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Kettner Edelmetalle
05.08.2026
16:59 Uhr
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Berlin vor dem Linksrutsch: Umfrage sieht SED-Erben an der Spitze – und die CDU im Tiefschlaf

Berlin vor dem Linksrutsch: Umfrage sieht SED-Erben an der Spitze – und die CDU im Tiefschlaf
Symbolbild: KI-generiert

Sechs Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liefert eine neue Erhebung ein Bild, das man in der Hauptstadt fast schon als Selbstbeschreibung lesen könnte: Die Linke führt das Feld an. Nach einer Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels kommt die Partei auf 21 Prozent – zwei Punkte mehr als noch Anfang Juli. Damit hätte Spitzenkandidatin Elif Eralp die realistische Aussicht, als erste Vertreterin dieser Partei ins Amt der Regierenden Bürgermeisterin einzuziehen.

Die Union tritt auf der Stelle – trotz Personalwechsel

Und die CDU? Verharrt bei 19 Prozent. Bemerkenswert, denn eigentlich sollte der Wechsel an der Spitze frischen Wind bringen. Kai Wegner, bislang Regierender Bürgermeister und Spitzenkandidat, hatte im Juli seinen Rückzug angekündigt. Finanzsenator Stefan Evers wurde nachnominiert. Ein Aufwärtstrend? Nicht messbar. Wer die Berliner Union kennt, wundert sich wenig: Eine Partei, die inhaltlich kaum von ihren Koalitionspartnern zu unterscheiden ist, darf sich nicht beklagen, wenn Wähler das Original bevorzugen.

Dahinter liegt die AfD mit 18 Prozent, ein Punkt im Plus – und damit erstmals vor den Grünen, die unverändert bei 17 Prozent stehen. Die SPD hingegen rutscht weiter ab, auf nunmehr 12 Prozent. Damit hat die einst stolze Berliner Sozialdemokratie exakt das Niveau erreicht, auf dem sie auch bundesweit dümpelt. FDP und Bündnis Sahra Wagenknecht kämen auf je drei Prozent und wären draußen. Gewählt wird am 20. September, gemeinsam mit den Bezirksverordnetenversammlungen.

Wenn aus Verwaltungsversagen ein Wahlprogramm wird

Man muss sich die Lage vor Augen halten: Eine Stadt, deren Bürgerämter monatelange Wartezeiten produzieren, deren Schulen sanierungsbedürftig sind, deren Sicherheitslage in manchen Parks Frauen abends de facto vom Spazierengehen abhält – diese Stadt schickt sich an, jene politische Kraft zu belohnen, deren Rezepte seit Jahrzehnten aus Umverteilung, Enteignungsfantasien und Mietendeckel-Träumereien bestehen. Es ist die alte Logik: Je größer das Scheitern staatlicher Steuerung, desto lauter der Ruf nach noch mehr Staat.

Wer glaubt, mit den geistigen Erben der SED lasse sich eine Metropole sanieren, verwechselt Politik mit Nostalgie.

Ein Blick zurück lohnt sich. Bereits 2002 saß die Vorgängerpartei PDS im Berliner Senat, gemeinsam mit der SPD. Der Wirtschaftssenator hieß damals Gregor Gysi – und warf nach wenigen Monaten das Handtuch. Regierungsverantwortung ist eben etwas anderes als Oppositionsrhetorik. Dass Berlin bis heute zu den Nettoempfängern im Länderfinanzausgleich zählt und Jahr für Jahr Milliarden aus den erfolgreicheren Bundesländern absorbiert, gehört zur unbequemen Wahrheit dieses Stadtstaats.

Vorsicht bei Umfragen – aber die Richtung ist eindeutig

Natürlich gilt bei jeder Erhebung: Momentaufnahme, keine Prophetie. Gerade an der Methodik von Online-Panels wurde in der Vergangenheit wiederholt Kritik geübt, und zwar nicht nur von konservativer Seite. Doch selbst wenn man die Zahlen mit reichlich Salz nimmt, bleibt der Trend: Die bürgerliche Mitte in Berlin bröckelt, während links und rechts der Mitte die Ränder wachsen. Wer das als Zufall abtut, hat die Stimmungslage im Land nicht verstanden.

Was Berlin über die Republik verrät

Berlin ist Symptom, nicht Ursache. Die Hauptstadt spiegelt, was viele Bürger im gesamten Land empfinden: dass Politik zunehmend gegen die Interessen der Leistungsträger gemacht wird. Dass Sicherheit, funktionierende Verwaltung und wirtschaftliche Vernunft hinter ideologische Symbolpolitik zurücktreten. Dass die Große Koalition in Bonn – Verzeihung, in Berlin – unter Friedrich Merz Sondervermögen in Hunderte-Milliarden-Höhe auflegt und damit künftige Generationen mit Zinslasten fesselt, obwohl vor der Wahl das Gegenteil versprochen wurde.

Wer in einem solchen Umfeld sein Vermögen bewahren möchte, tut gut daran, sich nicht ausschließlich auf staatliche Zusagen oder Papierwerte zu verlassen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie politische Umbrüche, Währungsreformen und Inflationsphasen überdauern – als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bleiben Edelmetalle daher ein sinnvoller Anker gegen die Unwägbarkeiten einer Politik, die den Bürger allzu oft als Melkkuh betrachtet.

Der 20. September wird zur Richtungsentscheidung

Sechs Wochen sind eine lange Zeit im Wahlkampf. Ob die Union noch aufwacht, ob die SPD ihren Absturz bremst, ob die Berliner tatsächlich das Experiment wagen – offen. Fest steht nur: Wer die Verwahrlosung einer Stadt beklagt, sollte am Wahltag nicht jene stärken, die sie mitverantwortet haben. Diese Auffassung teilt nach unserem Eindruck nicht nur unsere Redaktion, sondern ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung, der die Geduld mit einer Politik verloren hat, die Probleme verwaltet statt löst.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Einschätzungen spiegeln die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jede Anlageentscheidung – ob in Edelmetalle, Wertpapiere, Immobilien oder andere Vermögenswerte – erfordert eigene, sorgfältige Recherche und liegt in der ausschließlichen Verantwortung des Anlegers. Eine Haftung für Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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