
Vance rechnet mit Europa ab: „Sie sabotieren sich selbst vielfach"
Es sind Worte, die in den Hauptstädten Europas nachhallen dürften – und die man dort nur ungern hört, weil sie einen unbequemen Kern Wahrheit enthalten. US-Vizepräsident J.D. Vance hat in einem Interview mit dem Sender Fox News den europäischen Verbündeten eine schonungslose Diagnose gestellt: Europa schade sich in weiten Teilen selbst. Nicht mangelnder Respekt seitens Washingtons sei das Problem, sondern die chronische Unfähigkeit des alten Kontinents, seine eigenen Interessen konsequent zu verfolgen.
Harte Worte, die sitzen
„Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist vielmehr so, dass sie sich selbst vielfach sabotieren", so Vance wörtlich. Man wünsche sich ein erfolgreiches Europa mit einer starken Wirtschaftsleistung. Doch die Realität sehe anders aus. Erst der massive Druck der Trump-Administration habe dazu geführt, dass NATO-Verbündete ihre Verteidigungsausgaben endlich erhöhten und in den Grenzschutz zur Eindämmung unkontrollierter Migration investierten. „Wir haben große Fortschritte erzielt, aber offen gestanden wünschen wir uns von unseren europäischen Verbündeten deutlich mehr", fügte der Vizepräsident hinzu.
Wer ehrlich ist, muss zugeben: Vance trifft einen wunden Punkt. Jahrzehntelang haben sich europäische Regierungen – allen voran Deutschland – hinter dem amerikanischen Schutzschild versteckt, während sie gleichzeitig ihre eigenen Armeen kaputtsparten. Die Bundeswehr, einst Rückgrat der europäischen Verteidigung, wurde zum Sinnbild politischer Vernachlässigung. Und beim Thema Grenzschutz? Da brauchte es offenbar erst einen amerikanischen Präsidenten, der mit dem Holzhammer auf den Tisch schlug, damit in Brüssel überhaupt ein Umdenken einsetzte.
Europas selbstverschuldete Schwäche
Die Kritik aus Washington kommt nicht aus dem Nichts. Europa hat sich über Jahre hinweg in eine Abhängigkeit manövriert, die ihresgleichen sucht: energiepolitisch von Russland, sicherheitspolitisch von den USA, wirtschaftlich zunehmend von China. Statt strategische Souveränität aufzubauen, hat man sich in Brüssel lieber mit Genderrichtlinien, Klimazielen und bürokratischen Regulierungsmonstern beschäftigt. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche Stagnation, die gerade Deutschland mit voller Wucht trifft.
Auch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz scheint diesen Kurs nicht grundlegend zu korrigieren. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen klingt nach Aufbruch, doch in Wahrheit ist es nichts anderes als ein gigantischer Schuldenberg, der kommende Generationen belasten wird. Ob damit tatsächlich die Infrastruktur modernisiert oder lediglich ideologische Projekte finanziert werden, bleibt abzuwarten.
Iran-Verhandlungen: Trump behält sich alle Optionen vor
Neben der Europa-Schelte äußerte sich Vance auch zu den laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran. Nach der zweiten Runde indirekter Gespräche in Genf warf er dem Regime in Teheran vor, die von Präsident Trump formulierten „roten Linien" nicht anerkennen zu wollen. Die Gespräche seien „in mancher Hinsicht" gut verlaufen, beide Seiten hätten vereinbart, den Dialog fortzusetzen. Doch Vance ließ keinen Zweifel daran, dass Washington bereit sei, auch andere Wege zu gehen: „Der Präsident behält sich das Recht vor zu sagen, wann die Diplomatie ihr natürliches Ende erreicht hat."
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte nach dem Treffen von einer Einigung über „Leitprinzipien" gesprochen, die den Weg für ein Abkommen ebnen könnten. Omans Außenminister Badr Albusaidi sprach von „guten Fortschritten". Ob diese diplomatischen Floskeln tatsächlich Substanz haben oder lediglich Zeitgewinn für Teheran bedeuten, wird sich zeigen.
Ein Weckruf, den Europa nicht ignorieren sollte
Die Botschaft aus Washington ist unmissverständlich: Die Zeiten, in denen Europa sich bequem auf amerikanische Großzügigkeit verlassen konnte, sind endgültig vorbei. Wer seine eigene Verteidigung vernachlässigt, seine Grenzen nicht schützt und seine Wirtschaft durch Überregulierung erdrosselt, der braucht sich über mangelnden Respekt auf der Weltbühne nicht zu wundern. Vance' Worte mögen unbequem sein – aber sie sind ein Spiegel, in den Europa dringend blicken sollte.
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