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17.02.2026
19:38 Uhr

ZDF ertappt: KI-generierte Fake-Bilder im „heute journal" – Kubicki fordert Konsequenzen

ZDF ertappt: KI-generierte Fake-Bilder im „heute journal" – Kubicki fordert Konsequenzen

Was passiert, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender, der sich selbst als Bollwerk gegen Desinformation inszeniert, genau jene Methoden anwendet, die er bei anderen so vehement anprangert? Man bekommt einen handfesten Skandal, der das ohnehin ramponierte Vertrauen in den gebührenfinanzierten Rundfunk weiter erschüttert. Das ZDF hat sich mit einem Beitrag im „heute journal" vom 15. Februar einen Fehltritt geleistet, der seinesgleichen sucht – und der fundamentale Fragen über die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Systems aufwirft.

Künstliche Tränen für echte Propaganda

Der Reihe nach: Am Sonntagabend berichtete das „heute journal" über die Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE unter Präsident Donald Trump. Moderatorin Dunja Hayali sprach von „Gewalt" und „Willkür" bei den Festnahmen und malte das Bild eines „Klimas der Angst", das „selbst vor Kindern nicht haltmacht". Soweit die gewohnte Tonlage, wenn es um die Berichterstattung über Trumps Migrationspolitik geht. Doch dann wurde es brisant.

Inmitten des Beitrags tauchte eine Videosequenz auf, die weinende Kinder mit ihrer Mutter zeigte, die angeblich von ICE-Beamten abgeführt wurde. Ein herzzerreißendes Bild – wäre es denn echt gewesen. Tatsächlich stammte die Szene von Sora, einem KI-Videogenerator von OpenAI. Das verräterische Wasserzeichen des Tools war im Material noch deutlich erkennbar. Ein aufmerksamer Beobachter des „ÖRR-Blogs" entdeckte die Ungereimtheit und machte sie auf der Plattform X öffentlich. Die Resonanz war gewaltig.

Archivmaterial aus völlig anderem Kontext

Doch damit nicht genug. An einer weiteren Stelle des Beitrags behauptete der Sprechertext, ICE-Agenten würden „Minderjährige vor ihren Schulen" mitnehmen. Dazu zeigte der Sender eine Aufnahme, in der ein Junge mit auf dem Rücken verschränkten Armen von einem uniformierten Beamten abgeführt wird. Auch diese Szene hatte mit den aktuellen ICE-Razzien unter Trump rein gar nichts zu tun. Es handelte sich um Archivmaterial aus Florida aus dem Jahr 2022 – als Trump nicht einmal im Amt war. Und der Grund für die damalige Festnahme? Eine Amokdrohung. Kein Einwanderungsdelikt, keine Abschiebung, keine ICE-Razzia.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Sender, der jährlich Milliarden an Gebührengeldern verschlingt, illustriert einen Bericht über vermeintliche Willkür der US-Einwanderungsbehörde mit KI-generierten Fake-Videos und kontextfremdem Archivmaterial. Und das alles ohne jegliche Kennzeichnung. Derselbe Sender, der sich in der Vergangenheit selbst kritisch mit den Gefahren von KI-generierten Inhalten für die journalistische Authentizität auseinandergesetzt hatte. Die Ironie könnte kaum bitterer sein.

Kubicki geht in die Offensive

FDP-Vize Wolfgang Kubicki fand deutliche Worte. Auf X sprach er von einem „Medienskandal, der uns noch lange beschäftigen wird". Das ZDF habe damit 3,6 Millionen Zuschauer „in die Irre geführt". Kubicki ging noch weiter und attackierte das gesamte System: Es handele sich um ein „Milliarden-Beitragssystem", das „zu einem Rundfunk führt, in dem manipulative bzw. manipulierte Berichterstattung offenbar schon so verbreitet ist, dass es nicht einmal bei den Verantwortlichen ein Störgefühl auslöst".

Der FDP-Politiker forderte politische Konsequenzen und eine Kündigung der Rundfunkverträge durch die Länder. Nur so werde „der für echte Reformen notwendige politische Handlungs- und Rechtfertigungsdruck entstehen". Eine Forderung, die angesichts der jüngsten Enthüllungen keineswegs überzogen erscheint.

Die dürftige Entschuldigung des Senders

Das ZDF reagierte am Dienstag mit einer Stellungnahme, die man bestenfalls als pflichtschuldig bezeichnen kann. Es seien den Verantwortlichen „Fehler unterlaufen, für die sich der Sender entschuldigt". Die Sora-Sequenz hätte „nach den Regeln des ZDF ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen". Die stellvertretende Chefredakteurin Anne Gelinek erklärte, man entschuldige sich „in aller Form für diese Fehler". Der Beitrag entspreche nicht den eigenen Standards und hätte „in dieser Form nicht gesendet werden dürfen". Er sei deshalb von allen Plattformen entfernt worden.

Auf die Frage, warum überhaupt KI-generiertes Material verwendet wurde, lieferte der Sender eine geradezu abenteuerliche Erklärung: Man habe damit die Anmoderation Hayalis illustrieren wollen, in der diese von echten und falschen Bildern gesprochen hatte. Man bedauere, „dass dabei nicht deutlich genug wurde, welche Bilder real sind und welche nicht". Eine Erklärung, die bei näherer Betrachtung in sich zusammenfällt – denn die KI-Sequenzen wurden exakt an jener Stelle des Beitrags eingesetzt, an der der Sprechertext von realen Festnahmen durch ICE-Agenten handelte.

Ein Symptom eines viel größeren Problems

Dieser Vorfall ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern ein Symptom eines tiefgreifenden strukturellen Problems im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. ARD, ZDF und Deutschlandradio nehmen zusammen über zehn Milliarden Euro pro Jahr ein – finanziert durch Zwangsbeiträge der Bürger. Dafür dürften die Gebührenzahler eigentlich erwarten, dass sie mit sorgfältig recherchierten, wahrheitsgemäßen Berichten versorgt werden. Stattdessen bekommen sie offenbar zunehmend tendenziöse Berichterstattung serviert, die mit fragwürdigen Mitteln emotional aufgeladen wird.

Wer erinnert sich nicht an den Fall, als das ZDF seine Prüfmechanismen verschärfen musste, nachdem bekannt wurde, dass ein Hamas-Mitglied für den Sender gearbeitet hatte? Und nun also KI-generierte Fake-Videos, die ohne Kennzeichnung als vermeintlich reale Aufnahmen präsentiert werden. Es drängt sich die Frage auf: Wie oft ist Ähnliches bereits geschehen, ohne dass es jemand bemerkt hat?

Die deutschen Bürger finanzieren ein Mediensystem, das ihnen gegenüber eine besondere Sorgfaltspflicht hat. Wenn dieses System diese Pflicht derart eklatant verletzt, dann ist Kubickis Forderung nach einer grundlegenden Reform nicht nur berechtigt – sie ist überfällig. Denn ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der selbst Fake-Material produziert und verbreitet, hat jede moralische Autorität verloren, andere der Verbreitung von Desinformation zu bezichtigen. Die Glaubwürdigkeitskrise des deutschen Mediensystems hat mit diesem Skandal eine neue, besorgniserregende Dimension erreicht.

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