
Riester-Rente am Ende: Bundesregierung bastelt an neuem Altersvorsorge-Experiment
Was lange als gescheitertes Prestigeprojekt der rot-grünen Ära galt, soll nun endlich beerdigt werden – zumindest in seiner bisherigen Form. Das Bundeskabinett hat in Berlin die lang erwartete Reform der privaten Altersvorsorge auf den Weg gebracht. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) präsentiert dabei ein Konzept, das die verkorkste Riester-Rente ablösen soll. Doch ob dieser neue Anlauf tatsächlich den Bürgern hilft oder erneut vor allem den Versicherungskonzernen in die Karten spielt, bleibt mehr als fraglich.
Das Scheitern eines Systems
Die Riester-Rente war von Anfang an ein bürokratisches Monster. Hohe Abschlusskosten, magere Renditen und eine Flexibilität, die diesen Namen kaum verdiente – so lässt sich das Fazit nach über zwei Jahrzehnten zusammenfassen. Millionen Deutsche haben brav eingezahlt und werden im Alter feststellen, dass die versprochene Zusatzrente kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein wird. Die Inflation frisst die ohnehin bescheidenen Erträge auf, während die Versicherungsbranche prächtig an den Verwaltungsgebühren verdient hat.
Was sich ändern soll
Die neue Reform sieht verschiedene Garantiestufen vor. Neben der bisherigen Vollgarantie, bei der 100 Prozent der eingezahlten Beiträge gesichert sind, soll es künftig auch eine Variante mit lediglich 80-prozentiger Garantie geben. Der eigentliche Clou ist jedoch das sogenannte Altersvorsorgedepot – ein Produkt ganz ohne Garantien, das dafür höhere Renditechancen am Kapitalmarkt verspricht.
Wer bereits einen alten Riester-Vertrag besitzt, steht vor der Wahl: Entweder den bestehenden Vertrag weiterführen oder in das neue System wechseln. Ein Vertragswechsel soll dabei günstiger werden, da die Abschluss- und Vertriebskosten künftig über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden müssen. Eine Wechselgebühr dürfen Anbieter nur noch in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss erheben.
Kritische Betrachtung der Reform
Die Bundesregierung plant, dass die neuen Produkte zum Januar 2027 an den Start gehen. Doch man darf sich durchaus fragen, ob hier nicht erneut der Bock zum Gärtner gemacht wird. Denn wer profitiert wirklich von einem System, das den Bürgern das Risiko aufbürdet, während die Finanzindustrie weiterhin ihre Gebühren kassiert?
Das Altersvorsorgedepot ohne Garantien mag für renditeorientierte Anleger interessant klingen. Doch gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit – man denke nur an die aktuelle Lage mit steigender Inflation und geopolitischen Spannungen – ist die Frage berechtigt, ob der durchschnittliche Sparer tatsächlich in der Lage ist, die Risiken des Kapitalmarkts richtig einzuschätzen.
Physische Edelmetalle als bewährte Alternative
Während die Politik einmal mehr an komplexen Finanzprodukten herumbastelt, setzen viele konservative Anleger längst auf bewährte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – ganz ohne staatliche Förderung, ohne Bürokratie und ohne das Risiko, dass ein Versicherer in die Pleite rutscht. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen soliden Schutz gegen Inflation und Währungsturbulenzen.
Die beste Altersvorsorge ist jene, die man selbst in der Hand hält – und nicht jene, die von wechselnden Regierungen und deren Reformeifer abhängt.
Bundestag und Bundesrat werden sich nun mit den Plänen befassen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Reform tatsächlich den versprochenen Neuanfang bringt oder ob sie in einigen Jahren als weiteres gescheitertes Experiment in die Geschichte eingeht.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte sich vor einer Anlageentscheidung umfassend informieren sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
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