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22.04.2026
05:54 Uhr

Starmers Downing Street in Schieflage: Wie der Epstein-Skandal den britischen Premier in die Enge treibt

Starmers Downing Street in Schieflage: Wie der Epstein-Skandal den britischen Premier in die Enge treibt

Der britische Premierminister Keir Starmer kämpft um sein politisches Überleben. Was als triumphaler Labour-Wahlsieg vor knapp zwei Jahren begann, droht nun in einem Trümmerfeld aus Enthüllungen, Rücktritten und Ungereimtheiten zu enden. Im Zentrum des Skandals: Peter Mandelson, einst enger Weggefährte Tony Blairs, US-Botschafter des Vereinigten Königreichs – und, wie die sogenannten Epstein-Files nun belegen, ein Mann mit höchst fragwürdigen Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Eine Sicherheitsprüfung, die keine sein durfte

Der Fall ist an Brisanz kaum zu überbieten. Am 28. Januar 2025 empfahl die zuständige britische Behörde UK Security Vetting (UKSV), Mandelson keine Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe zu erteilen. Nur einen Tag später – man möge sich diese Geschwindigkeit auf der Zunge zergehen lassen – wurde diese Empfehlung im Außenministerium schlicht übergangen. Mandelson erhielt die Freigabe dennoch. Dass ausgerechnet Starmer, der einstige Staatsanwalt und selbsternannte Saubermann, nun behauptet, von all dem nichts gewusst zu haben, klingt für viele Beobachter reichlich bemüht.

„Nein, ich habe das Unterhaus nicht irregeführt“, verteidigte sich der Premier am Montag im House of Commons. Doch wer genau hinhört, erkennt die Verzweiflung hinter den sorgsam gewählten Worten. Eine Abgeordnete wurde bereits aus dem Parlament verwiesen, nachdem sie Starmer als „Lügner“ bezeichnet hatte. Oppositionsführerin Kemi Badenoch fordert seit Monaten unverblümt den Rücktritt des Premiers.

Ein Reigen der Entlassungen

Die Personalbilanz Starmers liest sich wie das Drehbuch einer Politserie. Drei Stabschefs, fünf Kommunikationsdirektoren, drei Kabinettssekretäre und zwei leitende Privatsekretäre hat der Premier seit Amtsantritt verschlissen. Jüngst traf es Olly Robbins, einen der mächtigsten Beamten im Foreign Office. „Er hätte mir diese Information mitteilen müssen“, schob Starmer die Verantwortung weiter – ein durchsichtiges Manöver, das in Westminster kaum noch jemanden überzeugt.

Robbins selbst sagte vor einem Ausschuss aus und widersprach dem Premier in der Substanz nur wenig. Dennoch bleibt eine entscheidende Lücke: Er gibt an, nicht ausdrücklich über die ablehnende Empfehlung informiert worden zu sein. Pikant ist sein Hinweis auf den Druck innerhalb des Außenministeriums, die Ernennung Mandelsons durchzupeitschen – das Cabinet Office soll zwischenzeitlich sogar argumentiert haben, eine Sicherheitsprüfung sei überhaupt nicht erforderlich. Man reibt sich die Augen.

Mandelson, Epstein und 6000 E-Mails

Die eigentliche Sprengkraft entfalten jedoch die Epstein-Files. Zwischen 2002 und mindestens 2016 soll Mandelson mit Jeffrey Epstein über 6000 E-Mails ausgetauscht haben. Er besuchte dessen berüchtigte Privatinsel Little Saint James und leitete, so die Dokumente, regelmäßig Informationen aus Regierungskreisen an den Sexualstraftäter weiter. Wer sich fragt, wie ein solcher Mann es überhaupt zum britischen Botschafter in Washington bringen konnte, stellt die richtige Frage – eine, auf die Starmer keine überzeugende Antwort liefert.

Mandelson war bereits zweimal zurückgetreten, hatte seine Ministerposten unter dubiosen Umständen vorzeitig räumen müssen. Ein Mann mit derart belastetem Vorleben wird zum wichtigsten Botschafter des Königreichs gemacht – und niemand will es gewusst haben. Eine bereits im November 2024 verfasste Notiz des früheren Kabinettssekretärs Simon Case empfahl ausdrücklich, Sicherheitsüberprüfungen und Risikobewertungen vor einer Entscheidung abzuschließen. Offensichtlich interessierte das in Downing Street niemanden.

Die Mandelson-Papiere als politische Zeitbombe

Anfang März wurde auf parlamentarischen Druck eine erste Tranche der Mandelson-Papiere freigegeben. 147 Seiten Sprengstoff: E-Mails, Memos, interne Vermerke aus Downing Street und dem Foreign Office. Sie deuten stark darauf hin, dass die Regierung sehr wohl über potenzielle Risiken informiert war. Der Diplomat Jonathan Powell bezeichnete den Ernennungsprozess als „überhastet“. Weitere Dokumente, darunter private Nachrichten, sollen in den kommenden Monaten folgen. Man darf gespannt sein, welche Karrieren dabei noch zu Bruch gehen.

Besonders pikant: Nach seinem Rückzug forderte Mandelson eine Abfindung von 547.000 Pfund. Am Ende erhielt er 75.000 Pfund. Dass ein in Skandale verstrickter Botschafter überhaupt noch Abfindungen verhandeln darf, sagt viel über den moralischen Zustand des britischen Establishments aus.

Das Ende der Labour-Erneuerung?

Starmer war angetreten, um die Politik von Vetternwirtschaft und Filz zu säubern. Der ehemalige Chefankläger wollte Großbritannien nach 14 Jahren konservativer Herrschaft in eine neue Ära führen. Stattdessen liefert er nun das Lehrstück schlechthin dafür, dass linke Erneuerungsversprechen regelmäßig an der Realität politischer Machtausübung zerschellen. Rund 70 Prozent der Briten bewerten seine Arbeit mittlerweile negativ – ein Misstrauensvotum aus der Bevölkerung, wie es drastischer kaum ausfallen könnte.

Am 7. Mai stehen Kommunalwahlen an. Labour droht ein Debakel. Selbst wenn Starmer den Mandelson-Skandal politisch überlebt, dürfte die nächste Krise bereits am Horizont lauern. Der Fall zeigt exemplarisch, wie eng sich politische, finanzielle und kriminelle Netzwerke im westlichen Establishment verflechten – und wie wenig die vielbeschworene „Transparenz“ moderner Demokratien am Ende wert ist, wenn es um die eigenen Leute geht.

Was Anleger aus solchen Krisen lernen sollten

Wenn politische Führungskrisen dieser Größenordnung das Vertrauen in westliche Institutionen erschüttern, reagieren auch die Kapitalmärkte nervös. Währungen schwanken, Staatsanleihen geraten unter Druck, und politische Unsicherheit schlägt sich in steigender Risikoprämie nieder. Wer sein Vermögen nicht den Launen politischer Skandale und staatlicher Fehlentscheidungen ausliefern möchte, tut gut daran, auf krisenfeste Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie unabhängig von Regierungen, Botschaftern und deren fragwürdigen E-Mail-Korrespondenzen ihren Wert bewahren. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was politische Versprechen schon lange nicht mehr liefern: Verlässlichkeit.

Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Anlageentscheidungen sollten stets auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Berater getroffen werden. Eine Haftung für Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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