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Kettner Edelmetalle
25.08.2026
06:28 Uhr
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Von der UN an die Elite-Uni: Baerbocks nächster Karriereschritt

Von der UN an die Elite-Uni: Baerbocks nächster Karriereschritt
Symbolbild: KI-generiert

New York, Spätsommer 2026: Annalena Baerbocks Jahr an der Spitze der UN-Generalversammlung läuft am 8. September aus. Nach Deutschland zurückkehren wird die frühere Außenministerin offenbar trotzdem nicht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wechselt die Grünen-Politikerin im Herbst an die Columbia University – als Professorin.

Ein Titel, aber kein akademischer

Laut den Berichten soll Baerbock an der renommierten New Yorker Hochschule den Bereich „Global Leadership" übernehmen und zugleich als Co-Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership" fungieren. Angesiedelt ist die Stelle demnach an der School of International and Public Affairs.

Der Titel, der ihr dabei zufällt, lautet „Professor of Professional Practice". Das ist – anders als der deutsche Klang vermuten lässt – keine klassische Berufung nach Promotion und Habilitation, sondern eine Praxisprofessur für Menschen mit einschlägiger Berufserfahrung. Eine akademische Professorenqualifikation besitzt Baerbock nicht. Vorgesehen sind die Berichte zufolge Vorträge und Lehrveranstaltungen zu internationaler politischer Führung, befristet auf drei Jahre.

Adressiert ist das Programm ausgerechnet an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung. Manch ein Teilnehmer dürfte in Sachen Managementpraxis also mehr Kilometer auf dem Tacho haben als die Dozentin.

Keine Genehmigung nötig – die Karenzzeit ist abgelaufen

Politisch heikel ist der Wechsel formal nicht: Für ausgeschiedene Bundesminister gilt eine Karenzzeit von maximal 18 Monaten, in der Anschlussjobs von der Bundesregierung genehmigt werden müssen. Diese Frist ist abgelaufen. Baerbock braucht für den Schritt nach Manhattan also niemandes Segen.

Die Regel wurde einst geschaffen, um Interessenkonflikte beim Übergang aus dem Regierungsamt in die Privatwirtschaft zu verhindern. Kritiker halten sie seit Jahren für zu kurz bemessen – der Fall dürfte diese Debatte neu befeuern.

Ein Jahr voller Schlagzeilen – nicht immer der schmeichelhaften Sorte

Baerbocks Amtszeit an der Spitze der Generalversammlung war von Beginn an umstritten. Bereits ihre Nominierung sorgte in Berlin für Irritationen. Zuletzt warfen die USA der Deutschen Berichten zufolge im Zusammenhang mit dem Auswahlverfahren für den künftigen UN-Generalsekretär eine Kompetenzüberschreitung sowie „Heuchelei" vor. Auch ein Gedenken bei einer UN-Veranstaltung, das einen getöteten Hamas-Terroristen einschloss, löste scharfe Kritik aus.

Sie selbst zog Anfang August in einem Interview eine positive Bilanz. Bei den Vereinten Nationen laufe vieles besser, als es medial dargestellt werde, erklärte sie sinngemäß. Verhinderte Konflikte und abgewendete Hungersnöte produzierten nun einmal keine Schlagzeilen.

Warum das viele Bürger ärgert

Aus Sicht unserer Redaktion legt der Vorgang einen wunden Punkt frei: Während Millionen Deutsche in einer schwächelnden Wirtschaft um Arbeitsplätze und Kaufkraft ringen, funktioniert für Spitzenpolitiker ein internationales Netzwerk offenbar zuverlässig – auch dann, wenn die Bilanz im Amt umstritten war.

Leistung soll sich lohnen, heißt es. Für viele Bürger stellt sich die Frage, ob dieser Grundsatz in der politischen Klasse noch gilt. Baerbock selbst dürfte sich über den Wechsel freuen: Die Weltbühne bleibt, die deutschen Wähler sind weit weg.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

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