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Kettner Edelmetalle
20.08.2026
17:52 Uhr
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Azubi-Report 2026: Jeder Zweite am Limit – Geld ist der größte Stress

Azubi-Report 2026: Jeder Zweite am Limit – Geld ist der größte Stress
Symbolbild: KI-generiert

Die Hälfte der deutschen Auszubildenden fühlt sich psychisch belastet. Das ist das Ergebnis des neuen Ausbildungsreports der DGB-Jugend, den der Deutsche Gewerkschaftsbund am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Genau 50,6 Prozent der Befragten gaben an, unter mentalem Druck zu stehen. Der Hauptgrund ist nicht etwa der Chef – sondern das Geld.

Finanzsorgen schlagen Leistungsdruck

Für den Report wurden Medienberichten zufolge 13.227 junge Menschen aus 25 besonders häufigen Ausbildungsberufen befragt. Ganz oben auf der Sorgenliste: die eigene finanzielle Lage mit 49,9 Prozent. Direkt dahinter folgt die Wohnsituation mit 35 Prozent.

Erst danach kommen die klassischen Ausbildungsthemen. Leistungs- und Zeitdruck nennen 20,9 Prozent – vor zehn Jahren waren es 19,3 Prozent. Personalmangel (19,6 Prozent) und Verantwortungsdruck (19,2 Prozent) belasten ähnlich viele.

Bemerkenswert: Manche Belastungen sind sogar gesunken. Lange Fahrzeiten (16,5 statt 19,1 Prozent), Schichtdienst (13,1 statt 14,6 Prozent) und ständige Erreichbarkeit (11,4 statt 14,2 Prozent) plagen die Azubis heute seltener als 2016. Die Betriebe sind also nicht das Kernproblem – die Kaufkraft ist es.

724 Euro im ersten Lehrjahr – und dann?

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung laut Bundesinstitut für Berufsbildung bei 724 Euro im ersten Lehrjahr, gefolgt von 854, 977 und 1.014 Euro in den weiteren Jahren. Klingt nach einem ordentlichen Plus gegenüber den 682 Euro von 2025. Doch wer in einer deutschen Großstadt eine Bude sucht, weiß, wie schnell diese Summe verdampft.

Jahrelange Inflation, explodierende Mieten, Energiekosten auf Rekordniveau: Die Preise haben die Löhne überholt – und junge Menschen am Anfang ihres Berufslebens trifft das am härtesten. Aus Sicht unserer Redaktion ist dieser Report deshalb weniger eine Sozial- als eine Geldwertstudie.

Erschöpft, krank – und trotzdem im Betrieb

Die Zahlen zum Alltag sind alarmierend: 49,4 Prozent fühlen sich am Ende eines Arbeitstages erschöpft. 43,9 Prozent erscheinen auch dann zur Ausbildung, wenn sie sich krank oder unwohl fühlen. 5,2 Prozent berichten von Diskriminierung oder Mobbing.

Berichten zufolge sagen zudem 41,7 Prozent, sie hätten niemanden, mit dem sie über ihre Belastungen sprechen könnten. Und die Zufriedenheit mit der Ausbildung ist demnach auf einen Tiefstwert gefallen.

Dabei zeigt der Report auch, was hilft: Sind Ausbilder stets erreichbar, fühlen sich nur 8,5 Prozent hoch belastet. Sind sie es selten oder nie, springt der Wert auf 36 Prozent.

Die Politik ist gefragt – aber wo bleibt sie?

DGB-Bundesjugendsekretärin Nina Krüger fordert von der Bundesregierung eine höhere gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

„Finanzielle Hürden dürfen nicht darüber entscheiden, ob junge Menschen ihren Wunschberuf erlernen können.“

Die Debatte greift jedoch kurz, wenn nur über Vergütungssätze gestritten wird. Ausbildungsbetriebe – oft Handwerk und Mittelstand – ächzen selbst unter Bürokratie, Energiepreisen und Abgabenlast. Wer ihnen immer neue Kosten aufbürdet, bekommt am Ende weniger Lehrstellen, nicht bessere. Berichten zufolge geht die Zahl neuer dualer Ausbildungsverträge ohnehin seit Jahren zurück.

Der eigentliche Skandal ist die schleichende Geldentwertung, die aus jedem Lohnplus einen Nullsummenspiel-Trick macht. Wer Vermögen langfristig sichern will, setzt traditionell auch auf physische Edelmetalle als Beimischung – Sachwerte, die keine Notenbank per Knopfdruck vermehren kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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