
Schlachtfeld Orbit: Wie der Weltraum zum nächsten Kriegsschauplatz wird – und was das für jeden Deutschen bedeutet
Während sich die politische Klasse in Berlin mit Gendersternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt, braut sich über unseren Köpfen – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Konflikt zusammen, der das Potenzial hat, unser aller Alltag auf einen Schlag lahmzulegen. Der Weltraum, einst Symbol menschlicher Neugier und wissenschaftlichen Fortschritts, mutiert zusehends zum hochgerüsteten Kriegsgebiet. Die Großmächte USA, China und Russland liefern sich ein erbittertes Wettrüsten im Orbit. Und Deutschland? Deutschland versucht, mit Milliarden-Investitionen nicht völlig den Anschluss zu verlieren.
Geheimmissionen im All: Niemand weiß, was dort oben wirklich passiert
Anfang April soll erstmals seit über einem halben Jahrhundert wieder ein bemannter Flug zum Mond starten – unter dem Namen „Artemis 2". Bereits im Februar wurde die vierte chinesische „Shenlong-Geheimmission" ins All geschickt, und die USA starteten ihr Boeing-Raumflugzeug X-37B zu seinem achten Flug. Das Bemerkenswerte an all diesen Missionen: Niemand weiß genau, wozu sie eigentlich dienen. Die offiziellen Verlautbarungen sind so nebulös wie die Weiten des Alls selbst.
Das US-Weltraumkommando teilte in diplomatisch verklausulierten Worten lediglich mit, die X-37B-Mission diene der „Stärkung der Widerstandsfähigkeit" und der „Verbesserung der Fähigkeit, sich schnell an die Herausforderungen im Weltraum anzupassen". Man muss kein Militärexperte sein, um zwischen diesen Zeilen eine unmissverständliche Botschaft zu lesen: Es geht um Dominanz. Um Kontrolle. Um die Fähigkeit, im Ernstfall feindliche Systeme auszuschalten.
Chinas Drache will den Himmel beherrschen
Besonders beunruhigend sind die Ambitionen Pekings. Das chinesische Raumflugzeug trägt den Namen „Shenlong" – ein mythologischer Drache, der als Herrscher über Regen und Gewitter gilt und Stürme auf die Erde bringen kann. Allein diese Namensgebung offenbart den Machtanspruch der kommunistischen Führung in aller Deutlichkeit. Zwischen 2020 und 2024 wurden nach Erkenntnissen des britischen Nachrichtenportals „Orbit Today" drei erfolgreiche Orbitalmissionen durchgeführt, zwei davon mit einer Rekorddauer von 276 beziehungsweise 268 Tagen. Weder der genaue Zweck noch die technischen Fähigkeiten des Raumschiffs seien von Peking offengelegt worden.
Unter Raumfahrtexperten weltweit wird gemutmaßt, dass neben Aufklärungsgeräten zur Überwachung der Erde auch Waffen zur Zerstörung feindlicher Satelliten getestet würden. Die Expertenplattform „Daily Galaxy" stellt die berechtigte Frage, ob Chinas Strategie von nationalen Sicherheitsbedenken oder schlicht vom Wunsch getrieben sei, einen Wettbewerbsvorteil in der Weltraumtechnologie zu erlangen. In jedem Fall sei das Shenlong-Programm ein wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Weltraumpläne Chinas.
Peking rügt Berlin – und entlarvt sich dabei selbst
Aufschlussreich ist die Reaktion Pekings auf deutsche Äußerungen. Als Generalmajor Michael Traut, Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr, in einem Interview von einer „zunehmenden Bedrohung durch Russland und China im Orbit" sprach, reagierte die „Global Times" – das englischsprachige Sprachrohr der Kommunistischen Partei – mit scharfer Empörung. Das Blatt beklagte eine „klassische Doppelmoral und Mentalität des Kalten Krieges" und warf Deutschland vor, eine „militärische Weltraumoffensive im Wert von 35 Milliarden Euro" zu planen, darunter Spionagesatelliten, Raumflugzeuge und Offensivlaser.
Besonders entlarvend: Statt auf die inhaltliche Argumentation des deutschen Generals einzugehen, zitierte das kommunistische Blatt einen chinesischen Militärexperten, der Deutschlands Startkapazitäten als „völlig unzureichend" abtat. Sollte Deutschland für seine Weltraumeinsätze auf SpaceX zurückgreifen, „würde dies den Status Deutschlands als unreifer und abhängiger Akteur im Weltraum bestätigen". Eine Demütigung, die man in Berlin offenbar klaglos hinnimmt.
Deutschland investiert – aber reicht das?
Immerhin: Die Bundeswehr hat die Zeichen der Zeit erkannt. Deutschland werde in den nächsten Jahren mehr als 100 Satelliten aufbauen, bekannt als „SATCOM Stage 4", gab General Traut bekannt. Die Investitionen in militärische Weltraumtechnik seien eine direkte Auswirkung der russischen Invasion in der Ukraine. Deutschland und seine europäischen Verbündeten müssten ihre Abschreckungshaltung stärken, indem sie in Fähigkeiten investierten, die feindliche Weltraumsysteme behindern oder außer Gefecht setzen könnten.
Der Auftrag für das Weltraumkommando der Bundeswehr stammt aus der „Nationalen Sicherheitsstrategie" der Bundesregierung unter dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz aus dem Jahr 2024 und wurde unter Bundeskanzler Friedrich Merz offenbar nicht geändert. Dort heißt es:
„Eine wachsende Bedeutung für unsere Sicherheit kommt seit einigen Jahren auch dem Weltraum zu."
Man fragt sich unwillkürlich: Wenn diese Erkenntnis schon seit Jahren besteht – warum hat Deutschland dann so lange geschlafen? Während China und die USA seit Jahrzehnten massiv in ihre Weltraumkapazitäten investieren, hat sich die Bundesrepublik mit bürokratischen Hürden und ideologischen Debatten selbst gelähmt. Erst der Schock des Ukraine-Krieges scheint die politische Klasse wachgerüttelt zu haben. Ob das reicht, um den Rückstand aufzuholen, darf bezweifelt werden.
Wenn Satelliten fallen, steht das Leben still
Was viele Bürger nicht ahnen: Die Auswirkungen eines Weltraumkonflikts wären für jeden Einzelnen unmittelbar spürbar. Die Mobilfunkkommunikation funktioniert nur noch über Satelliten, die wie Sendemasten im Orbit kreisen. Das Navigationssystem GPS – ohne das heute kaum noch ein Logistikunternehmen, kaum ein Rettungsdienst und kaum ein Landwirt auskommt – kann ohne Schutz im All von Gegnern problemlos gestört werden. Wie real diese Bedrohung ist, zeigte sich bereits bei GPS-Störungen in Schweden und im Baltikum.
Selbst die Landwirtschaft gehört mittlerweile zu den größten Kunden von Satellitendaten. Mit deren Hilfe werden die Vitalität der Kulturen, der Proteinwert des Getreides oder der optimale Erntezeitpunkt bestimmt. Wer im All entsprechende Satelliten ausschaltet oder manipuliert, könnte in bestimmten Ländern Missernten und damit Nahrungsknappheit hervorrufen. Ein Szenario, das nicht mehr der Science-Fiction entstammt, sondern bittere Realität werden könnte.
Der unsichtbare Krieg
Während auf der Erde noch Kriege mit konventionellen Waffen wie Panzern und Gewehren ausgefochten werden, ist die Menschheit längst in eine neue Epoche eingetreten. Im Weltraum werden künftig zwar keine Menschen direkt getötet – wohl aber indirekt, indem aus dem Orbit Katastrophen ausgelöst werden können. Der Nachweis, wer dafür verantwortlich ist, dürfte ungleich schwieriger sein als bei einem konventionellen Angriff, bei dem Soldaten eine Landesgrenze überschreiten. Ein perfektes Szenario für verdeckte Kriegsführung – und ein Albtraum für die internationale Sicherheitsarchitektur.
Die Bedeutung des Weltraums als Kriegs- und Verteidigungsraum ist inzwischen so anerkannt, dass neben dem NATO-Gipfel auch ein eigener „Weltraumverteidigungsgipfel" existiert. Das nächste Treffen dieser Art sei für September dieses Jahres in Paris angekündigt.
Deutschland muss aufwachen – und zwar schnell
Die Lehre aus all dem ist so simpel wie unbequem: Deutschland kann es sich nicht leisten, in der Weltraumverteidigung weiterhin hinterherzuhinken. Die Abhängigkeit von amerikanischer Technologie – sei es SpaceX oder das GPS-System – macht die Bundesrepublik verwundbar. Wer die Kontrolle über seine Kommunikations- und Navigationssatelliten nicht selbst in der Hand hat, liefert sich fremden Mächten aus. Punkt.
Es ist höchste Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz nicht nur Lippenbekenntnisse abgibt, sondern tatsächlich in die Souveränität Deutschlands im Weltraum investiert. Die 35 Milliarden Euro, die Peking so empört zur Kenntnis nimmt, könnten sich als kluge Investition erweisen – vorausgesetzt, sie versickern nicht in der berüchtigten deutschen Bürokratie. Denn eines ist klar: Wer den Weltraum nicht verteidigen kann, wird auf der Erde den Kürzeren ziehen. Und das kann sich ein Land, das ohnehin mit wirtschaftlichen Problemen, einer maroden Infrastruktur und einer zunehmend verunsicherten Bevölkerung kämpft, schlicht nicht leisten.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und technologischer Verwundbarkeit zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, auf bewährte Werte der Absicherung zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in einem solchen Umfeld einen zeitlosen Schutz vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend digitalisierten und damit störanfälligen Welt. Wer sein Vermögen nicht ausschließlich von funktionierenden Satelliten und digitalen Systemen abhängig machen möchte, tut gut daran, einen Teil seines Portfolios in greifbare Sachwerte zu investieren.

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