
Tagesschau verharmlost tödliche Attacke auf jungen Aktivisten in Lyon
Ein 23-jĂ€hriger Student wird von vermummten Linksextremisten zu Tode geprĂŒgelt â und die Tagesschau macht daraus eine âSchlĂ€gerei zwischen Extremisten". Was in Frankreich geschah und wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Fall Quentin Deranque darstellt, offenbart einmal mehr die erschreckende Schlagseite der deutschen Berichterstattung.
Was wirklich in Lyon geschah
Die Fakten sind so brutal wie eindeutig: Am 12. Februar wurde der junge konservative Aktivist Quentin Deranque in Lyon von einer Gruppe Vermummter von seinen Begleitern abgeschnitten, zu Boden geworfen und anschlieĂend von mindestens sechs Angreifern wiederholt gegen den Kopf getreten. Videoaufnahmen dokumentieren, wie er isoliert und wehrlos am Boden lag, wĂ€hrend die Tritte auf ihn niederprasselten. Deranque erlitt schwerste SchĂ€del- und Hirnverletzungen, fiel ins Koma und verstarb zwei Tage spĂ€ter. Er wurde 23 Jahre alt.
Die TĂ€ter gehören der antifaschistischen Gruppierung âJeune Garde" an, die enge Verbindungen zur linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI) unterhĂ€lt. Der GrĂŒnder dieser Gruppe sei sogar Mitglied und Abgeordneter der LFI. Es handelte sich also keineswegs um eine spontane Auseinandersetzung, sondern um einen gezielten, einseitigen Ăberfall Dutzender Vermummter auf drei junge Aktivisten. Zwei von ihnen konnten fliehen. Quentin nicht.
Die Tagesschau und die Kunst der Verharmlosung
Wie berichtete nun die Tagesschau in ihrer Abendsendung ĂŒber diesen brutalen Mord? Man sprach von einer âSchlĂ€gerei zwischen Extrem-Linken und Extrem-Rechten", in die Quentin geraten sei. Eine SchlĂ€gerei. Zwischen zwei Lagern. Auf Augenhöhe. Man muss sich diese Wortwahl auf der Zunge zergehen lassen, um ihre ganze Perfidie zu begreifen.
Denn was die Tagesschau hier betreibt, ist nichts anderes als eine systematische Verzerrung des Tathergangs. Aus einem einseitigen Ăberfall einer Ăbermacht auf einen wehrlosen jungen Mann wird eine âgegenseitige Konfrontation". Aus einem Mordopfer wird ein Beteiligter. Aus TĂ€tern werden bloĂe âTatverdĂ€chtige, die der linksextremen Szene angehören" â wohlgemerkt mit dem vorsichtigen Zusatz âVerbindungen zur linkspopulistischen Partei LFI". Das Opfer hingegen? Das wurde ohne jedes Zögern als âRechtsextremist" bezeichnet.
Die doppelten MaĂstĂ€be könnten kaum offensichtlicher sein. Wer links steht und mordet, hat lediglich âVerbindungen" zu einer âlinkspopulistischen" Partei. Wer rechts steht und ermordet wird, ist ein Extremist. Diese sprachliche Asymmetrie ist kein Zufall â sie ist Methode.
Framing von der ersten Sekunde an
Bereits zu Beginn der Reportage habe die Tagesschau ein ablehnendes Klima gegenĂŒber den konservativen Aktivisten erzeugt. Die Proteste, die auf Quentins Tod folgten, seien nach einem âAufruf rechtsextremer und streng katholischer Gruppen" erfolgt, so die Darstellung. Rund 3.200 Menschen nahmen an einem Trauermarsch durch Lyon teil â einer Veranstaltung, die durchgehend friedlich verlief. Doch statt diese Friedlichkeit hervorzuheben, wĂ€hlte der Sender offenbar lieber Formulierungen, die beim Zuschauer reflexartig Ablehnung erzeugen sollten.
Besonders entlarvend war das Ende des Beitrags: Ein Interview mit dem BĂŒrgermeister von Lyon, GrĂ©gory Doucet, der jegliche âpolitische Vereinnahmung" von Deranques Tod fĂŒr âunanstĂ€ndig" erklĂ€rte. Daraufhin kommentierte die Sprecherin lakonisch: âDoch genau das passiert gerade in Frankreich." Man fragt sich unwillkĂŒrlich: WĂ€re die Tagesschau ebenso besorgt ĂŒber âpolitische Vereinnahmung", wenn ein linker Aktivist von Rechtsextremen zu Tode geprĂŒgelt worden wĂ€re? Die Antwort kennt jeder, der die Berichterstattung der vergangenen Jahre auch nur am Rande verfolgt hat.
Reaktionen aus der Politik
Die politischen Reaktionen auf Quentins Tod fielen bezeichnend unterschiedlich aus. Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron habe weitgehend geschwiegen. Als Italiens Premierministerin Giorgia Meloni auf den Fall aufmerksam machte, sei sie von Macron sogar zurechtgewiesen worden â ein bemerkenswerter Vorgang, der BĂ€nde ĂŒber die politische Kultur im heutigen Europa spricht. Jordan Bardella, PrĂ€sident des Rassemblement National, bezeichnete die Tat als âbarbarischen Akt" und warf der extremen Linken vor, getötet zu haben. Gleichzeitig empfahl er seinen Abgeordneten allerdings, den Demonstrationen fernzubleiben.
Ein Symptom eines gröĂeren Problems
Der Fall Quentin Deranque und seine mediale Aufarbeitung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland sind symptomatisch fĂŒr ein tiefgreifendes Problem. Seit Jahren beobachten kritische BĂŒrger, wie die gebĂŒhrenfinanzierten Sender eine Berichterstattung pflegen, die linksextreme Gewalt systematisch verharmlost, wĂ€hrend konservative oder rechte Positionen reflexartig in die Extremismus-Ecke gestellt werden.
Man erinnere sich: FĂŒr diese Art der Berichterstattung zahlt jeder deutsche Haushalt monatlich 18,36 Euro RundfunkgebĂŒhr â ob er will oder nicht. Ein Zwangsbeitrag fĂŒr eine Berichterstattung, die einen brutalen Mord zur âSchlĂ€gerei" umdeutet und das Opfer zum Extremisten stempelt, wĂ€hrend die TĂ€ter mit sprachlichen Samthandschuhen angefasst werden.
Wenn ein junger Mann von einer Ăbermacht Vermummter zu Tode getreten wird und der öffentlich-rechtliche Rundfunk daraus eine âSchlĂ€gerei zwischen Extremisten" macht, dann ist das keine journalistische Ungenauigkeit â es ist eine bewusste IrrefĂŒhrung der Zuschauer.
Es wĂ€re an der Zeit, dass sich die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ernsthaft mit der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks befasst. Denn was nĂŒtzt ein staatlich finanziertes Mediensystem, das seinen Auftrag zur ausgewogenen Berichterstattung derart eklatant verfehlt? Die BĂŒrger dieses Landes haben ein Recht auf wahrheitsgemĂ€Ăe Information â und nicht auf ideologisch gefĂ€rbte Narrative, die TĂ€ter und Opfer nach politischer Gesinnung sortieren.

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