
Arbeiten bis 70: CDU-Ministerpräsident Günther verlangt „Mentalitätswandel" von den Deutschen

Während die Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen und die Kaufkraft des Euro weiter erodiert, hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eine Debatte losgetreten, die vielen Deutschen sauer aufstoßen dürfte. Der CDU-Politiker fordert nichts Geringeres als einen gesellschaftlichen „Mentalitätswandel" – und meint damit vor allem: Die Menschen sollen länger arbeiten. Deutlich länger. Bis 70, um genau zu sein.
Wohlstand sichern – aber auf wessen Kosten?
In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland malte Günther ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage. Die Welt verändere sich fundamental, ein „Weiter-so" sei keine Option mehr. Man müsse um den Wohlstand kämpfen. So weit, so richtig. Doch die Schlussfolgerung, die der Ministerpräsident daraus zieht, offenbart ein bemerkenswertes Verständnis davon, wer diesen Kampf ausfechten soll: nicht etwa die politische Klasse, die Deutschland durch jahrzehntelange Fehlentscheidungen in diese Lage manövriert hat, sondern der einfache Arbeitnehmer.
Günther berief sich dabei auf Bundeskanzler Friedrich Merz, der bereits mehr Leistungsbereitschaft angemahnt hatte. Es sei „gesellschaftlich etabliert", dass man vorzeitig in den Ruhestand gehe oder mit 48 sein Unternehmen verkaufe und das Leben genieße, so Günther. Man brauche Menschen, die bis 70 arbeiten „wollen und dürfen".
Das Dachdecker-Argument – und warum es nicht so einfach ist
Besonders aufschlussreich ist Günthers Versuch, den naheliegendsten Einwand gleich prophylaktisch zu entkräften. Man solle bitte nicht „reflexhaft vom Dachdecker sprechen, der mit 70 Jahren nicht mehr auf dem Dach stehen kann". Da sei man sich doch einig. Mit solchen Argumenten sei „jede Diskussion tot".
Eine bemerkenswerte rhetorische Volte. Denn der Dachdecker steht stellvertretend für Millionen von Deutschen in körperlich fordernden Berufen – Pfleger, Bauarbeiter, Industriearbeiter, Handwerker aller Art. Diese Menschen einfach aus der Debatte herauszudefinieren, um dann ungestört über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit philosophieren zu können, zeugt von einer gewissen Realitätsferne, die man in den Staatskanzleien dieses Landes leider allzu häufig antrifft.
Die eigentlichen Ursachen des Wohlstandsverlusts
Was Günther in seiner Analyse wohlweislich verschweigt: Der schleichende Wohlstandsverlust Deutschlands hat Ursachen, die weit jenseits der individuellen Leistungsbereitschaft der Bürger liegen. Eine erdrückende Steuerlast, die weltweit ihresgleichen sucht. Eine Bürokratie, die jede unternehmerische Initiative im Keim erstickt. Eine Energiepolitik, die – getrieben von ideologischem Eifer – den Industriestandort Deutschland systematisch demontiert hat. Und nicht zuletzt ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Schulden belastet, die sie über Jahrzehnte durch Steuern und Abgaben werden abtragen müssen.
Statt die politischen Rahmenbedingungen grundlegend zu reformieren, wird dem Bürger also nahegelegt, einfach ein paar Jahre länger zu schuften. Man könnte es zynisch nennen – oder schlicht typisch für eine politische Klasse, die den Kontakt zur Lebensrealität der Menschen längst verloren hat.
Günther auch für Social-Media-Verbot für Kinder
Neben der Arbeitszeitdebatte äußerte sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident auch zur Regulierung sozialer Medien. Er sprach sich für ein möglichst schnelles Nutzungsverbot für Kinder aus. Jeder Monat des Wartens schade Kindern und Jugendlichen, so Günther. Während die CDU sich zuletzt auf eine Altersgrenze von 14 Jahren verständigt habe, halte er persönlich ein Mindestalter von 16 Jahren für angemessen. Kinder würden in sozialen Netzwerken Algorithmen ausgesetzt, die süchtig machten und sie mit Gewaltinhalten konfrontierten.
In diesem Punkt mag man Günther durchaus zustimmen. Der Schutz von Kindern vor den Auswüchsen der digitalen Welt ist eine Aufgabe, der sich der Staat tatsächlich stellen sollte. Doch auch hier stellt sich die Frage: Warum hat die Politik so lange zugesehen, bevor sie handelte? Und wird ein Verbot allein das Problem lösen, oder braucht es nicht vielmehr eine Rückbesinnung auf familiäre Strukturen und elterliche Verantwortung – Werte also, die in der politischen Debatte der letzten Jahre sträflich vernachlässigt wurden?
Gold als Anker in unsicheren Zeiten
Eines wird in dieser Debatte überdeutlich: Der Wohlstand, den Generationen von Deutschen aufgebaut haben, steht auf tönernen Füßen. Wer sich auf staatliche Rentenversprechen verlässt, könnte am Ende mit leeren Händen dastehen – erst recht, wenn die Lebensarbeitszeit immer weiter nach oben geschraubt wird, während die Kaufkraft des Geldes durch Inflation und Schuldenorgien kontinuierlich schwindet. In solchen Zeiten erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Wertspeicher, der keiner politischen Willkür unterliegt und keine Gegenparteirisiken kennt. Wer seinen Wohlstand wirklich sichern will, sollte nicht nur länger arbeiten, sondern auch klüger vorsorgen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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