketen entstehen. Die Waffe fliegt Medienberichten zufolge rund 250 Kilometer weit; London und Paris liefern sie seit 2022 an die Ukraine.
London hat sich damit endgültig als Kiews härtester europäischer Fürsprecher positioniert. Nach offiziellen britischen Angaben umfasst die Unterstützung seit Kriegsbeginn 25 Milliarden Pfund, davon 16 Milliarden für militärische Hilfe – flankiert von einer „100-jährigen Partnerschaft“ und dem Vorsitz in der „Koalition der Willigen“, die sich London mit Frankreich teilt.
Moskaus Antwort: Drohung gegen Fabriken
Peskow ließ keinen Zweifel, wie Moskau reagieren will. Russland überwache laufend Standorte, an denen Raketen und anderes militärisches Gerät gefertigt würden, und werde die nötigen militärischen Mittel einsetzen, um solche Anlagen zu zerstören, sagte er vor Journalisten.
„Grossbritannien ist in diesem Krieg auf der Seite des Kiewer Regimes beteiligt. Grossbritannien giesst methodisch und regelmässig Öl ins Feuer“ – Dmitri Peskow laut Nachrichtenagentur Reuters
Bereits vergangene Woche hatte Moskau nach Berichten über britische Drohnen bei Angriffen auf russisches Gebiet mit „Konsequenzen“ gedroht. Burnham wies die Drohungen zurück und bekräftigte, sein Land stehe hinter der Ukraine – Medienberichten zufolge sprach er von „ungeheuerlichen russischen Drohungen“.
Warum das auch Deutschland teuer zu stehen kommt
Für Beobachter folgt der Konflikt einem vertrauten Muster: Jede neue Waffenkategorie wird zunächst ausgeschlossen, dann diskutiert, dann geliefert. Aus Panzern wurden Marschflugkörper, aus Lieferungen wird nun ein Technologietransfer, der eine Rüstungsindustrie im Kriegsgebiet aufbaut.
Die Rechnung zahlt am Ende der europäische Steuerzahler. Deutschland trägt einen erheblichen Teil der Unterstützung, während zu Hause die Industrie schwächelt, Energie teuer bleibt und die Bundesregierung hunderte Milliarden an neuen Schulden aufnimmt. Aus Sicht unserer Redaktion fehlt bei alledem eines schmerzhaft: eine sichtbare deutsche Diplomatie, die auf ein Ende des Sterbens hinarbeitet.
Es bleibt Realität, dass Russland diesen Krieg begonnen hat und die Ukraine sich verteidigt. Doch je länger der Konflikt dauert, desto größer wird das Risiko für ganz Europa – politisch, militärisch und ökonomisch.
Was Anleger daraus lesen
Märkte reagieren auf solche Eskalationsstufen selten sofort, aber dauerhaft. Geopolitische Unsicherheit, wachsende Staatsschulden und eine Notenbankpolitik unter politischem Druck sind seit jeher der Nährboden, auf dem physisches Gold und Silber ihre Rolle als Krisenwährung ausspielen – als Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen, unabhängig von Bilanzen und Gegenparteien.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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