
Berliner Regierung spielt den starken Mann – und macht sich dabei lächerlich

Es ist ein Schauspiel, das man kaum noch mit ansehen kann: Die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz versucht sich in der hohen Kunst der Diplomatie und scheitert dabei auf ganzer Linie. Regierungssprecher Stefan Kornelius verkündete in Berlin mit erhobenem Zeigefinger, die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle seien „nicht akzeptabel". Trump eskaliere mit seinen Androhungen im Handelskonflikt, so der Sprecher weiter. Man werde „weitere wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen vorbereiten", falls dies nötig sei – möglicherweise sogar schon ab Februar.
Der Chihuahua bellt die Bulldogge an
Was für ein Auftritt! Da steht also das wirtschaftlich angeschlagene Deutschland, dessen Industrie am Boden liegt, dessen Energieversorgung nach dem selbstverschuldeten Abschied von russischem Gas am seidenen Faden hängt, und droht der größten Wirtschaftsmacht der Welt mit Konsequenzen. Die Absurdität dieser Situation lässt sich kaum in Worte fassen. Deutschland ist mittlerweile dringend auf amerikanisches Flüssiggas angewiesen – und ausgerechnet jetzt legt man sich mit dem Lieferanten an?
Trump hatte unter Verweis auf den Streit um Grönland gestaffelte Strafzölle von zunächst zehn und später fünfundzwanzig Prozent auf alle Waren aus Deutschland und sieben weiteren europäischen Ländern angekündigt. Die Begründung mag manchem bizarr erscheinen, doch die Botschaft ist unmissverständlich: Amerika first – und Europa hat sich zu fügen.
Brüssel duckt sich weg
Während Berlin noch große Töne spuckt, zeigt sich die EU-Kommission deutlich zurückhaltender. Ein Sprecher in Brüssel erklärte kleinlaut, die Priorität liege darauf, „den Dialog zu suchen, nicht zu eskalieren und die Verhängung von Zöllen zu vermeiden". Man betonte zwar pflichtschuldig, dass der EU Abwehrinstrumente zur Verfügung stünden, doch der Wille zum Einsatz scheint begrenzt. Die Europäer wissen offenbar sehr genau, dass sie in diesem Kräftemessen den Kürzeren ziehen würden.
Die Geschichte Europas, insbesondere die deutsche Geschichte, hat hinlänglich bewiesen, dass Zwei-Fronten-Konflikte keine Erfolgsmodelle sind. Während man sich im Osten mit Russland anlegt und Milliarden in die Ukraine pumpt, eröffnet man nun auch noch einen Handelskonflikt mit dem wichtigsten westlichen Verbündeten. Haben die handelnden Politiker aus der Geschichte gelernt? Bei manchen scheint es, als würden sie die Geschichte nicht einmal kennen.
Die Realität holt Deutschland ein
Was bedeutet es eigentlich konkret, wenn die Bundesregierung Zölle „zurückweist"? Die ehrliche Antwort lautet: gar nichts. Es ist eine leere Geste, ein verbales Aufbäumen ohne jede Substanz. Deutschland hat weder die wirtschaftliche Stärke noch die politische Geschlossenheit, um Trump ernsthaft Paroli zu bieten. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Politiker wirken überfordert, und im Inneren herrscht Chaos.
Die Ironie der Geschichte will es, dass ausgerechnet Friedrich Merz, der jahrelang für BlackRock tätig war und als transatlantischer Brückenbauer galt, nun in einen Konflikt mit Washington gerät. Die Zeiten, in denen deutsche Politiker phlegmatisch die Hände in den Schoß legen konnten, sind vorbei. Jetzt, da echtes Handeln gefragt wäre, zeigt sich die ganze Unfähigkeit der politischen Klasse.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten eskalierender Handelskonflikte und wirtschaftlicher Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Politiker große Reden schwingen und die Weltwirtschaft in Turbulenzen gerät, behält Gold seinen Wert – unabhängig von Zöllen, Sanktionen oder politischen Spielchen. Eine Beimischung von Edelmetallen zu einem breit gestreuten Anlageportfolio erscheint angesichts der aktuellen Entwicklungen sinnvoller denn je.












