
Steuerlast erdrückt den Mittelstand: CDU-Wirtschaftsflügel fordert überfällige Entlastung
Während die Große Koalition unter Friedrich Merz noch immer an ihrem Koalitionsvertrag feilt und das 500-Milliarden-Sondervermögen die Schuldenuhr in schwindelerregende Höhen treibt, meldet sich nun ausgerechnet der Wirtschaftsflügel der eigenen Partei mit einer Forderung zu Wort, die man schon vor Jahren hätte erheben müssen: Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) verlangt eine grundlegende Reform der Einkommensteuer – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.
Fachkräfte werden besteuert wie Großverdiener
Zum CDU-Parteitag in Stuttgart hat die MIT einen Antrag eingebracht, der es in sich hat. Der Kern: Der Einkommensteuertarif soll im gesamten Verlauf abgeflacht werden, und der sogenannte Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll künftig erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro greifen. Derzeit trifft dieser Satz bereits Einkommen, die weit darunter liegen – eine Tatsache, die seit Jahren als „kalte Progression" bekannt ist und dennoch von keiner Bundesregierung ernsthaft angegangen wurde.
MIT-Chefin Gitta Connemann brachte das Dilemma auf den Punkt: Mehr als 4,2 Millionen Arbeitnehmer zahlten bereits den Spitzensteuersatz. Fachkräfte – also genau jene Menschen, die dieses Land am Laufen halten – würden steuerlich behandelt wie Spitzenverdiener. Ein Ingenieur in München, eine Ärztin in Hamburg, ein Meister im Handwerk – sie alle werden vom Fiskus geschröpft, als verdienten sie Millionen. Das ist nicht nur ungerecht. Es ist leistungsfeindlich.
Die Einkommensteuer als schleichende Enteignung des Mittelstands
Besonders brisant ist ein weiterer Aspekt, den Connemann hervorhob: Die Einkommensteuer sei faktisch eine Mittelstandssteuer. Mehr als 70 Prozent der mittelständischen Unternehmer würden Monat für Monat über die Einkommensteuer zur Kasse gebeten. Für Personengesellschaften, Einzelunternehmer und Freiberufler – also das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – ist die Einkommensteuer gleichzeitig die Unternehmenssteuer. Wer hier nicht entlastet, würgt den Motor der Volkswirtschaft ab.
Man muss sich das einmal vergegenwärtigen: Deutschland diskutiert seit Jahren über Klimaneutralität, Gendersprache und Lastenfahrräder, während der produktive Kern der Gesellschaft unter einer Steuerlast ächzt, die ihresgleichen sucht. Die Abgabenquote in der Bundesrepublik gehört zu den höchsten weltweit – und was bekommt der Bürger dafür? Marode Brücken, ein digitales Entwicklungsland und eine Bürokratie, die selbst Kafka erblassen ließe.
Worte allein reichen nicht mehr
So berechtigt die Forderung der MIT auch sein mag – der kritische Beobachter fragt sich unweigerlich: Warum erst jetzt? Die CDU regiert seit Mai 2025 wieder mit, Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein gigantisches Sondervermögen aufgelegt, das kommende Generationen mit Zins und Tilgung belasten wird. Und nun soll ausgerechnet im Rahmen dieser „Haushaltslage" – wie es im Antrag diplomatisch heißt – eine Steuerentlastung „gegebenenfalls auch in Stufen" kommen?
Der deutsche Steuerzahler hat solche Versprechen schon zu oft gehört. Er hat erlebt, wie der Solidaritätszuschlag Jahrzehnte überlebte, wie die kalte Progression seine Reallöhne auffraß und wie jede Regierung neue Gründe fand, die Entlastung auf morgen zu verschieben. Connemann formulierte es treffend: „Wenn sich Leistung für Verantwortungs- und Funktionsträger wieder lohnen soll, müssen wir die Steuertarife in die Gegenwart führen." Dem ist nichts hinzuzufügen – außer der dringenden Mahnung, dass auf Worte endlich Taten folgen müssen.
Leistung muss sich wieder lohnen
In Zeiten, in denen qualifizierte Fachkräfte das Land verlassen, weil sie anderswo mehr von ihrem Verdienst behalten dürfen, in denen Unternehmer über Bürokratie und Steuerlast klagen und in denen die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands rapide schwindet, wäre eine echte Einkommensteuerreform nicht bloß wünschenswert – sie wäre überlebensnotwendig. Wer den Mittelstand weiter ausblutet, sägt am Ast, auf dem die gesamte Gesellschaft sitzt.
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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuerberatung dar. Die dargestellten Informationen entsprechen unserer eigenen Einschätzung und den uns vorliegenden Quellen. Für individuelle steuerliche Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Steuerberater. Ebenso stellt dieser Beitrag keine Anlageberatung dar. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigene Recherchen durchführen.
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