
Sechster Kriegsmonat am Golf: Trump plant die größte Angriffswelle – Teheran zielt auf die Ölquellen der Welt

Während in Berlin über Heizungsgesetze und Gendersternchen debattiert wird, steuert die Weltwirtschaft auf einen Energieschock zu, der jeden deutschen Haushalt treffen dürfte. US-Medienberichten zufolge stehen die Vereinigten Staaten kurz davor, eine der massivsten Angriffswellen des bisherigen Krieges gegen den Iran zu starten – möglicherweise schon an diesem Wochenende. CBS News berichtete unter Berufung auf Eingeweihte, dass diesmal auch iranische Infrastruktur- und Energieanlagen im Visier stünden. Das «Wall Street Journal» schreibt, Trump habe mehrtägige Schläge bereits befohlen, könne seine Entscheidung aber noch in der letzten Minute revidieren.
Teheran antwortet mit der Drohung, die keine Regierung hören will
Die Reaktion aus Teheran kam prompt – und sie zielt dorthin, wo die Weltwirtschaft am dünnsten gepolstert ist. Die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars zitierten Sicherheitskreise, wonach kritische Infrastruktur in Israel und in den Golfstaaten Ziel von Gegenschlägen werden könne. Man solle in Washington nicht vergessen, so die Botschaft, dass die weltbedeutenden Energieanlagen in Saudi-Arabien und Katar in Reichweite iranischer Raketen lägen. Auch Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden ausdrücklich genannt. Es existiere ein umfassender Plan, hieß es weiter; das iranische Militär habe seine Fähigkeit zu Gegenangriffen bereits bewiesen. Amerikanisch-israelische Schläge auf Infrastrukturziele bezeichnete man in Teheran als Akt des Wahnsinns.
Das ist keine leere Rhetorik. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat der Iran wiederholt Ziele in den Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen – dort, wo amerikanische Militärstützpunkte liegen. Getroffen wurden dabei auch Katars Flüssiggasanlagen und Ölinfrastruktur in Kuwait. Die Luftabwehr der Golfmonarchien hat vieles abgefangen, doch nun mehren sich die Sorgen, dass die Munitionsvorräte – insbesondere für das Patriot-System – zur Neige gehen. Selbst die amerikanischen Bestände seien Berichten zufolge erheblich geschrumpft.
«Es gibt keine militärische Wunderwaffe für die Herausforderung, die der Iran darstellt.»
Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft
Der Iran kontrolliert weiterhin die Straße von Hormus, jene Meerenge, durch die normalerweise ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Flüssiggasexports fließt. Washington hat seine Seeblockade erneuert, um Teheran von Rohöleinnahmen abzuschneiden. Und erneut wurde vor der Küste Omans ein Tanker getroffen: Ein «unbekanntes Geschoss» beschädigte den Maschinenraum, meldete die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO. Verletzte oder Umweltschäden habe es nicht gegeben. Der Vorfall ereignete sich rund zwanzig Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima.
Ein israelischer Iran-Experte gab auf X zu bedenken, dass auch neue Angriffe auf zivile und wirtschaftliche Infrastruktur die Machthaber in Teheran kaum zum Einlenken bewegen dürften. Der Iran werde schwere wirtschaftliche Schäden erleiden – aber ebenso wahrscheinlich sei, dass er die Kosten für seine Gegner in die Höhe treibe. Über die Huthi-Miliz im Jemen könne zusätzlich Druck auf die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang des Roten Meeres aufgebaut werden.
Aus «wenigen Wochen» wurden sechs Monate
Trump hatte zu Kriegsbeginn von einem Konflikt gesprochen, der nur wenige Wochen dauern werde. Nun läuft der sechste Monat, und eine Lösung ist so wenig in Sicht wie fallende Energiepreise. Bei einer Kabinettssitzung in Camp David kündigte der Präsident weitere Schläge an, ohne einen Zeitrahmen zu nennen: Man werde den Iran sehr hart treffen, irgendwann werde er es nicht mehr aushalten können. Noch verfüge Teheran über militärische Kapazitäten – bald jedoch nicht mehr. Über die Diplomatie äußerte sich Trump frustriert: Die Iraner hielten sich nicht an Vereinbarungen und stellten Gesprächsinhalte öffentlich falsch dar. Alles, was sie täten, sei, ihn wütend zu machen. Ein im Juni geschlossenes Rahmenabkommen hielt nicht lange.
Und Deutschland? Schaut zu und zahlt
Man muss die Rechnung nicht studieren, um sie zu verstehen: Sollten iranische Raketen erneut Energieanlagen am Golf treffen, dürften die Weltmarktpreise für Öl und Gas weiter klettern – ein Druckmittel, das Teheran ganz bewusst gegen einen Präsidenten einsetzt, dessen Partei in gut drei Monaten Zwischenwahlen bestehen muss. Für die deutsche Industrie, die nach dem selbstverschuldeten Ausstieg aus günstiger Energie ohnehin am Tropf hängt, wäre das ein weiterer Schlag ins Kontor. Wer Kernkraft abschaltet, Pipelines aufgibt und sich auf Flüssiggas aus einer Region verlässt, in der Raketen fliegen, sollte sich über Strompreise nicht wundern. Die Bundesregierung übt sich in Schweigen und im Aufhäufen von Sondervermögen – als ließe sich geopolitisches Risiko mit Schulden wegdrucken.
Genau in solchen Momenten zeigt sich, warum Substanz zählt. Papierwerte, Lieferketten und Zusagen können in Tagen entwertet werden; physisches Gold und Silber liegen im Tresor, unabhängig davon, wer in Hormus schießt. Historisch war es stets das Edelmetall, das Vermögen durch Kriege, Währungsreformen und politische Torheiten getragen hat.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Eine Haftung für Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.












