
Reichensteuer durch die Hintertür: Wie die Union ihre eigenen Wähler im Stich lässt
Es ist ein altbekanntes Spiel in Berlin: Vor der Wahl werden Versprechen verteilt, nach der Wahl werden sie kassiert. Nun also die nächste Volte aus dem Hause der Christdemokraten. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann mag eine Ausweitung der sogenannten Reichensteuer nicht mehr ausschließen. Auf die Frage, ob der Spitzensteuersatz von 45 auf stolze 47 Prozent klettern könnte, fand er klare Worte – allerdings nicht jene, die konservative Wähler erwartet hätten: „Ich kann das nicht ausschließen.“
Der Kompromiss als Einfallstor für mehr Steuerlast
Es brauche eben einen Kompromiss mit dem Koalitionspartner SPD, so die Begründung. Übersetzt bedeutet das: Die Union knickt einmal mehr vor den Umverteilungsfantasien der Sozialdemokraten ein. Linnemann selbst räumte ein, dass die SPD „stark umverteilen“ wolle. Genau hier liegt das Problem dieser Großen Koalition, die so groß nur in ihrer Fähigkeit ist, dem Bürger tiefer in die Tasche zu greifen.
Immerhin gab sich der Generalsekretär kämpferisch, wenn es um den eigentlichen Kern der deutschen Wirtschaft geht. Den „Mittelstand und das Handwerk“ dürfe man auf keinen Fall belasten, betonte er. Er habe Sorge, dass „der Mittelstand und das Handwerk unter die Räder“ kämen. Eine berechtigte Sorge – doch wer glaubt in diesem Land noch ernsthaft daran, dass es bei den ominösen „Reichen“ bleibt, wenn der Fiskus erst einmal Blut geleckt hat?
500 Euro Entlastung – aber bitte gegenfinanziert
SPD-Chefin Bärbel Bas hatte Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen von 500 Euro jährlich gefordert. Linnemann reagierte mit einer Mahnung zur Haushaltsdisziplin, die fast schon altmodisch anmutet in einer Regierung, die Sondervermögen in Billionenhöhe in den Raum stellt:
„Man muss es gegenfinanzieren. Wenn man es nicht gegenfinanzieren kann, darf man es nicht machen. Dann ist es unseriös.“
Sein Vorschlag zur Gegenfinanzierung klingt vernünftig – und ist gerade deshalb so selten in der deutschen Politik. Die Regierung solle bei sich selbst mit dem Sparen beginnen. Die Ministerien könnten ein Prozent einsparen, ja sogar drei Prozent seien „locker“ machbar. Damit, so Linnemann, sei man bereits „bei einer zweistelligen Milliardengröße“.
Eine bittere Erkenntnis
Man stelle sich vor: Statt dem fleißigen Bürger immer neue Steuern aufzubürden, könnte der aufgeblähte Staatsapparat einfach selbst den Gürtel enger schnallen. Welch revolutionärer Gedanke! Doch die traurige Wahrheit ist, dass solche Sparappelle in Berlin meist verhallen, während neue Steuererhöhungen mit erschreckender Zuverlässigkeit umgesetzt werden.
Die eigentliche Frage, die sich jeder Steuerzahler stellen sollte, lautet doch: Wo endet die Definition von „reich“? Heute trifft es den Spitzensteuersatz, morgen den gut verdienenden Facharbeiter und übermorgen womöglich jeden, der durch Fleiß und Disziplin etwas erreicht hat. Die schleichende Erhöhung der Steuerlast hat in Deutschland Tradition – und der Mittelstand zahlt am Ende stets die Zeche.
Warum Sachwerte in unsicheren Zeiten an Bedeutung gewinnen
Wenn Steuern steigen und die Kaufkraft durch eine Politik der schuldenfinanzierten Sondervermögen weiter erodiert, suchen viele Bürger nach Wegen, ihr hart erarbeitetes Vermögen zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als verlässliche Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Launen und staatlichen Zugriffen. Wer sein Portfolio breit aufstellen und krisenfest gestalten möchte, für den können physische Edelmetalle eine sinnvolle Beimischung zur langfristigen Vermögenssicherung darstellen.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder. Wir betreiben keine Steuer- und keine Rechtsberatung. Steuerliche Fragestellungen sollten stets mit einem qualifizierten Steuerberater geklärt werden. Jeder Leser ist für seine finanziellen Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigenständig recherchieren.

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