
Steuergeld für SED-Nostalgie: Der Krenz-Film, der die Mauertoten verhöhnt
Es ist ein Skandal, der seinesgleichen sucht: Ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Filmförderfonds des Kulturstaatsministers haben gemeinsam mit dem rot-rot regierten Mecklenburg-Vorpommern einen Dokumentarfilm über den letzten DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz mit satten 130.000 Euro Steuergeldern bezuschusst. Das Werk mit dem schlichten wie programmatischen Titel „Kommunist" feierte beim Filmkunstfest Schwerin Premiere – und die Empörung ließ nicht lange auf sich warten.
123 Minuten geschönte SED-Geschichte – auf Kosten der Bürger
Der Streifen, immerhin über zwei Stunden lang, zeichne ein „geschöntes Bild von der DDR", wie der mecklenburg-vorpommersche Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Burkhard Bley, scharf kritisierte. Regisseur Lutz Pehnert unterschlage historische Fakten und bediene sich gar „manipulativ der Bildsprache der DDR-Propaganda". Härter könnte das Urteil eines fachkundigen Aufarbeiters kaum ausfallen. Bley spricht von einer Verhöhnung der hunderten Todesopfer des unmenschlichen Grenzregimes sowie ihrer Hinterbliebenen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: 60.000 Euro kommen aus dem Filmförderfonds von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, weitere 70.000 Euro steuert die Filmförderung Mecklenburg-Vorpommerns bei. Insgesamt also 130.000 Euro aus dem Portemonnaie der deutschen Steuerzahler – damit ein ehemaliger SED-Funktionär, der für ein Unrechtsregime mitverantwortlich war, noch im hohen Alter von 89 Jahren ein filmisches Denkmal gesetzt bekommt.
Die Verharmlosung hat System
Katy Hoffmeister, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, brachte es auf den Punkt: Es könne nicht Aufgabe staatlicher Förderung sein, „die Legenden ehemaliger SED-Kader mit Steuergeld aufzupolieren". Der Film vermittle gerade jungen Menschen ein „gefährlich verzerrtes Bild der DDR". Eine Generation, die die Mauer nie erlebt hat, soll nun mit Steuergeldern in einen revisionistischen Geschichtsumdeutungsversuch geführt werden.
Regisseur Pehnert wehrt sich indes mit einer bemerkenswert dünnen Begründung: Er habe keine journalistische Produktion erstellen wollen, sondern ein „filmisches Essay". Krenz solle „in seiner Widersprüchlichkeit" porträtiert werden, an einem „weiteren Aufarbeitungsfilm" habe man kein Interesse gehabt. Dass ein Dokumentarfilm „eine andere Herangehensweise" zulasse, schließe nun einmal ein, „dass man nicht alle Aspekte, die man vielleicht von einem solchen Thema erwartet, erfüllen kann". Übersetzt: Die 250.000 politischen Gefangenen, die Mauertoten und das Stasi-Unrecht passten dem Filmemacher offenbar nicht ins Konzept.
Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk Geschichte umschreibt
Das Kulturministerium der SPD-Politikerin Bettina Martin wäscht seine Hände wie üblich in Unschuld. Eine kritische Auseinandersetzung sei „wichtig", die Förderentscheidung treffe schließlich ein „staatlich unabhängiges, fachkundiges Vergabegremium". Eine Schutzbehauptung, die das eigentliche Problem nicht löst: Warum fließen überhaupt Steuermittel an ein Projekt, das offenkundig keinerlei Distanz zu einem der finstersten Kapitel deutscher Geschichte aufbringt?
Der Vorgang reiht sich nahtlos ein in einen besorgniserregenden Trend: Während konservative Stimmen in Deutschland systematisch ausgegrenzt und diffamiert werden, fließen großzügige Fördermittel an Projekte, die das SED-Regime in ein milderes Licht rücken. Wer hätte gedacht, dass im Jahr 2026 mit deutschen Steuergeldern Filme finanziert würden, die ausgerechnet jenen Mann hofieren, unter dessen Verantwortung noch im Herbst 1989 die berüchtigten „Chinesische-Lösung"-Sympathien innerhalb der SED-Führung kursierten?
Der Kinostart als Provokation
Am 11. Juni 2026 soll „Kommunist" in den deutschen Kinos starten. Bis dahin dürfte die Debatte weiter Fahrt aufnehmen – und das zu Recht. Denn die Frage, wie ein Land mit seiner Diktaturvergangenheit umgeht, ist keine akademische. Sie entscheidet darüber, welche Werte wir der nächsten Generation vermitteln. Wer die Opfer der SED-Diktatur verhöhnt, indem er ihren Peinigern eine geschönte Plattform bietet, der verspielt das moralische Fundament unseres Gemeinwesens.
Es ist bezeichnend, dass solche Projekte ausgerechnet in jenen Bundesländern gedeihen, in denen Linkspartei und SPD gemeinsam regieren. Die ideologische Nähe zur untergegangenen DDR scheint dort nie vollständig überwunden worden zu sein. Und während echte Probleme – explodierende Kriminalität, eine kollabierende Wirtschaft, eine überforderte Infrastruktur – auf Lösungen warten, finden sich offenbar immer noch Millionen für ideologisch fragwürdige Kulturprojekte.
Edelmetalle als Bollwerk gegen staatliche Verirrungen
Wer beobachtet, wie verantwortungslos in Deutschland mittlerweile mit Steuergeldern umgegangen wird – sei es bei der geschichtsrevisionistischen Filmförderung oder bei den 500 Milliarden Euro Sondervermögen, die unsere Kinder und Enkel abbezahlen sollen –, der versteht, warum immer mehr Bürger ihr Vermögen jenseits staatlicher Zugriffsmöglichkeiten absichern. Physisches Gold und Silber bewahren ihre Kaufkraft seit Jahrtausenden, unabhängig davon, welche ideologischen Kapriolen Regierungen gerade schlagen. In Zeiten zunehmender politischer Orientierungslosigkeit bleibt das Edelmetall im Tresor ein verlässlicher Anker.
Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und keine Anlageberatung. Für eigene Investitionsentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen.

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