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26.01.2026
11:43 Uhr

Rheinmetall und OHB planen deutschen Starlink-Konkurrenten für die Bundeswehr

Rheinmetall und OHB planen deutschen Starlink-Konkurrenten für die Bundeswehr

Die deutsche Rüstungsindustrie wagt einen ambitionierten Vorstoß in den Weltraum. Der Düsseldorfer Rüstungsriese Rheinmetall und der Bremer Satellitenspezialist OHB verhandeln offenbar über ein gemeinsames Projekt, das die Bundeswehr unabhängiger von ausländischen Kommunikationssystemen machen soll. Ein deutsches Pendant zu Elon Musks Starlink – klingt das nicht wie Musik in den Ohren all jener, die sich seit Jahren über die technologische Abhängigkeit Deutschlands von amerikanischen Unternehmen sorgen?

Milliardenschweres Prestigeprojekt nimmt Gestalt an

Nach Informationen der Financial Times, die sich auf drei interne Quellen beruft, planen die beiden Unternehmen ein Joint Venture, das sich um einen Auftrag im Wert von geschätzten acht bis zehn Milliarden Euro bewerben soll. Das Ziel ist ehrgeizig: Mindestens hundert Satelliten sollen bis zum Jahr 2029 in der niedrigen Erdumlaufbahn positioniert werden, um Panzer, Schiffe und Soldaten miteinander zu vernetzen. Behördenvertreter bezeichnen das Vorhaben bereits als „Starlink für die Bundeswehr".

Die Verhandlungen befinden sich zwar noch in einem frühen Stadium, doch der politische Wille scheint vorhanden. Die Bundesregierung hatte vergangenes Jahr ein Budget von stolzen 35 Milliarden Euro für militärische Raumfahrttechnologie angekündigt. Endlich, möchte man meinen, erkennt auch Berlin die strategische Bedeutung des Weltraums für die nationale Sicherheit.

Lehren aus dem Ukraine-Krieg

Der Krieg in der Ukraine hat schonungslos offengelegt, wie verwundbar moderne Streitkräfte ohne zuverlässige Satellitenkommunikation sind. Starlink wurde für die ukrainischen Truppen zum unverzichtbaren Kommunikationsmittel, wenn herkömmliche Netzwerke ausfielen. Doch genau hier liegt das Problem: Die Abhängigkeit von einem privaten amerikanischen Unternehmen, dessen Eigentümer Elon Musk politisch nicht immer berechenbar agiert, birgt erhebliche Risiken.

SpaceX betreibt mittlerweile mehr als 9000 Satelliten im niedrigen Erdorbit und hat mit Starshield einen speziellen Dienst für Verteidigungs- und Nachrichtendienste gestartet. Viele Länder planen jedoch eigene Lösungen, um strategische Abhängigkeiten zu vermeiden. Deutschland wäre gut beraten, diesem Beispiel zu folgen.

Rheinmetall expandiert in den Weltraum

Der Düsseldorfer Konzern hat bereits im vergangenen November seinen ersten Auftrag im Bereich der Weltraumtechnologie bekannt gegeben. Gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen Iceye will Rheinmetall Radaraufklärungssatelliten in einer ehemaligen Autofabrik in Neuss produzieren. Der erste Satellit soll noch in diesem Jahr gefertigt werden. Eine bemerkenswerte Entwicklung für ein Unternehmen, das traditionell für Panzer und Munition bekannt ist.

OHB unter Druck durch europäische Konkurrenz

Für OHB kommt das Projekt zur rechten Zeit. Der Bremer Satellitenhersteller sieht sich möglicher Konkurrenz durch eine Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo gegenüber. Ein solches Unternehmen würde Europas zwei größte Satellitenhersteller vereinen und den Wettbewerb für OHB erheblich verschärfen. Die Partnerschaft mit Rheinmetall könnte OHB die nötige Rückendeckung verschaffen, um in diesem Markt bestehen zu können.

Das Verteidigungsministerium und das Beschaffungsamt lehnten eine Stellungnahme ab. Auch Rheinmetall und OHB wollten sich nicht äußern. Diese Zurückhaltung ist verständlich – bei einem Projekt dieser Größenordnung will niemand voreilig Erwartungen wecken, die später möglicherweise nicht erfüllt werden können.

Ein überfälliger Schritt zur technologischen Souveränität

Es ist erfreulich zu sehen, dass Deutschland endlich beginnt, seine technologische Souveränität im sicherheitsrelevanten Bereich ernst zu nehmen. Zu lange hat man sich auf amerikanische Partner verlassen und dabei die eigenen Fähigkeiten vernachlässigt. Ob das ambitionierte Projekt tatsächlich bis 2029 realisiert werden kann, bleibt abzuwarten. Die deutsche Bürokratie und die notorischen Verzögerungen bei Rüstungsprojekten mahnen zur Vorsicht. Doch allein die Tatsache, dass solche Vorhaben nun ernsthaft verfolgt werden, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

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