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19.06.2026
08:54 Uhr

Reform-Schock für Merz: Drei Viertel der Deutschen verweigern die Gefolgschaft – AfD klettert auf Rekordhoch

Reform-Schock für Merz: Drei Viertel der Deutschen verweigern die Gefolgschaft – AfD klettert auf Rekordhoch

Es ist ein Misstrauensvotum, wie es deutlicher kaum ausfallen könnte. Die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich Reformen auf die Fahne geschrieben – doch das Volk, dem diese angeblich dienen sollen, will nicht mitmarschieren. Das aktuelle ZDF-„Politbarometer“ legt schonungslos offen, was viele in den politischen Hinterzimmern lieber verschweigen würden: Die Deutschen haben das Vertrauen in die Reparaturversuche ihrer Regierung verloren.

Eine Absage mit Ansage

Lediglich ein Viertel der Befragten – exakt 25 Prozent – erklärte sich überhaupt bereit, im Zuge der geplanten Reformen persönliche Einschränkungen hinzunehmen. Demgegenüber stehen satte 72 Prozent, die jegliche Opfer für die Merz'sche Agenda kategorisch ablehnen. Man muss diese Zahl sacken lassen: Fast drei von vier Bürgern sind nicht mehr willens, für Versprechen zu bluten, die in der Vergangenheit allzu oft im Sande verliefen.

Und es kommt noch dicker. Nur magere 24 Prozent trauen der Regierung überhaupt zu, mit ihren Reformen einen nennenswerten Beitrag zur Lösung der gewaltigen Probleme dieses Landes zu leisten. Ganze 73 Prozent winken ab – und das quer durch fast alle politischen Lager. Lediglich die treue Anhängerschaft der Union hält die Stange. Ein Armutszeugnis für eine Koalition, die mit dem vollmundigen Titel „Verantwortung für Deutschland“ angetreten ist.

Die AfD eilt von Rekord zu Rekord

Während die Regierungsparteien straucheln, profitiert vor allem eine Partei vom wachsenden Frust: Die AfD klettert in der Sonntagsfrage um einen weiteren Prozentpunkt auf 28 Prozent – der höchste Wert, der in dieser Erhebung jemals für die Partei um Alice Weidel und Tino Chrupalla gemessen wurde.

Die Union dagegen rutscht auf 24 Prozent ab und verzeichnet damit ihren schlechtesten Wert seit April 2022. Und das ist noch die freundliche Lesart: Andere Institute zeichnen ein noch düstereres Bild. Bei YouGov landet die Union bei kläglichen 20 Prozent, bei Forsa bei 21, bei Insa bei 22 Prozent.

Wer mit dem Anspruch antritt, das Land zu retten, und dann von der eigenen Klientel im Stich gelassen wird, der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem von historischem Ausmaß.

Die Ampel-Reste taumeln weiter

Die SPD kann sich auf magere 13 Prozent verbessern, die Grünen verlieren zwei Punkte und fallen auf zwölf Prozent zurück – ein verdienter Denkzettel für eine Partei, deren ideologische Experimente das Land jahrelang ausgebremst haben. Die Linke verharrt bei elf Prozent, die FDP kratzt mit vier Prozent an der Bedeutungslosigkeit.

Die bittere Konsequenz für Merz: Schwarz-Rot hätte nach diesen Zahlen keine eigene Mehrheit mehr. Rechnerisch bliebe nur ein Dreierbündnis mit den Grünen – ausgerechnet jener Partei, deren Politik viele Bürger erst in die Arme der Opposition getrieben hat.

Was die Zahlen wirklich verraten

Diese Umfrage ist mehr als eine Momentaufnahme. Sie ist das Protokoll einer tiefen Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten. Wenn Bürger nicht mehr bereit sind, für die Versprechen ihrer Politiker Einschränkungen hinzunehmen, dann ist das Vertrauenskonto restlos überzogen. Versprochen wurde keine Neuverschuldung – geliefert wurde ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket, das kommende Generationen über Steuern und Abgaben werden abstottern müssen. Wer kann es den Menschen verdenken, dass sie misstrauisch geworden sind?

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das Politbarometer 1190 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten – an der klaren Botschaft ändert das nichts.

Stabilität in unsicheren Zeiten

In einer Zeit, in der politische Versprechen so wenig wert sind wie selten zuvor und die staatliche Verschuldung neue Rekorde bricht, suchen viele Menschen nach Beständigkeit. Während Parteien kommen und gehen und Reformen scheitern, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert. Sie unterliegen keinem politischen Wahlzyklus und lassen sich nicht durch leere Versprechen entwerten – eine sinnvolle Beimischung für jeden, der sein Vermögen krisenfest und breit gestreut aufstellen möchte.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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