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Kettner Edelmetalle
06.05.2026
05:45 Uhr

Trump zieht die Notbremse am Hormus: Diplomatischer Poker um Iran-Deal lässt Ölpreis abrutschen

Trump zieht die Notbremse am Hormus: Diplomatischer Poker um Iran-Deal lässt Ölpreis abrutschen

Die geopolitische Bühne im Persischen Golf hat ihren nächsten überraschenden Akt erlebt. Was am Montag noch als entschlossene Kraftdemonstration der Vereinigten Staaten begann, wurde nur einen Tag später per Truth-Social-Mitteilung kassiert: Donald Trump, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, setzt die frisch gestartete Militäroperation "Project Freedom" in der Straße von Hormus aus. Der Grund? Angeblich greifbare Fortschritte bei den festgefahrenen Verhandlungen mit Teheran.

Ein Zickzack-Kurs mit Wirkung

"Wir haben uns gegenseitig darauf verständigt, dass das Projekt Freiheit für kurze Zeit pausiert wird, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann", verkündete Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner hauseigenen Plattform. Die Blockade iranischer Häfen bleibe jedoch weiterhin aufrecht, betonte der Präsident. Ein typisches Trump-Manöver – Druck mit der einen Hand, Verhandlungstisch mit der anderen.

Bemerkenswert ist das Timing der Kehrtwende. Nur Stunden zuvor hatten Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth den Einsatz noch öffentlich verteidigt. Rubio erklärte, die Anfang März gemeinsam mit Israel begonnene Offensive "Epic Fury" gegen den Iran sei abgeschlossen. Eine weitere Eskalation hoffe man zu vermeiden. Wenige Stunden später folgte dann die Trump-typische Rolle rückwärts.

Ölmärkte atmen auf – vorerst

Die Reaktion an den Rohstoffmärkten ließ nicht lange auf sich warten. Die US-Rohölterminkontrakte gaben nach Trumps Ankündigung um 2,30 Dollar nach und rutschten unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel. Eine Schwelle, die seit Kriegsbeginn vor zwei Monaten zum Symbol der globalen Energiekrise geworden war. Wer geglaubt hatte, der Westen könne sich ungestraft in militärische Abenteuer am anderen Ende der Welt stürzen, wurde an der Tankstelle und auf der Heizkostenabrechnung eines Besseren belehrt.

Durch die Straße von Hormus fließen rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung. Diese Wasserstraße ist seit Kriegsbeginn faktisch geschlossen. Teheran hatte die Meerenge mit der Drohung von Minen, Drohnen, Raketen und Schnellbooten versperrt, Washington reagierte mit der Blockade iranischer Häfen und eskortierten Konvoifahrten. Allein am Montag wurden nach US-Militärangaben mehrere iranische Kleinboote sowie Marschflugkörper und Drohnen zerstört.

Teheran will eigene Spielregeln durchsetzen

Während Washington den Verhandlungsweg ausloten möchte, lässt das Mullah-Regime keinen Zweifel an seinem Machtanspruch. Wie der Staatssender Press TV berichtete, sollen Schiffsbetreiber künftig per E-Mail die Vorschriften für die Durchfahrt erhalten und eine Genehmigung der iranischen "Persian Gulf Strait Authority" einholen müssen. Die Revolutionsgarden hatten am Dienstag bereits eine "entschlossene Reaktion" angekündigt, sollten Schiffe nicht genehmigte Routen wählen.

Auch Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf gab sich kämpferisch. "Wir wissen genau, dass die Fortsetzung des Status quo für Amerika untragbar ist, während wir gerade erst angefangen haben", ließ er auf der Plattform X verlauten. Eine kaum verhüllte Drohung – und ein klares Signal, dass Teheran die wirtschaftliche Achillessehne des Westens genau identifiziert hat.

Neue Angriffe auf die Emirate

Parallel zur diplomatischen Bewegung mehren sich die militärischen Vorfälle. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Dienstag den zweiten Tag in Folge Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. Das Außenministerium in Abu Dhabi sprach von einer "ernsten Eskalation" und behielt sich das "volle und legitime Recht" auf eine Antwort vor. Teheran wies die Vorwürfe brüsk zurück und drohte seinerseits mit Vergeltung, sollten von emiratischem Boden aus Angriffe gestartet werden.

Die britische Behörde Maritime Trade Operations meldete zudem, ein Frachtschiff sei in der Meerenge von einem Geschoss getroffen worden. Details lagen zunächst nicht vor. Klar ist nur: Während Politiker am Verhandlungstisch gestikulieren, geht das Sterben auf See weiter. Laut Rubio befinden sich unter den Toten des Konflikts bereits zehn zivile Seeleute. Besatzungen festsitzender Schiffe seien "am Verhungern" und vollkommen isoliert.

Pakistan vermittelt, Peking lauert

Als Vermittler zwischen Washington und Teheran fungiert ausgerechnet Pakistan. Eine erste Verhandlungsrunde Mitte April in Islamabad blieb ohne Ergebnis, eine weitere platzte. Hauptstreitpunkt: das iranische Atomprogramm. Nach US-Angaben hat der Iran mehr als 900 Pfund hochangereichertes Uran nicht herausgegeben. Teheran wiederum beruft sich darauf, als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags ein Recht auf zivile Nutzung der Atomenergie zu besitzen.

Bemerkenswert ist die Reise des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi nach Peking, wo er am Mittwochmorgen seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi traf. China gilt als größter Abnehmer iranischen Öls und hat das amerikanische Vorgehen mehrfach kritisiert. Das Treffen fand gut eine Woche vor einem für diesen Monat angekündigten China-Besuch Trumps statt – ein Termin, den Peking bislang nicht bestätigt hat. Die geopolitische Schachpartie um den Persischen Golf wird damit immer komplexer.

Was bedeutet das für Deutschland?

Während Trump zumindest den Versuch unternimmt, durch Druck und Diplomatie eine Lösung herbeizuführen, steht Deutschland einmal mehr als Zaungast der Weltgeschichte da. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz mag öffentlich Beschwörungsformeln über die "regelbasierte Weltordnung" aussprechen, doch die wirtschaftlichen Folgen treffen den deutschen Mittelstand und die Verbraucher mit voller Wucht. Energiepreise, Inflation, Lieferkettenchaos – die Quittung für eine Außen- und Energiepolitik, die jahrelang auf Wunschdenken statt auf strategische Vernunft setzte, wird nun präsentiert.

Der Internationale Währungsfonds erklärte am Dienstag, selbst bei einem sofortigen Kriegsende würde es drei bis vier Monate dauern, dessen Folgen zu bewältigen. Drei bis vier Monate, in denen Industrie und Bürger weiter zur Kasse gebeten werden – während sich die Regierung in Berlin lieber mit Sondervermögen, Klimazielen im Grundgesetz und gendergerechter Verwaltungssprache beschäftigt.

Gold und Silber als Anker im geopolitischen Sturm

In Zeiten, in denen ein einziger Truth-Social-Post den Ölpreis um über zwei Dollar bewegen kann, wird die Bedeutung physischer Edelmetalle für ein robustes Vermögensportefeuille überdeutlich. Gold und Silber haben in jeder geopolitischen Krise der vergangenen Jahrzehnte ihre Funktion als wertstabile Anker bewiesen. Während Aktien zittern, Anleihen unter realen Negativzinsen leiden und Immobilien angesichts steigender Bauzinsen und politischer Eingriffe an Attraktivität verlieren, bleibt physisches Edelmetall das, was es seit Jahrtausenden ist: ehrliches Geld, das keiner Notenbank, keinem Präsidenten und keinem Regime gehorcht.

Eine wohlüberlegte Beimischung von physischem Gold und Silber ins eigene Portefeuille ist in Zeiten wie diesen kein Spekulationsobjekt, sondern eine vernünftige Maßnahme zur Vermögenssicherung gegen genau jene Verwerfungen, die wir derzeit am Persischen Golf beobachten.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel dargestellten Informationen und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen wieder. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Edelmetallen dar. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigenständige und sorgfältige Prüfung der individuellen Vermögenssituation sowie gegebenenfalls die Konsultation eines unabhängigen Beraters. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus Entscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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