
Trump droht Teheran: Alarm am geheimen Atom-Berg des Iran

Es ist der wohl unzugänglichste Ort des iranischen Atomprogramms – und plötzlich rührt sich dort wieder etwas. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach eigenen Angaben Bauaktivität am sogenannten Pickaxe Mountain beobachtet, einem massiv befestigten Tunnelkomplex südlich der Anreicherungsanlage Natanz. US-Präsident Donald Trump reagierte mit einer unverhohlenen Drohung.
„Werdet nicht frech" – Trumps Warnung an Teheran
Auf einem Republikaner-Konvent zu den Zwischenwahlen sagte Trump am Mittwochabend, man bemerke „ein wenig Aktivität" am Pickaxe. Er riet dem Iran, nicht „frech" zu werden – sonst werde man sehr hart zuschlagen müssen. Innerhalb einer Woche brachte der Präsident den Berg damit bereits zum zweiten Mal ins Spiel.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte im Interview mit Bloomberg Television, es gebe Hinweise auf Bewegung rund um die Baustelle. Konkrete Informationen über die Tätigkeiten dort habe die Behörde jedoch nicht. Der Grund ist simpel: Inspektoren waren nie im Inneren des Komplexes. Die IAEA ist auf Satellitenbilder angewiesen.
Ein Berg als Antwort auf Bomben
Der Bau begann Medienberichten zufolge im Herbst 2020 – nach Sabotageakten gegen die oberirdische Zentrifugen-Werkstatt in Natanz. Die Lehre, die Teheran daraus zog, liegt auf der Hand: Was tief im Fels liegt, überlebt Luftschläge.
Die US-Denkfabrik CSIS berichtet auf Basis einer sechsjährigen Bildauswertung von mehr Bauaktivität im Jahr 2026 als je zuvor an diesem Standort. Die Arbeiten hätten sich von reinem Aushub zu Innenausbau und weiterer Verstärkung der Zugänge verlagert. Ob dort angereichert wird, lässt sich aus dem Orbit nicht klären – belastbare Belege für Nuklearmaterial vor Ort gibt es laut den Analysen bislang nicht.
Diplomatie am Ende, Eskalation im Dauerbetrieb
Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 verweigert Teheran den Zugang zu den betroffenen Standorten. Auch der Bestand an hochangereichertem Uran ist für die Behörde seither nicht überprüfbar. Der IAEA-Gouverneursrat hat die Akte inzwischen an den UN-Sicherheitsrat weitergegeben.
Bemerkenswert ist ein zweiter Satz Trumps: Der Krieg werde unmittelbar nach der Wahl enden, weil der Iran nicht länger durchhalten könne. Militärexperten halten Pickaxe Mountain dagegen für kaum konventionell zerstörbar – einzelne Hardliner in Washington sollen deshalb über nukleare Optionen räsonieren. Aus Sicht unserer Redaktion wäre das ein Tabubruch mit unabsehbaren Folgen.
„Wir bemerken ein wenig Aktivität am Pickaxe. Ich würde dem Iran raten, nicht frech zu werden, weil wir sie sehr hart treffen müssten."
Was das für deutsche Verbraucher bedeutet
Der Krieg ist längst in den Portemonnaies angekommen. Brent notiert nach neuen Angriffen rund um die Straße von Hormus bei rund 100 Dollar je Barrel, in Deutschland kratzte der Dieselpreis in diesem Jahr am Allzeithoch. Die Antwort der Koalition aus Union und SPD: ein Gesetzespaket, das Tankstellen Preiserhöhungen nur noch einmal täglich erlaubt. Ob Preisvorschriften Öl billiger machen, bezweifeln selbst wohlmeinende Ökonomen.
Gold pendelt derweil um 4.400 Dollar je Unze – kurzfristig gedrückt von gestiegenen Marktzinsen, langfristig gestützt durch wachsende Staatsschulden, Kaufkraftverlust und geopolitische Risiken. Genau in solchen Phasen zeigt sich, warum physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ihren Platz haben: Sie brauchen weder Gegenpartei noch Vertrauen in Regierungen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.
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