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18.09.2026
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Zwei Tage vor der Berlin-Wahl: CDU-Basis probt den Aufstand

Zwei Tage vor der Berlin-Wahl: CDU-Basis probt den Aufstand
Symbolbild: KI-generiert

Berlin wählt am Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus – und im Konrad-Adenauer-Haus wirkte der angekündigte „Wahlkampf-Schlussspurt“ am Donnerstag eher wie eine verhaltene Abschiedsveranstaltung. Bundeskanzler Friedrich Merz kam, redete, lobte die Hauptstadt. Fragen waren nicht zugelassen. Und ein Parteimitglied aus Steglitz-Zehlendorf sagte laut einem Bericht vom Ort öffentlich, was viele dachten: „Das reicht nicht.“

Kopf-an-Kopf mit der Linken – Hauptgegner links, AfD unerwähnt

Die Ausgangslage ist für eine Partei, die drei Jahre den Regierenden Bürgermeister stellte, bemerkenswert dünn. Aktuelle Umfragen sehen CDU und Linke bei rund 20 Prozent nahezu gleichauf, die AfD dahinter bei etwa 18 Prozent – doppelt so stark wie bei der letzten Wahl.

Spitzenkandidat Stefan Evers attackierte deshalb vor allem die Linke, die in der Wohnungspolitik „eine Partei, die die Not schafft“ sei. Die AfD erwähnte er dem Bericht zufolge kein einzige Mal. Merz tat es ihm gleich. Beobachter dürften das als bemerkenswerte Prioritätensetzung lesen.

Bürgerämter als Vorbild für die Republik?

Der Kanzler pries die Berliner Verwaltung als Modell: Termine im Bürgeramt gebe es wieder am Folgetag statt erst nach Monaten – „So etwas kann auch wieder funktionieren“, soll er gesagt haben. Dieses Prinzip wolle er auf ganz Deutschland übertragen.

Dass die Terminvergabe im Amt inzwischen als Regierungserfolg gefeiert wird, sagt aus Sicht unserer Redaktion mehr über den Zustand des deutschen Staatsapparats als jede Sonntagsrede.

„Raus aus der Wirtschaftskrise“ – mit Einschränkung

Auch konjunkturell gab Merz den Optimisten: Die Wirtschaftsleistung solle 2026 laut Prognosen um 60 Milliarden Euro über dem Vorjahr liegen, man sei „raus aus dieser Wirtschaftskrise“. Wenige Sätze später ruderte er zurück – endgültig sei das noch nicht.

Kritiker verweisen darauf, dass ein großer Teil des erhofften Wachstums auf schuldenfinanzierten Staatsprogrammen beruht, darunter das 500-Milliarden-Sondervermögen. Ein Aufschwung auf Kredit ist eben kein Aufschwung aus eigener Kraft.

Frust an der Basis: Der Kandidatenwechsel als „Befreiung“

Einig sind sich die Wahlkämpfer laut dem Bericht nur in einem Punkt: Erst der Rückzug Kai Wegners als Spitzenkandidat im Sommer habe den Wahlkampf gerettet. Der Unterschied bei Bürgergesprächen davor und danach habe sich „wie eine Befreiung“ angefühlt.

Doch aus diesem Schwung wurde offenbar kein Endspurt. Statt Mobilisierung gab es eine Podiumsdiskussion über Extremismus, die nicht in Gang kam. Der Betriebswirt aus Steglitz-Zehlendorf unterbrach, fragte in die Runde, was eigentlich „mit Merz“ und „mit Wegner“ laufe – und ging, wie viele andere, vorzeitig.

„Das reicht nicht“ – der Satz eines einfachen Parteimitglieds, der den Abend besser zusammenfasst als jede Rede.

Was er sich wünsche, sagte der Mann anschließend im Gespräch mit dem berichtenden Medium: mehr Widerstand, klarere Kante gegen die politischen Gegner, niedrigere Spritpreise durch Steuersenkungen – und in Berlin die Abwehr eines Überwachungsstaates, den er im neuen Mietkataster vermutet. Für eine Minderheitsregierung sprach sich kaum jemand aus; die Zugeständnisse an die SPD seien Dauerärgernis.

Was Bürger daraus mitnehmen können

Ob die CDU die Linke noch überholt, entscheidet sich am Sonntag. Wer sich unabhängig von Wahlausgängen und Konjunkturprognosen absichern will, setzt traditionell nicht allein auf Versprechen der Politik: Physische Edelmetalle gelten vielen als solide Beimischung zur langfristigen Vermögenssicherung – unabhängig davon, wer künftig im Roten Rathaus sitzt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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