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Kettner Edelmetalle
25.01.2026
09:42 Uhr

Berliner Elektrobus-Desaster: Fast 120 Fahrzeuge stehen still – Verkehrswende auf dem Abstellgleis

Berliner Elektrobus-Desaster: Fast 120 Fahrzeuge stehen still – Verkehrswende auf dem Abstellgleis

Was als Vorzeigeprojekt der grünen Mobilitätswende gefeiert wurde, entpuppt sich nun als kostspieliges Fiasko. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen eingestehen, dass fast 120 ihrer Elektrobusse derzeit nicht einsatzfähig sind. Die komplette Flotte des niederländischen Herstellers Ebusco – stolze 90 Fahrzeuge – steht still. Hinzu kommen knapp 30 weitere E-Busse anderer Hersteller. Ein Sinnbild für die überhastete Energiewende, die mehr verspricht als sie halten kann.

Risse im Rahmen – und im Konzept der Verkehrswende

Der Grund für das Ebusco-Debakel klingt zunächst harmlos: Bei Routinekontrollen wurden kleine Risse am Fahrzeugrahmen festgestellt. Ein Sprecher der BVG betonte zwar pflichtschuldig, dass zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko bestanden habe. Doch die Konsequenz ist eindeutig: Sämtliche betroffenen Busse bleiben bis zur Instandsetzung abgestellt. Ein klassischer Garantiefall, der jedoch die gesamte Flottenplanung über den Haufen wirft.

Die Kritik an der Verarbeitungsqualität der Ebusco-Busse ist dabei keineswegs neu. Bereits kurz nach der Auslieferung häuften sich die Beschwerden: Fehlender Unterbodenschutz, mangelhafte Schweißnähte, Rostbildung und abgebrochene Gewindebohrer – eine erschreckende Bilanz für Fahrzeuge, die als Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs angepriesen wurden. Dass der niederländische Hersteller seit 2024 zudem mit einer wirtschaftlichen Krise kämpft, macht die Situation nicht besser. Nach Insiderangaben sollen die Reparaturen erst ab Frühjahr 2026 beginnen – ein Zeitraum, der die Geduld der Berliner Fahrgäste auf eine harte Probe stellen dürfte.

Dieselbusse als Rettungsanker – die Ironie der Energiewende

Die BVG reagiert auf die Krise mit einer bemerkenswerten Kehrtwende: Die Ausmusterung älterer Dieselfahrzeuge wurde vorerst ausgesetzt. Ausgerechnet jene Busse, die eigentlich längst durch ihre elektrischen Nachfolger ersetzt werden sollten, müssen nun den Betrieb am Laufen halten. Mehr noch: Für den umfangreichen Schienenersatzverkehr, etwa auf der U6, mietet die BVG zusätzliche Euro-6-Dieselbusse an.

Die Situation offenbart ein grundsätzliches Problem der deutschen Verkehrspolitik. Jahrelang wurde die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs als alternativlos propagiert, Milliarden an Steuergeldern flossen in die Anschaffung von E-Bussen. Doch wenn diese Fahrzeuge dann reihenweise ausfallen, fehlt plötzlich der Plan B. Die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und die mangelnde Diversifizierung der Flotte rächen sich nun bitter.

Auch Mercedes und Solaris betroffen

Das Elektrobus-Problem beschränkt sich keineswegs auf Ebusco. Auch E-Busse der Typen Mercedes-Benz Citaro und Solaris Urbino Electric stehen derzeit still. Die Werkstätten arbeiten am Limit, um die Fahrzeuge wieder einsatzfähig zu machen. Gleichzeitig laufen planmäßige Wartungen und Unfallinstandsetzungen, die Personal und Kapazitäten binden. Das Ergebnis: Die elektrischen Stadtbusse sind nicht in der vorgesehenen Stückzahl verfügbar, obwohl sie im Tagesgeschäft fest eingeplant waren.

Doppeldecker-Mangel verschärft die Lage

Als wäre die Situation nicht bereits angespannt genug, fallen auch bei den klassischen Doppeldeckerbussen zahlreiche Fahrzeuge aus. Von mehr als 190 Doppeldeckern der Typen ADL DL20 und DL21 stehen derzeit 36 Fahrzeuge nicht zur Verfügung. Die BVG spricht von Werkstattaufenthalten und einzelnen Unfallschäden. Ein Sprecher räumte ein, dass die Zahl einsatzfähiger Fahrzeuge leicht unter dem Zielniveau liege – eine diplomatische Umschreibung für ein handfestes Kapazitätsproblem.

Besonders auf stark nachgefragten Strecken macht sich der Mangel bemerkbar. Doppeldeckerbusse bieten deutlich mehr Sitzplätze als Standardbusse und lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Die Fahrgäste müssen sich auf überfüllte Busse und längere Wartezeiten einstellen.

Ein Lehrstück gescheiterter Planwirtschaft

Die Berliner Elektrobus-Krise ist mehr als nur ein technisches Problem – sie ist ein Symptom einer Politik, die ideologische Ziele über praktische Machbarkeit stellt. Die überstürzte Umstellung auf Elektromobilität, ohne ausreichende Erprobung der Fahrzeuge und ohne belastbare Reservekonzepte, führt nun zu genau jenen Verwerfungen, vor denen Kritiker seit Jahren warnen.

Während die Berliner Fahrgäste die Konsequenzen dieser verfehlten Politik täglich zu spüren bekommen, dürfte in den Chefetagen der BVG und in den zuständigen Ministerien hektische Betriebsamkeit herrschen. Die Frage, wer für dieses Desaster die Verantwortung trägt, wird sich nicht so leicht beantworten lassen. Fest steht jedoch: Die Rechnung zahlt am Ende der Steuerzahler – und der Berliner Fahrgast, der im überfüllten Dieselbus steht, während die teuren Elektrobusse auf dem Betriebshof vor sich hin rosten.

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