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Kettner Edelmetalle
29.01.2026
08:19 Uhr

Sachsen stößt Bayern vom Thron: Der Osten zeigt dem Westen, wie Wirtschaft geht

Was für eine Zeitenwende! Ausgerechnet Sachsen, jahrzehntelang als strukturschwaches Bundesland im Osten belächelt, hat den einstigen Wirtschaftsprimus Bayern in einem aktuellen Standortvergleich überholt. Das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW bescheinigt dem Freistaat an der Elbe die höchste Attraktivität für Unternehmen in ganz Deutschland. Ein Ergebnis, das aufhorchen lässt – und das so manche liebgewonnene Gewissheit über den vermeintlich uneinholbaren Vorsprung des Westens gründlich erschüttert.

Die deutsche Teilung ist wirtschaftlich Geschichte

Die Studie, die im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen in München erstellt wurde, kommt zu einem bemerkenswerten Befund: Im Standortranking sei die deutsche Teilung schlichtweg nicht mehr erkennbar. Sachsen punktet demnach besonders in den Kategorien „Arbeit und Humankapital", „Finanzierung" und „Infrastruktur". Bereiche also, die für Unternehmen von existenzieller Bedeutung sind, wenn es um Investitionsentscheidungen geht.

Bayern hingegen, das noch in der ersten Auflage der Studie im Jahr 2022 unangefochten an der Spitze thronte, musste deutliche Federn lassen. Die Qualität der Infrastruktur habe nachgelassen, konstatieren die Ökonomen nüchtern. Ein Befund, der angesichts maroder Brücken, überlasteter Verkehrswege und schleppender Digitalisierung kaum überraschen dürfte.

Der Westen verliert an Boden

Besonders pikant: Die Schlusslichter in der Gesamtwertung der dreizehn Flächenländer sind ausnahmslos westdeutsche Bundesländer. Schleswig-Holstein, das Saarland und Rheinland-Pfalz bilden das Schlusslicht – ein Armutszeugnis für Regionen, die jahrzehntelang von ihrer geografischen Lage und den Strukturhilfen profitierten.

Auch Baden-Württemberg und Hessen, einst Garanten für wirtschaftliche Prosperität, rutschten deutlich ab. Der Südwesten fiel von Platz drei auf fünf, Hessen gar vom vierten auf den siebten Rang. Die wohlhabenden westdeutschen Länder seien zwar weiterhin gut positioniert, verlören aber graduell an Punkten und Rangplätzen, heißt es in dem Papier.

Kinderbetreuung: Der Süden versagt kläglich

Ein besonders beschämendes Ergebnis liefert die Studie bei der Kinderbetreuung. Ausgerechnet Bayern und Baden-Württemberg, die sich so gerne als Vorzeigeländer präsentieren, belegen hier die Plätze zwölf und dreizehn – die letzten beiden Ränge unter den Flächenländern. Wie sollen Fachkräfte gewonnen werden, wenn junge Familien keine verlässliche Betreuung für ihren Nachwuchs finden?

Diese Schwäche wiegt umso schwerer, als der Faktor „Arbeit und Humankapital" in der Studie neben der Qualität von Schulen und Hochschulen eben auch die Kinderbetreuung umfasst. Hier rächt sich offenbar eine Politik, die jahrelang auf dem Erreichten ausruhte, statt in die Zukunft zu investieren.

Niedersachsen als größter Aufsteiger

Den spektakulärsten Sprung nach vorn machte übrigens Niedersachsen, das sich vom zehnten auf den dritten Platz katapultierte. Ein Beweis dafür, dass sich gezielte Standortpolitik auszahlt – wenn man sie denn konsequent betreibt.

Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, brachte es auf den Punkt: Der neue Bundesländerindex liefere die erfreuliche Nachricht, dass gerade einige Länder im Osten die Weichen in Richtung Zukunft stellten. Eine Ohrfeige für all jene, die den Osten noch immer als Bittsteller betrachten.

Bayern bleibt nur der Trostpreis

Immerhin: Bei den Steuern liegt Bayern noch vorn. Niedrige Gewerbesteuerhebesätze und eine effiziente Finanzverwaltung sichern dem Freistaat hier den Spitzenplatz. Auch bei der „Zukunftsorientierung" der Länderhaushalte führt Bayern – der höchste Anteil für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur fließt hier in die Etats.

Doch diese Lorbeeren können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der einstige Musterschüler ins Straucheln geraten ist. Die Botschaft der Studie ist eindeutig: Wer sich auf vergangenen Erfolgen ausruht, wird überholt. Der Osten hat verstanden, dass nur konsequente Investitionen in Infrastruktur und Humankapital langfristig Wohlstand sichern.

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