
Xiaomi greift die KI-Giganten an: Neues Open-Source-Modell soll DeepSeek und OpenAI Konkurrenz machen
Der chinesische Technologieriese Xiaomi, bislang vor allem für seine Smartphones und Elektrofahrzeuge bekannt, wagt nun den großen Sprung in die Welt der künstlichen Intelligenz. Mit dem neu vorgestellten Modell MiMo-V2-Flash will das Unternehmen aus Peking den etablierten Platzhirschen wie DeepSeek, OpenAI und Anthropic das Fürchten lehren – und das zu einem Bruchteil der üblichen Kosten.
Ein Wunderkind wechselt die Seiten
Besonders pikant: Das chinesische KI-Wunderkind Luo Fuli, der erst kürzlich von DeepSeek zu Xiaomis MiMo-Team wechselte, bezeichnete das neue Modell auf der Plattform X als „Schritt 2 auf unserem AGI-Fahrplan". AGI, die sogenannte künstliche allgemeine Intelligenz, gilt als der heilige Gral der Branche – eine hypothetische Form der KI, die menschliche kognitive Fähigkeiten erreichen oder gar übertreffen könnte.
Xiaomi positioniert sein neues Flaggschiff-Modell als Alleskönner, der besonders in den Bereichen logisches Denken, Programmierung und agentenbasierte Szenarien glänzen soll. Gleichzeitig diene es als vielseitiger Assistent für alltägliche Aufgaben, so das Unternehmen in seinem offiziellen Blogbeitrag.
Rasend schnell und spottbillig
Die technischen Eckdaten lesen sich beeindruckend: Mit einer Inferenzgeschwindigkeit von 150 Tokens pro Sekunde und Kosten von lediglich 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens sowie 0,30 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens gehört MiMo-V2-Flash zu den kosteneffizientesten Hochleistungsmodellen auf dem Markt. Ein Preisniveau, das westliche Konkurrenten alt aussehen lässt.
Nach eigenen Angaben erreicht das Xiaomi-Modell eine Leistung, die mit Moonshot AIs Kimi K2 Thinking und DeepSeek V3.2 Thinking vergleichbar sei. Bei der Verarbeitung langer Kontexte soll es die Konkurrenz sogar übertreffen. Auf dem renommierten SWE-Bench Verified, einem Benchmark für agentenbasierte Aufgaben, erzielte MiMo-V2-Flash einen Wert von 73,4 Prozent – besser als alle Open-Source-Wettbewerber.
Auf Augenhöhe mit den Besten
Besonders bemerkenswert: Das Modell soll sich der Leistung von OpenAIs GPT-5-High annähern und mit Anthropics Claude 4.5 Sonnet, dem derzeit als bestes Coding-Modell der Branche geltenden System, auf Augenhöhe liegen – allerdings zu einem Bruchteil der Kosten.
Das Modell ist weltweit über Xiaomis Entwicklerplattform MiMo Studio, Hugging Face und die API-Plattform verfügbar. Mit der Open-Source-Strategie folgt Xiaomi dem Trend, der bereits DeepSeek zum Durchbruch verhalf und die gesamte KI-Branche aufmischte.
Chinas KI-Offensive nimmt Fahrt auf
Der Vorstoß von Xiaomi unterstreicht einmal mehr die wachsende Dominanz chinesischer Unternehmen im globalen KI-Wettrennen. Während westliche Regierungen noch über Regulierungen debattieren und sich in bürokratischen Hürden verstricken, schaffen chinesische Tech-Giganten Fakten. Die Frage, ob Europa und Deutschland in diesem technologischen Wettkampf noch eine Rolle spielen werden, drängt sich immer stärker auf. Die Antwort fällt mit jedem Tag, an dem hierzulande ideologische Debatten über praktische Innovation gestellt werden, ernüchternder aus.
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