
Union im freien Fall: Rot-Rot-Grün klopft ans Kanzleramt!

Historischer Tiefpunkt für Friedrich Merz: Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer von Forsa kommt die Union nur noch auf 19 Prozent. Gleichzeitig fehlen SPD, Grünen und Linken zusammen nur noch rund anderthalb Prozentpunkte zu einer eigenen Mehrheit im Bundestag. Ein Jahr und fünf Monate nach seinem Amtsantritt bekommt der Kanzler damit schriftlich, was viele Bürger längst denken.
Die Zahlen hinter dem Absturz
Im Vergleich zur Vorwoche verlieren Union und AfD je einen Punkt. Die AfD bleibt mit 26 Prozent klar stärkste Kraft, verzeichnet laut Forsa aber ihren schwächsten Wert seit Ende Juli.
Für CDU und CSU ist das Ergebnis dagegen eine Blamage. So tief stand die Union bisher nur einmal: kurz vor der Bundestagswahl 2021, die Armin Laschet gegen Olaf Scholz verlor. Damals galt das als Tiefpunkt. Heute ist es offenbar wieder Alltag.
- AfD: 26 Prozent (−1)
- CDU/CSU: 19 Prozent (−1)
- Grüne: 16 Prozent
- SPD: 14 Prozent (+2)
- Linke: 12 Prozent
- FDP: 4 Prozent, BSW: 3 Prozent
Warum 42 Prozent fast schon reichen
SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 42 Prozent. Das klingt nach wenig, reicht aber fast. Der Grund: Stimmen für Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde fallen bei der Sitzverteilung weg. Nach den aktuellen Zahlen sind das rund 13 Prozent. Für eine Mehrheit der Sitze würden deshalb schon gut 43,5 Prozent genügen.
Entscheiden könnten am Ende ausgerechnet die Kleinen. Würden FDP oder BSW überraschend in den Bundestag einziehen, sähe die Rechnung ganz anders aus. Im Moment kommt jedoch keine der beiden Parteien voran.
Kenia oder Blau-Schwarz, sonst nichts
Rechnerisch bleiben nach dieser Umfrage vor allem zwei Bündnisse übrig. Das eine ist eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen. Das andere wäre ein Bündnis aus AfD und Union. Das schließt die Union mit Verweis auf ihre Brandmauer aber strikt aus. Die aktuelle schwarz-rote Koalition käme übrigens nur noch auf 33 Prozent.
Das hat eine bittere Ironie. Im Wahlkampf 2025 hatte Merz noch verkündet: „Links ist vorbei.“ Jetzt steht das linke Lager unter seiner Kanzlerschaft so dicht vor einer Mehrheit wie lange nicht.
Der Osten als Warnsignal
Die Umfrage folgt auf mehrere Wahlschlappen. In Mecklenburg-Vorpommern holte die CDU am 20. September nach dem vorläufigen Ergebnis nur 4,9 Prozent. Damit flog sie zum ersten Mal überhaupt aus einem Landesparlament. Die AfD gewann dort mit 38,2 Prozent. Die SPD von Manuela Schwesig kam auf 35,5 Prozent und will nun Medienberichten zufolge mit Linken und Grünen sondieren.
Ebenfalls am 20. September wählte Berlin. Dort wurde die Linke mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft, die CDU stürzte von 28,2 auf 18,8 Prozent. Die Spitzenkandidatin der Linken kündigte an, private Wohnungskonzerne vergesellschaften zu wollen. In Sachsen-Anhalt holte die AfD 43,8 Prozent, die CDU 17,2.
Was für Bürger und Sparer auf dem Spiel steht
Viele Beobachter sehen in der Brandmauer eine Falle, die sich die Union selbst gestellt hat. Sie bleibt dann auf linke Partner angewiesen und muss ihnen immer mehr zugestehen. Kritiker befürchten bei einem Linksruck höhere Abgaben, mehr Umverteilung und Eingriffe ins Eigentum. Für Familien und Mittelstand wäre das ein teures Experiment.
Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Wahlergebnisse. Die Richtung ist trotzdem klar. Wer sein Vermögen gegen politische Unsicherheit absichern will, kann physisches Gold und Silber als Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen. Edelmetalle haben über Jahrhunderte viele Regierungen überdauert.
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