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Kettner Edelmetalle
06.06.2026
12:25 Uhr

Wer mehr zahlt, gewinnt: Warum gut bezahlende Handwerksbetriebe das Rückgrat einer kränkelnden Wirtschaft bilden

Wer mehr zahlt, gewinnt: Warum gut bezahlende Handwerksbetriebe das Rückgrat einer kränkelnden Wirtschaft bilden

Es ist eine Erkenntnis, die so simpel klingt, dass man sich fragt, warum sie überhaupt einer Studie bedarf: Handwerksbetriebe, die ihren Mitarbeitern ordentliche Löhne zahlen, sind oftmals produktiver, attraktiver und wirtschaftlich erfolgreicher als jene, die am Personal sparen. Doch in einem Land, in dem die Politik dem Mittelstand seit Jahren das Leben schwer macht, ist selbst diese Binsenweisheit eine erfreuliche Nachricht. Hervor geht sie aus dem bislang unveröffentlichten „Handwerkskompass 2026", den die IW Consult im Auftrag eines Sanierungsspezialisten erstellt hat.

Die sogenannte „Produktivitätsspirale"

Für die Untersuchung seien mehr als 600 Handwerker befragt worden. Die Autoren sprächen von einer regelrechten „Produktivitätsspirale": Wer höhere Gehälter zahle, gewinne leichter qualifizierte Fachkräfte, steigere seine Attraktivität als Arbeitgeber und erziele am Ende eine höhere Produktivität. Besonders erfolgreiche Betriebe setzten zudem häufiger auf Bonuszahlungen, digitale Hilfsmittel und standardisierte Prozesse.

Man stelle sich das einmal vor: Unternehmer, die ihre Leute fair behandeln und in moderne Abläufe investieren, fahren bessere Ergebnisse ein. Eine kleine wirtschaftliche Sensation – zumindest für jene, die in ministeriellen Hinterzimmern noch immer glauben, man könne eine Volkswirtschaft mit Bürokratie, Subventionsgeklingel und Gendersternchen am Laufen halten.

Vorsicht vor dem Trugschluss

Doch die Ökonomen mahnen zur Vorsicht. Der Arbeitsmarktforscher Christian Dustmann vom University College London erklärte der Zeitung, er würde keineswegs behaupten, dass höhere Löhne automatisch die Produktivität steigerten. Die Kausalität gehe „sicherlich nicht in diese Richtung". Vielmehr zahlten produktive Unternehmen höhere Löhne, weil sie es sich schlichtweg leisten könnten.

Produktivere Unternehmen zahlen meist höhere Löhne, weil sie es sich leisten können – nicht umgekehrt.

Tatsächlich, so der Befund, verbänden erfolgreiche Betriebe ihre hohen Löhne in der Regel mit guter Organisation, qualifizierten Mitarbeitern und effizienten Prozessen. Der Produktivitätsforscher Steffen Müller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle ergänzte, dass eine gute Bezahlung die Beschäftigten durchaus motiviere. Wer mehr verdiene als anderswo, habe schlichtweg mehr zu verlieren und identifiziere sich stärker mit seinem Arbeitgeber.

Der eigentliche Skandal liegt anderswo

Doch während sich die Forscher über Kausalitätsketten den Kopf zerbrechen, drängt sich eine ganz andere Frage auf: Welche Rahmenbedingungen bietet dieses Land seinen fleißigen Handwerkern eigentlich noch? Der deutsche Mittelstand, einst der Stolz unserer Nation, ächzt unter einer Steuer- und Abgabenlast, die ihresgleichen sucht. Energiepreise auf Rekordniveau, ein bürokratisches Dickicht, das jeden Betriebsinhaber zum Aktenverwalter degradiert, und eine Politik, die lieber 500 Milliarden Euro an neuen Schulden für vage „Infrastrukturprojekte" verteilt, als endlich die Belastungen für die produktive Mitte zu senken.

Wenn Handwerksbetriebe trotz dieser widrigen Umstände noch in der Lage sind, gute Löhne zu zahlen und produktiv zu wirtschaften, dann ist das ein Verdienst der Unternehmer – und gewiss nicht der Politik. Es wäre an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin diesen Rückgrat-Betrieben endlich die Fesseln abnehmen, statt sie mit immer neuen Vorschriften zu gängeln.

Was uns das lehrt

Die Studie bestätigt im Grunde, was der gesunde Menschenverstand schon immer wusste: Leistung muss sich lohnen – für die Beschäftigten wie für die Betriebe. In einer Zeit, in der die Inflation die Ersparnisse der Bürger auffrisst und das Vertrauen in das Papiergeld zusehends schwindet, gilt diese Wahrheit nicht nur für die Lohntüte, sondern auch für die persönliche Vermögenssicherung. Wer hart arbeitet und etwas zur Seite legt, sollte sein Erspartes nicht der schleichenden Geldentwertung überlassen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Kaufkraft bewahren – unabhängig davon, welche Sparpolitik gerade in Mode ist oder welche Schuldenberge die Regierungen anhäufen. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene Beständigkeit, die der Mittelstand so dringend bräuchte und die ihm von der Politik so beharrlich verwehrt wird.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen ausschließlich der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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