
Staatliche Bauförderung kehrt zurück: EH55-Kredite ab sofort wieder verfügbar
Nach Jahren der Abstinenz feiert die EH55-Förderung ein überraschendes Comeback. Die Bundesregierung hat die Konditionen für die Wiederauflage des beliebten Förderprogramms nun offiziell festgelegt – und manch ein Häuslebauer dürfte aufatmen. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich die typischen Tücken staatlicher Wohltaten.
Die Zinssätze im Detail
Die staatliche Förderbank KfW nimmt ab sofort Anträge für die neu aufgelegte Bauförderung entgegen. Die Konditionen gestalten sich dabei wie folgt: Wer sich für eine Kreditlaufzeit von 35 Jahren mit zehnjähriger Zinsbindung entscheidet, zahlt einen effektiven Zinssatz von 2,84 Prozent. Deutlich günstiger wird es bei der kürzeren Variante – zehn Jahre Laufzeit bei ebenfalls zehnjähriger Zinsbindung schlagen mit lediglich 1,94 Prozent zu Buche.
Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können von dieser Förderung profitieren. Der maximale Kreditrahmen beläuft sich auf 100.000 Euro pro Wohneinheit. Kommunen dürfen sich sogar über direkte Zuschüsse freuen – ein Privileg, das dem normalen Bürger verwehrt bleibt.
800 Millionen Euro – großzügig oder Tropfen auf den heißen Stein?
Die Bundesregierung stellt für die Zinsverbilligungen einmalig 800 Millionen Euro bereit. Was auf den ersten Blick nach einer beachtlichen Summe klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als durchaus überschaubar. Angesichts der explodierenden Baukosten und der nach wie vor angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt dürfte dieses Budget schneller aufgebraucht sein, als manchem lieb ist.
Zur Erinnerung: Bei EH55-Gebäuden handelt es sich um Effizienzhäuser, die nur 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen. Die ursprüngliche Förderung wurde 2022 abgeschafft – ein Schritt, der damals für erheblichen Unmut sorgte. Stattdessen wurde der deutlich strengere und vor allem kostspieligere EH40-Standard gefördert, der viele Bauherren schlichtweg überforderte.
Ein Schritt in die richtige Richtung?
Die Rückkehr zur EH55-Förderung kann durchaus als pragmatische Kehrtwende gewertet werden. Der EH40-Standard erwies sich für viele Bauwillige als finanziell nicht tragbar, was den ohnehin stockenden Wohnungsbau zusätzlich lähmte. Dass die neue Bundesregierung hier korrigierend eingreift, ist grundsätzlich zu begrüßen.
Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack. Die deutsche Bürokratie macht auch vor diesem Förderprogramm nicht halt. Wer einen Antrag stellen möchte, sollte sich auf einen nicht unerheblichen Papierkrieg einstellen. Zudem bleibt abzuwarten, wie lange die bereitgestellten Mittel tatsächlich reichen werden.
Kritische Anmerkung zur Vermögenssicherung
Wer über den Bau oder Kauf einer Immobilie nachdenkt, sollte stets das große Ganze im Blick behalten. Staatliche Förderprogramme kommen und gehen – die Sicherung des eigenen Vermögens bleibt hingegen eine dauerhafte Aufgabe. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor Investitionen eine eigenständige Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
Silber-Explosion 2026:Das unterschätzte Edelmetall
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Ernst Wolff
Der Systemkritiker

Jochen Staiger
Der Rohstoff-Realist
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik














