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17.04.2026
05:56 Uhr

Waffenruhe im Libanon kaum in Kraft – und schon bröckelt sie

Waffenruhe im Libanon kaum in Kraft – und schon bröckelt sie

Seit Mitternacht schweigen im Libanon offiziell die Waffen. Zumindest theoretisch. Denn kaum war die Tinte unter der Vereinbarung zwischen Israel und der vom Iran gesteuerten Hisbollah-Miliz trocken, meldete die libanesische Armee bereits Verstöße durch israelische Streitkräfte. Mehrere Dörfer im Süden des Landes seien beschossen worden. Ein Muster, das man aus dieser Region nur allzu gut kennt: Waffenruhen werden verkündet, gefeiert – und dann systematisch unterlaufen.

Trump als selbsternannter Friedensstifter

US-Präsident Donald Trump zeigte sich vor dem Weißen Haus gewohnt selbstbewusst. Man sei „sehr nahe dran an einem Abkommen" mit dem Iran, ließ er verlauten. Eine zweite Gesprächsrunde zwischen Washington und Teheran könnte möglicherweise bereits an diesem Wochenende stattfinden – nachdem die erste Verhandlungsrunde in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ohne greifbares Ergebnis geblieben war. Sollte es nötig sein, werde er die zunächst auf zehn Tage befristete Feuerpause verlängern, so Trump. Bei einer Einigung erwäge er sogar, persönlich zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen.

Auf seiner Plattform Truth Social sprach der US-Präsident von einem „vielleicht historischen Tag für den Libanon" und äußerte die Hoffnung, die Hisbollah werde sich „in dieser wichtigen Zeit" gut verhalten. Man darf das getrost als diplomatische Wunschvorstellung einordnen. Denn die Schiitenmiliz ließ umgehend offen, ob sie die Waffenruhe überhaupt einhalten werde. Jede Feuerpause müsse „umfassend für das gesamte libanesische Gebiet" gelten und dürfe keinerlei israelische Truppenbewegungen zulassen, forderte die Organisation. Ohne die Hisbollah am Verhandlungstisch dürfte eine dauerhafte Lösung kaum erreichbar sein.

Jubel in Beirut – und bittere Realität im Süden

Während in der libanesischen Hauptstadt Beirut Menschen vor Freude in die Luft schossen und in den während des Krieges schwer getroffenen südlichen Vororten auf den Straßen feierten, machten sich bereits Tausende auf den Weg zurück in den Süden des Landes. Mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden. Die Bilder erinnern an vergangene Konflikte in der Region – an jene trügerischen Momente der Hoffnung, die allzu oft in neuer Gewalt endeten.

Der Iran begrüßte die Waffenruhe erwartungsgemäß und wertete sie als eigenen Erfolg. Ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die Feuerpause sei „allein der standhaften Haltung der libanesischen Widerstandsbewegung der Hisbollah und der politischen Unterstützung Irans zu verdanken". Propaganda in Reinform – aber in Teheran versteht man sich darauf, militärische Pattsituationen als Siege zu verkaufen.

Pentagon hält alle Optionen offen

Deutlich nüchterner klang US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die USA hielten sich alle Optionen im weiterhin ungelösten Konflikt mit dem Iran offen, betonte er. Teheran werde „genauestens überwacht", welche Waffen es momentan wo in Stellung bringe. Die iranische Drohung, Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen, sei keine „Kontrolle", wie Teheran es darstelle, sondern schlicht „Piraterie" und „Terrorismus". Harte Worte. Und dahinter steht militärische Substanz: Das US-Militär blockiert weiterhin die strategisch bedeutsame Meerenge für iranische Tanker und Handelsschiffe.

Die Konsequenzen dieser Eskalation spürt die gesamte Weltwirtschaft. Irans Marine hatte die für den globalen Öl- und Gasmarkt unverzichtbare Straße von Hormus durch Drohungen und Beschuss faktisch unpassierbar gemacht. Die Energiepreise schossen in die Höhe. Teherans zynischer Vorschlag, für eine „sichere Durchfahrt" Gebühren zu erheben, entlarvt das Regime als das, was es ist: ein Erpresser auf der Weltbühne.

Merz will Bundeswehr an der Straße von Hormus einsetzen

Unter dem enormen wirtschaftlichen Druck beraten die westlichen Partner heute in Paris über eine mögliche Militärmission zur Sicherung der Meerenge nach dem Irankrieg. Bundeskanzler Friedrich Merz will dort ein konkretes Angebot für eine Beteiligung der Bundeswehr machen. Man darf gespannt sein, wie eine chronisch unterfinanzierte und materiell ausgehöhlte Truppe diese Aufgabe bewältigen soll. Jahrzehntelange Vernachlässigung der Verteidigungsfähigkeit rächt sich nun in dem Moment, in dem Deutschland tatsächlich gebraucht wird. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Große Koalition aufgelegt hat, fließt eben nicht primär in die Bundeswehr, sondern in allerlei Infrastrukturprojekte – während die Welt in Flammen steht.

Diplomatisches Ringen auf allen Kanälen

Parallel zur militärischen Dimension läuft das diplomatische Ringen auf Hochtouren. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif reiste von Saudi-Arabien nach Katar, um eine Lösung im Irankrieg zu sondieren. Sein Land habe „offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten", hieß es aus dem Außenministerium. Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA wurden jedoch nicht bestätigt. Ein neuer Gesprächstermin solle erst nach Sharifs Rückkehr am Samstag festgelegt werden.

Besonders bemerkenswert: Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir traf in Teheran ein. Er gilt als der eigentliche Machthaber in Pakistan – ein ungewählter, aber entscheidender Akteur und harter Verhandler. Aus Diplomatenkreisen verlautete, Munir werde anschließend in der Türkei Sharif treffen, bevor er in die USA weiterreise. In der Türkei findet zudem eine Konferenz regionaler Diplomaten statt. Die Fäden werden also an vielen Orten gleichzeitig gezogen.

Was diese Krise für Anleger bedeutet

Für den aufmerksamen Beobachter – und erst recht für den vorausschauenden Anleger – sind die Signale unmissverständlich. Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Energiepreise, die geopolitische Unsicherheit nährt die Inflation, und die westlichen Regierungen reagieren mit immer neuen Schulden. In solchen Zeiten erweist sich physisches Gold einmal mehr als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen vor den Verwerfungen einer zunehmend instabilen Weltordnung schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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